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22.08.2016 - 13:05
Verspätung

o2 & E-Plus: Netz­zusammen­legung langsamer als erwartet

Pläne für 2016 bislang kaum umgesetzt

Vor etwa einem Jahr startete Telefónica erste Tests für die Zusammenlegung der bisher eigenständigen Mobilfunknetze von E-Plus und o2. In einigen Orten Brandenburgs und Bayerns wurde eines der beiden Netze abgeschaltet und für die Kunden des jeweils anderen Telefónica-Netzes das National Roaming neben UMTS auch über GSM freigegeben.

Anfang Dezember teilte der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber schließlich mit, im Januar 2016 falle der offizielle Startschuss für die Netzintegration. Dafür wolle sich das Unternehmen bis zu fünf Jahre Zeit lassen. Seinerzeit gab Telefónica auch einen Einblick in die Netzumbau-Pläne, die speziell in diesem Jahr umgesetzt werden sollen.

"Der Fokus der Netzintegration wird 2016 auf urbanen Ballungsräumen liegen, damit möglichst viele Kunden zügig von der verbesserten Leistung des gemeinsamen Netzes profitieren", so Telefónica. Bereits im ersten Jahr der Netzintegration wolle Telefónica Deutschland mit dem neuen integrierten Netz mehr als 60 Prozent der Bevölkerung erreichen. Umsetzung der Pläne für 2016 unklar

Langsame Netzzusammenlegung bei Telefónica

Langsame Netzzusammenlegung bei Telefónica
Foto: teltarif.de

Inzwischen ist mehr als die Hälfte des Jahres 2016 vergangen, doch gerade in Städten und Ballungsgebieten ist von der Zusammenlegung der Mobilfunknetze von E-Plus und o2 bislang fast nichts zu bemerken. Stattdessen schreitet die Konsolidierung eher in ländlichen Gebieten weiter voran - und auch das in nicht wirklich hoher Geschwindigkeit.

Noch auf dem Mobile World Congress (MWC) in Frühjahr ließ Telefónica die Pressevertreter wissen, das Unternehmen liege bei der Integration seiner beiden Mobilfunknetze im Plan. Mittlerweile scheint die Umstellung aber nicht mehr so schnell voranzuschreiten wie zunächst geplant. Kunden tagelang ohne Netz Dazu müssen Kunden in den Gebieten, in denen die Netze zusammengelegt werden, offenbar zumindest teilweise recht lange mit einer eingeschränkten Netzversorgung leben, wie auch der Hessische Rundfunk unter Berufung auf Nutzer-Erfahrungen aus Nordhessen berichtet. Demnach beklagen die Kunden, dass sie zum Teil über einen Zeitraum von mehreren Tagen ohne oder mit stark eingeschränkter Funkversorgung auskommen mussten.

Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion zufolge kann es auch immer wieder zu Gesprächsabbrüchen kommen, wenn man beispielsweise im Auto unterwegs ist und zwischen bereits konsolidierten Regionen und Regionen pendelt, in denen noch die beiden bisherigen Netze von E-Plus und o2 aktiv sind.

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