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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 17.12.17
EU-Roaming

EU-Roaming: Neue Regelungen seit Juni 2017

Mit dem Handy im EU-Ausland: Roam-like-at-Home

EU-Roaming: Neue Regelungen seit Juni 2017

EU-Roaming: Neue Regelungen seit Juni 2017
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Seit dem 15. Juni 2017 gibt es EU-weit keine Roaming-Gebühren mehr, statt­dessen gilt nun das Prinzip Roam-like-at-Home: In allen Mitglieds­staaten der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen (den Staaten des Europäischen Wirtschafts­raums, EWR) können Mobilfunkkunden zu den Konditionen ihres Inlands­tarifs telefonieren, SMS versenden und das mobile Daten­volumen nutzen. Allerdings sollten Sie einige Einschränkungen und Besonder­heiten beim EU-Roaming beachten. Der regulierte EU-Tarif Die Konditionen des regulierten EU-Tarifs gelten sowohl für Kunden mit einem Mobilfunk­vertrag als auch für Nutzer von Prepaid-Karten. Nicht jeder Tarif muss aber die Vorgaben der EU-Roaming-Verordnung einhalten. Die Mobilfunk­anbieter sind zwar verpflichtet, mindestens eine Roaming-Option zu jedem Tarif anzubieten, die das Roam-like-at-Home-Prinzip umsetzt, zusätzlich darf es aber noch weitere Roaming-Optionen geben, die nicht an die Regelungen gebunden sind. Erkundigen Sie sich daher bei Ihrem Anbieter, welche Roaming-Option dem regulierten EU-Tarif entspricht und welche Option in Ihrem Vertrag aktiv ist. Vor allem in Alt-Tarifen sind oft noch Roaming-Optionen geschaltet, die zwar günstig waren, als der Tarif abgeschlossen wurde, nun aber deutlich teurer sind als Roam-like-at-Home. In diesem Fall empfiehlt es sich, die alte Roaming-Option zu kündigen beziehungs­weise zu den aktuellen EU-Roaming-Konditionen zu wechseln. Die Fair-Use-Policy

Beim Daten-Roaming sowie im Falle einer dauerhaften Nutzung des Inlandstarifs im EU-Ausland greifen unter Umständen die Fair-Use-Regeln. Durch diese können Mobilfunk­anbieter Verbrauchs­höchst­grenzen festlegen sowie die Verwendung von Daten-Flatrates beim EU-Roaming begrenzen.

In erster Linie soll die Fair-Use-Policy verhindern, dass Kunden sich die EU-weit günstigsten Tarife der internationalen Mobilfunk­anbieter heraus­suchen und mit diesen dauerhaft im Heimat­land telefonieren - oder andersherum bei einem längeren Auslands­aufenthalt den günstigeren Mobilfunk­vertrag des Heimatlandes dauerhaft weiternutzen. Wenn Sie Ihr Handy stärker im Ausland für Roaming als im Inland nutzen, ist der Mobilfunkanbieter berechtigt, doch noch ein zusätzliches Entgelt zu verlangen: Aktuell können für Anrufe maximal Aufschläge von 3,2 Cent pro Minute und 1 Cent für den SMS-Versand sowie 9,16 Euro pro Gigabyte für mobile Daten (ab 1. Januar 2022 dann nur noch 2,98 Euro pro Gigabyte) in Rechnung gestellt werden. Weitere Einschränkungen beim EU-Roaming Generell sind Community-Flatrates, mit denen im Inland kostenlos ins Netz des eigenen Mobilfunk­anbieters telefoniert werden kann, von der Regulierung ausgenommen und daher nicht automatisch im EU-Ausland gültig. Im Übrigen sind die Anbieter auch gar nicht dazu gezwungen, überhaupt Roaming-Tarife anzubieten, weshalb einige wenige Mobilfunk-Discounter auch explizit Tarife ohne Roaming offerieren.

Vorsicht ist insbesondere bei der Nutzung von WiFi Calling geboten, denn WLAN Calls werden auch im EU-Ausland bei Anrufen ins Reiseland sowie in andere EU-Länder so abgerechnet, als würde es sich um ein Anruf aus dem jeweiligen Heimatland und damit um ein wesentlich teureres Auslandsgespräch handeln.

Weitere Details zum EU-Roaming erfahren Sie in unserem Euro-Tarif-Ratgeber.

Roaming in den EU-Ländern


in ausgewählten EU-Ländern:
Länder mit Besonderheiten:

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