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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 17.12.17
Rufnummernmitnahme

Übersicht: Rufnummernmitnahme

Alles rund um die Mitnahme der Mobilfunk-Rufnummer: Kosten, Fristen und mehr

Portierung: Die Handynummer zum neuen Anbieter mitnehmen

Portierung: Die Handynummer zum neuen Anbieter mitnehmen
Bild: teltarif.de

Wer einen Vertrag mit einem Mobilfunk­anbieter abschließt, bekommt für sein Handy automatisch eine passende Rufnummer des Netzbetreibers zugeteilt. Was aber tun, wenn zuvor bereits ein Vertrag bei einem anderen Anbieter bestand und die alte Handy-Nummer bei­behalten werden soll? Hier hilft die Rufnummern­portierung: Sie bezeichnet die Mitnahme der bisherigen Rufnummer bei einem Wechsel des Tele­kommuni­ka­tions­anbieters. Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Portierung beachten müssen. Portierung bei Anbieterwechsel vor Vertragsende Sie wollen Ihren Mobilfunk­anbieter wechseln, obwohl der alte Vertrag noch nicht abgelaufen ist, und trotzdem Ihre gewohnte Ruf­nummer behalten? Das ist möglich. Durch die TKG-Novelle im Jahr 2012 müssen die Mobil­funk­anbieter heutzutage ihren Kunden die Mitnahme einer Ruf­nummer zu einem anderen Anbieter auch dann ermög­lichen, wenn ihr Vertrag noch länger läuft - die sogenannte vorzeitige Portierung. In diesem Fall erhält der Kunde für seinen alten Vertrag eine neue Rufnummer, kann aber in der Regel die alte SIM-Karte zunächst weiter nutzen. Für die Verwendung der portierten Rufnummer ist nach Abschluss der Portierung natürlich die SIM-Karte des neuen Anbieters erforderlich. Die Service­nummern des bisherigen Anbieters können dann nicht mehr verwendet werden.

Wenn Sie mehr über die Rufnummernmitnahme vor Vertragsende wissen wollen, berät Sie unser spezieller Ratgeber zu diesem Thema. Auch Netzvorwahl bleibt bei Rufnummernmitnahme erhalten Bei der Portierung bleibt nicht nur die eigentliche Rufnummer, sondern auch die bisherige Netzvorwahl erhalten. Dies ist für den Besitzer der Rufnummer natürlich erst einmal komfortabel, da die Rufnummer komplett gleich bleibt: also Anschluss­nummer inklusive Vorwahl.

Für Anrufer der Nummer hat das allerdings nicht nur Vorteile: Sie müssen sich zwar keine neue Nummer merken, können aber auch nicht mehr anhand der Vorwahl erkennen, bei welchem Netzbetreiber sich die Rufnummer befindet.

Netzvorwahl und Mailboxnummer bleiben bei der Rufnummernportierung erhalten

Netzvorwahl und Mailboxnummer bleiben bei der Rufnummernportierung erhalten
Bild: Fotolia - 3d_kot, teltarif.de / Montage: teltarif.de

Vor der Einführung der Rufnummern­portierung war es recht einfach zu erkennen, in welchem Netz ein Mobilfunkkunde telefoniert. So gehörte eine 0171 zu T-Mobile (heute die Mobilfunk-Sparte der Telekom), eine 0172 zu Vodafone und eine 0178 ins E-Plus-Netz. Durch die Portierung ist es nun aber möglich, dass eine Rufnummer, die mit 0171 beginnt, nicht mehr im Telekom-Netz, sondern zum Beispiel im Vodafone-Netz eingebucht ist. Dies bringt unter Umständen unerwartete Mehrkosten mit sich: Konnte ein Anrufer aufgrund seines Mobilfunkvertrags bisher Telekom-Anschlüsse besonders günstig erreichen, kann der Anruf nun teurer werden, da stattdessen ins Vodafone-Netz telefoniert wird.

Bei Unsicherheiten bezüglich der Netzzugehörigkeit können Kunden daher die Option der Anbieter nutzen, über Kurzwahlen, per SMS oder auf anderen Wegen das zugeordnete Netz jeder Mobilfunk-Rufnummer zu erfragen. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die verschiedenen Vorgehens­weisen bei den Netzbetreibern, inklusive anfallender Kosten - die Service-Provider bieten unter Umstän­den abweichende Möglichkeiten zur Abfrage. Zudem gibt es mittlerweile auch einzelne Apps, mit denen die Netzabfrage gestartet werden kann. Übersicht der Netz-Abfrage-Möglichkeiten bei den Netzbetreibern

Anbieter kostenlose Kurzwahl SMS Sonstiges
Telekom 4387 SMS mit Rufnummer an Kurzwahl 4387
- Kosten: 19 Cent
Abfrage per Internet im Telekom-WAP-Portal
- Kosten: WAP-Zugang
Vodafone 12313 nicht möglich nicht möglich
o2 nicht möglich SMS mit "NETZ Rufnummer"
an Kurzwahl 4636
- Kosten: wie SMS
nicht möglich
Nach der Portierung: Die Mailbox und mögliche Probleme

Auch bei der Portierung bleibt die Rufnummer der Mailbox unverändert, gespeicherte Informationen können allerdings nicht zum neuen Anbieter transferiert werden. Somit bedarf es einer erneuten Einrichtung des Anruf­beantworters. Alte Meldungen sowie der Ansagetext werden gelöscht. Bei einer Abfrage über Kurzwahl ist jedoch zu beachten, dass hier die Nummer des neuen Anbieters verwendet werden muss. Die jeweilige Kurzwahl können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Anbieter Kurzwahl
Telekom 3311
Vodafone 5500
o2 333
Nach der Portierung kann das bisher verwendete Handy in der Regel problemlos weiter genutzt werden, Aus­nahme bilden hier lediglich sehr alte Handy-Modelle, die nur eine Netzfrequenz (900 oder 1800 MHz) unter­stützen. Zu beachten ist zudem das Problem einer mög­lichen SIM-Lock-Sperre bei Prepaid-Handys. Lebenslanges Nutzungsrecht Der Service der Portierung geht zurück auf den 1. November 2002. Seitdem sind die Mobil­funk­anbieter dazu verpflichtet, ihren Kunden die Rufnummern­mitnahme zu bieten. Im Mobil­funk-Sektor wird das Verfahren als Mobile Number Portability (MNP) bezeichnet.

Damals hatte die Vorgängerinstitution der heutigen Bundesnetzagentur, die Regulierungs­behörde für Telekommunikation und Post (RegTP), jedem Mobilfunk-Kunden ein lebenslanges Nutzungsrecht auf seine Rufnummer zugesprochen. Somit "gehört" eine Handy-Nummer nicht dem jeweiligen Anbieter, sondern dem Kunden. Die Richt­linien der Anbieter für die Rufnummern­mitnahme sind also kein freund­liches Entgegen­kommen der Provider, sondern basieren auf gesetzlichen Vorgaben. Ratgeber zur Rufnummernmitnahme / Portierung im Mobilfunk

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Meldungen zur Rufnummernportierung
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