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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 16.07.18
USA

Roaming | Mit dem Handy in den USA

Tipps zur Telekommunikation in den USA

Inhaltsverzeichnis

Telefonieren in den Vereinigten Staaten von Amerika

Telefonieren in den Vereinigten Staaten von Amerika
Bild: teltarif.de

  1. Roaming in den USA
  2. Amerikanische Prepaid-Karten
  3. Beispiele für US-Prepaid-SIM-Tarife
  4. Netzausbau und Frequenzbänder
  5. VoIP und WhatsApp Call
  6. Festnetz in den USA
Roaming in den USA Egal ob Sie sich auf Urlaubs- oder auf Geschäfts­reise befinden: Auch im Ausland ist es wichtig, mobil erreichbar zu sein. In außer­europäischen Ländern ist dies allerdings in der Regel noch sehr teuer. Viele Mobilfunk­provider bieten spezielle Tarif-Optionen an, mit denen sich diese Roaming-Kosten zumindest einigermaßen senken lassen. Details zu diesen Angeboten finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten zum Roaming für Vertrags-Kunden sowie zum Roaming für Prepaid-Kunden.

In den USA gibt es noch ein weiteres Detail zu beachten: Statt den in Deutsch­land üblichen 230 Volt beträgt die Netz­spannung in den USA 110 Volt. Mitgebrachte Geräte sollten daher unbedingt auf die entsprechende Spannung umschaltbar sein. Aktuelle Netzteile von Handys, Tablets oder Netbooks funktionieren allerdings auch mit einer Netzspannung von nur 110 Volt. Ein Blick auf das Netzteil schafft Klarheit. Auf jeden Fall benötigen Sie aber einen Adapter für die anders geformten Steck­dosen. Amerikanische Prepaid-Karten Egal ob Sie länger in den USA sind oder nur einige Wochen im Urlaub - für die mobile Kommunikation kann sich der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte lohnen. Diese gibt es in wie Walmart, Publix oder Walgreens ab ca. 10 Dollar. Oft werden die SIM-Karten auch zusammen mit einem preis­günstigen Handy angeboten. Wer lediglich eine SIM-Karte benötigt und sein eigenes Handy damit nutzen will, bekommt entsprechende Starter-Sets auf jeden Fall in den Filialen der Netzbetreiber.

Eine SIM-Karte in den Farben der amerikanischen Flagge.

Telefonieren mit einer lokalen Prepaid-SIM
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In der Regel müssen die SIM-Karten vor der ersten Benutzung registriert werden, was per Internet oder gleich vor Ort im Fachgeschäft erledigt werden kann. Die Ruf­nummer wird der SIM erst nach erfolgter Registrierung zugeteilt und per SMS mitgeteilt. Während der Registrierung kann auch der gewünschte Tarif gewählt werden, bei einigen Anbietern ist die Auswahl der Tarife abhängig vom End­gerät, das verwendet wird.

Der Kauf und die Inbetrieb­nahme der SIM-Karte in den USA gestaltet sich in der Regel recht einfach. Wer schon mit einer betriebs­bereiten SIM in die USA starten will, kann eine entsprechende SIM auch in Deutschland online erwerben. Diese sind zwar etwas teurer, dafür erhält man eine aktivierte SIM und die Rufnummer vorab.

Zu beachten ist bei nordamerikanischen Prepaid-Karten, dass Sie auch mit einer solchen Karte für eingehende Gespräche zahlen, sofern diese Kosten nicht mit einer Flatrate abgedeckt sind. Das ist in Amerika selbst bei Vertrags­karten so üblich. Grund: Die Mobilfunk­netze haben keine eigene Vor­wahl. Handys bekommen ganz normale "Festnetz"-Rufnummern. Anrufer zahlen somit den gleichen Preis wie für ein Gespräch ins amerikanische Fest­netz. Die Kosten für die Weiter­leitung ins Mobilfunk­netz trägt der Angerufene. Netzausbau und Frequenzbänder In den USA gibt es recht gut ausgebaute Mobilfunknetze, die mittlerweile auch mit LTE ausgerüstet wurden. Dennoch ist die Handy-Telefonie jenseits des Atlantiks nicht mit den Gepflogenheiten in Europa vergleichbar. Zum einen werden von vielen Mobilfunk­anbietern in erster Linie die großen Ballungs­gebiete und wichtige Interstates (Autobahnen) bzw. Highways (Landstraßen) abgedeckt, nicht jedoch das Land dazwischen. Zum anderen funken die amerikanischen Mobilfunk­netze in anderen Frequenz­bereichen. Bei GSM sind das die Frequenzen um 850 und 1900 MHz, für UMTS und LTE werden ebenfalls teilweise andere Frequenz­bereiche als in Europa verwendet.

