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22.04.2009 - 12:51
Roaming

EU beschließt neue Roaming-Preise

SMS künftig für 13 Cent brutto, Roaming-Telefonate werden noch günstiger

Das Europäische Parlament hat heute die von EU-Kommissarin Viviane Reding geplante neue Roaming-Verordnung verabschiedet. Das neue Paket reguliert die Preise für SMS, die vom Ausland nach Hause geschickt werden, die Preise für Roaming-Gespräche aus dem Ausland sowie die Großhandelspreise beim Daten-Roaming. Daneben werden die Anbieter künftig dazu verpflichtet, einen "Cut-off-Mechanismus" für das Daten-Roaming ab einer Höhe von 50 Euro (netto) einzuführen, bei dem der Kunde vorab einen Betrag festlegen kann, den er bereit ist auszugeben. Die neuen Konditionen im Überblick

EU-Kommissarin Viviane Reding
Foto: teltarif.de

Für Auslands-SMS gelten ab 1. Juli diesen Jahres 11 Cent netto, für deutsche Kunden also gut 13 Cent brutto.

Die Großhandels-Preise für Daten-Roaming dürfen ab 1. Juli maximal 1 Euro netto pro MB betragen (brutto: 1,19 Euro), ab 1. Juli 2010 80 Cent (brutto: 95,2 Cent) und ab 1. Juli 2011 50 Cent (brutto: 59,5 Cent).

Die Preise für Roaming-Gespräche innerhalb der EU ("Euro-Tarif") werden weiter abgesenkt: Für abgehende Gespräche aus EU-Ländern werden ab 1. Juli diesen Jahres 43 Cent netto (51,17 Cent brutto) pro Minute fällig, danach sinken die Preise weiter bis auf 35 Cento netto (41,65 Cent brutto).

Für angenommene Gespräche im Ausland fallen ab 1. Juli minütlich 19 Cent netto (22,61 Cent brutto) an. Bis zur zunächst letzten Preisstufe am 1. Juli 2011 sinken die Entgelte auf 11 Cent netto (13,09 Cent brutto) pro Minute ab. Ab März 2010 keine Schockrechnungen mehr beim Datenroaming Beim Daten-Roaming können Kunden künftig eine Kostenbegrenzungsfunktion ("Cut-off-Mechanismus") wählen, die automatisch greift, wenn der Rechnungsbetrag 50 Euro netto (59,50 Euro brutto) erreicht. Der Kunde kann - auf Wunsch - aber auch einen höheren Betrag festlegen. Wird der voreingestellte oder vom Kunden vereinbarte Betrag erreicht, sperrt der Anbieter das Daten-Roaming, es sei denn, der Kunde wünscht explizit eine erneute Freischaltung. Die Anbieter haben allerdings noch bis März kommenden Jahres Zeit, diese Option zu realisieren. Mit der Maßnahme sollen Schockrechnungen künftig vermieden werden.

Erste Reaktionen auf die neue EU-Verordnung finden Sie in einem weiteren Artikel. Weitere Artikel zum Thema Regulierung des Roamings durch die EU

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