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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 22.11.19
UMTS

Surfen über UMTS, HSDPA und HSPA

Hohe Datenübertragungsraten gibt es auch in den Mobilfunknetzen

Wer früher mit dem Handy oder Laptop mobil online gehen wollte, der musste sehr geduldig sein. Doch mit dem Daten­übertragungs­standard UMTS und seinen Erwei­terungen wie HSPA+ können Nutzer heute mit bis zu 42 MBit/s mobil ins Netz gehen. Aber diese Höchst­geschwindigkeit ist nicht überall verfügbar. UMTS - andere Frequenz­bänder im Ausland möglich

Surfen über UMTS und HSPA

Surfen über UMTS und HSPA
Bild: teltarif.de

Leider können Besitzer eines UMTS-Handys nicht davon ausgehen, dass sie überall auf der Welt hohe Daten­raten via UMTS/HSPA nutzen können. Denn in verschie­denen Regionen werden unter­schied­liche Frequenz­bänder für UMTS einge­setzt. In weiten Teilen der Welt sind die Frequenz­bereiche um 900 und 2100 MHz für UMTS üblich, etwa in Europa, Russ­land, Afrika, Asien und dem arabi­schen Raum (soweit im jewei­ligen Land bereits ein UMTS-Mobilfunk­netz aufge­baut ist). In Nord- und Südame­rika sind hingegen zumeist andere Frequenzen im Einsatz. So werden etwa in den USA für UMTS die Bereiche um 850, 1700, 1900 und (selten) 2100 MHz verwendet. Mehr Infos zum UMTS-Ausbau im Ausland haben wir in einem Ratgeber für Sie zusam­menge­tragen.

Handys für den euro­päischen Markt unter­stützen jedoch häufig nur UMTS 900 und 2100 - in den USA wäre mit einem solchen Gerät schnelles mobiles Internet nur möglich, falls man einen Provider nutzt, der UMTS 2100 bietet, und sich an einem Ort befindet, wo das Netz entspre­chend ausge­baut ist. Es gibt aller­dings auch einige Smart­phones, welche alle fünf derzeit für UMTS auf der Welt einge­setzten Frequenz­bänder unter­stützen - soge­nannte UMTS-Pentaband-Geräte. Verges­sene UMTS-Dienste: Video­tele­fonie, MMS und Handy-TV Der UMTS-Stan­dard spezi­fiziert nicht nur Verfahren für schnellen Daten­verkehr, sondern auch spezi­elle Dienste über UMTS, welche von den hohen Geschwin­digkeiten profi­tieren sollen. Dazu gehören unter anderem Video­tele­fonie, MMS und Handy-TV. Durch­setzen konnten sich diese kosten­pflich­tigen UMTS-Dienste jedoch nicht. Die von ihnen gebo­tenen Funk­tionen nutzen viele heute auf andere Weise - mithilfe von Internet-basierten Apps und Diensten.

Video­tele­fonie ist für Kunden bei allen vier Netz­betrei­bern in Deutsch­land nach wie vor möglich - in der Regel jedoch nur für Vertrags­kunden direkt beim Anbieter. Je nach Tarif können dabei Kosten von bis 80 Cent pro Minute entstehen. Dank passender Apps für das Smart­phone nutzen die meisten Handy-Besitzer heut­zutage lieber einen Internet-basierten Dienst wie Apple Face­time oder Skype für Video-Chat. Kosten entstehen dabei mögli­cher­weise für die Internet-Verbin­dung.

Auch MMS schlugen nie richtig bei den Kunden ein. Auch hier könnte der Miss­erfolg eher an den Preisen als an der Funk­tion gelegen haben. Denn das Über­tragen von Multi­media-Inhalten wie Fotos, Musik und Videos nutzen heute viele Handy-Besitzer gerne mit den passenden Apps, zum Beispiel einem Smart­phone-Messenger wie WhatsApp.

Optionen für Handy-TV gibt es nach wie vor - zumin­dest für Kunden von Voda­fone und Telekom. Mitt­lerweile wird das Programm aber auch zum Teil Internet-basiert reali­siert. Das bietet zwar den Vorteil, dass das Mobile-TV auch per WLAN oder LTE nutzbar ist, aller­dings verur­sacht der Empfang dann auch einiges an Daten­volumen. Beim ursprüng­lich nur über UMTS-Broad­cast reali­sierten Handy-TV waren alle Kosten für die Daten­über­tragung hingegen schon durch den Opti­onspreis abge­deckt. Die UMTS-Ratgeber im Über­blick

UMTS und HSPA brachten High­speed-Surfen aufs Handy Mit GSM-Handys waren Daten­über­tragungen nur mit einer Daten­rate von maximal 14,4 kBit/s möglich. Das reicht höchs­tens, um E-Mails zu über­tragen und sehr einfache Webseiten anzu­sehen. Doch mit der Einfüh­rung von UMTS sollte alles anders werden, auch wenn diese Technik zu Beginn nicht mehr als 384 kBit/s bereit­stellen konnte. Durch die Erwei­terung HSDPA sind Geschwindig­keiten von mehreren MBit/s möglich. Ist das Netz mit dem Daten­turbo HSPA+ ausge­rüstet, gibt es heute mit dem passenden Endgerät bis zu 42 MBit/s.

Damit errei­chen die mobilen Daten-Surf­anschlüsse mitt­lerweile eine Perfor­mance wie heimi­sche DSL-Anschlüsse, auch wenn natur­gemäß die Verfüg­barkeit von UMTS oder HSPA genau wie DSL nicht flächen­deckend ist. Auch die Antwort­zeiten (Ping-Zeiten) mobiler Anschlüsse, die über UMTS reali­siert werden, können mit denen statio­närer Anschlüsse nicht ganz mithalten. In Ballungs­gebieten können die mobilen Daten­anschlüsse per UMTS/HSPA aber je nach Anwendungs­szenario durchaus eine Alter­native zum herkömm­lichen DSL-Anschluss sein. Wollen sie mehr Details zur Verfüg­barkeit von UMTS/HSPA bei den deut­schen Netz­betrei­bern, so können Sie diese in unserem Ratgeber zur Netz­abde­ckung nach­schlagen.

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