Wer in Nordamerika telefonieren oder mobil surfen möchte, benötigt daher ein Handy, das die dort üblichen Frequenz­bereiche abdeckt. Bei modernen Smartphones ist das aber in der Regel kein Problem, denn diese unterstützen sowohl alle GSM-Frequenzen (Quad-Band) als auch viele weltweit verwendeten UMTS- und LTE-Frequenzen. Welche Frequenzen beziehungsweise Bänder mit Ihrem Handy genutzt werden können, finden Sie zum Beispiel in unserer Handy-Datenbank. Weitere Informationen bietet auch unser Rat­geber: Funkt mein Smartphone auf der richtigen Wellenlänge? Beispiele für US-Prepaid-SIM-Tarife In den USA gibt es mit AT&T, T-Mobile US, Verizon Wireless und Sprint gleich vier Netzbetreiber, die jeweils eigene Mobilfunk-Netze betreiben. Allerdings verwenden Verizon und Sprint vor allem im 2G- und 3G-Bereich andere Mobilfunk-Standards, die von europäischen Handys in der Regel nicht unterstützt werden. AT&T und T-Mobile setzen bei 2G und 3G auf GSM und UMTS, verwenden dafür lediglich andere Frequenzen als in Europa. Wie jedoch im Absatz zuvor bereits erwähnt, unterstützen aktuelle Handys in der Regel auch diese hierzulande nicht üblichen Frequenzen. Dadurch kann ein für den europäischen Markt entwickeltes Handy in der Regel auch in den USA problemlos verwendet werden. Bei AT&T ist allerdings das GSM-Netz seit Anfang 2017 gar nicht mehr verfügbar, weil der Netzbetreiber dieses bereits komplett abgeschaltet hat und nur noch 3G (UMTS) und 4G (LTE) verwendet.

Für eine Prepaid-SIM während des Aufenthalts in Florida, Kalifornien, New York, der "windigen Stadt" Chicago oder in einer anderen Region der 50 Bundesstaaten der USA bleiben aus oben genannten Gründen somit nur AT&T und T-Mobile zur Auswahl. Für die Entscheidung zwischen AT&T und T-Mobile sollte dann noch die Tatsache berücksichtigt werden, dass AT&T das am besten ausgebaute Netz in den USA hat, während T-Mobile US vor allem in ländlichen Gebieten immer noch Funklöcher aufweist. Zwischen T-Mobile US und AT&T besteht zwar ein National-Roaming-Abkommen, so dass T-Mobile-Kunden bei Bedarf auch das AT&T-Netz mitnutzen können, dann allerdings sind die im T-Mobile-Tarif eigentlich vorhandenen Inklusivleistungen eingeschränkt. Wer auf "Nummer Sicher" gehen will, sollte zu einer AT&T-SIM greifen. Wer sich jedoch nur in Ballungsgebieten und auf Interstates in den USA aufhält, ist mit T-Mobile US genauso gut versorgt wie mit AT&T. Prepaid-Tarife bei AT&T Bei AT&T heißt der Prepaid-Tarif GoPhone, der oft gleich mit Handy angeboten wird. SIM only heißt bei AT&T "Bring your own phone" und kostet ca. einen Dollar. Erhältlich sind die SIM-Karten in Fachgeschäften und Filialen von AT&T. Auf diese SIM-Karte müssen dann noch entsprechende Prepaid-Tarife gebucht werden. Diese beginnen bei 35 Dollar für 1 GB LTE-Volumen. Die nächst höhere Stufe sind bereits 8 GB für 50 Dollar. Wichtig zu wissen ist dabei, dass nach Verbrauch des Volumens nicht so extrem gedrosselt wird, wie man das aus Deutschland kennt. Stattdessen drosselt AT&T lediglich auf 128 kBit/s im Downstream - unsere Erfahrung ist, dass der Upload den vollen Speed behält, was vor allem bei Bilder-Uploads sehr von Vorteil ist. Prepaid-Tarife bei T-Mobile US T-Mobile US hat für Touristen sogar einen eigenen Prepaid-Tarif: Tourist Plan. Dieser bietet neben 1000 Minuten für Gespräche innerhalb der USA auch 2 GB LTE-Volumen. Der Tarif ist allerdings nur 3 Wochen gültig und muss danach gegebenenfalls erneuert werden. Wer mehr Datenvolumen haben will oder sich länger in den USA aufhält, kann zu Simply Prepaid greifen. Bei diesem Tarif gibt es zum Beispiel 4 GB LTE-Volumen für 45 Dollar oder 6 GB LTE-Volumen für 55 Dollar. Außerdem ist jeweils noch eine Flatrate für Gespräche und SMS innerhalb der USA inkludiert. Erhältlich sind die SIM-Karten in Fachgeschäften und Filialen von T-Mobile US.

Generell gilt bei Preisen in den USA, dass jeweils die lokalen Steuern und Gebühren in den Angaben nicht enthalten sind. Diese sind allerdings abhängig vom Einkaufsort und können daher nicht pauschal genannt werden. Kostenlos in den USA telefonieren – VoIP und WhatsApp Call Über das Internet können Gespräche von den USA nach Deutschland sogar kostenlos sein. Zumindest von kostenlosen WLAN-Hotspots aus oder bei ausreichend großem Daten­volumen auch über das 3G- oder 4G-Netz. Viele Hotels bieten entweder ein offenes WLAN-Netzwerk an oder aber die Zugangs­daten sind an der Rezeption erhältlich - teils kostenlos, teils gegen eine Gebühr.

Das WhatsApp-Symbol und das Symbol eines Telefonhörers.

WhatsApp Calls: Sicher und kostengünstig!
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Eine andere Möglichkeit sind Bars und Cafés in den USA, die vielfach kostenloses WLAN für ihre Kunden bereit­stellen. Generell gilt für die USA, dass dort WLAN-Hotspots eher zum Standard gehören als in anderen Ländern. Allerdings ist der Speed in diesen offenen WLANs oft nur mässig. Die Website hotspot-locations.de hat eine Auswahl kostenloser WLAN-Hotspots in den USA gelistet.

Ein Anruf von den USA nach Deutschland über offene WLAN-Netze ist zudem am sichersten, wenn man einen Messenger mit Verschlüsselung verwendet, wie sie beispiels­weise WhatsApp Call bietet. Das heißt, es ist derzeit technisch unmöglich, so ein Gespräch vom Netz aus abzuhören. Nur wer mit wem wie lange telefoniert hat, wird protokolliert.

Eine weitere Möglichkeit bietet WiFi Calling in den USA. Vor allem Gespräche nach Deutschland können hier sehr günstig ausfallen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu WiFi Calling im Ausland. Das Festnetz in den USA nutzen Wer längere Gespräche aus den USA nach Deutschland führen will, der kann auch über das Fest­netz tele­fo­nie­ren. Allerdings sollte man nicht einfach den Hörer des Hotel­telefons abnehmen und eine deutsche Nummer wählen, denn die meisten Hotels rechnen mit einem eigenen Tarif­modell ab, um selbst an den Telefonaten zu verdienen. Durch die Verwendung von Calling Cards oder Callback-Angebote wird es oft günstiger.

Ein Festnetztelefon.

Achtung: Zimmertelefone sind in vielen Hotels teurer als der örtliche Festnetzanschluss.
dpa

Um Callback-Angebote nutzen zu können, muss das Zimmer­telefon im Hotel unter einer spezifischen Durch­wahl zu erreichen sein. Ob sich Calling Cards benutzen lassen, muss dagegen an der Hotel­rezeption erfragt werden. Ein ganz normaler us-amerikanischer Festnetz­anschluss, beispielsweise in einer Ferien­wohnung, erlaubt sowohl die Verwendung von Calling Cards als auch von Tarifen mit dem Callback-Verfahren. Wer einen günstigen Festnetz­tarif für Gespräche von den USA nach Deutschland sucht, kann entweder vor Ort eine entsprechende Calling Card erwerben oder sich schon vorher mit Hilfe unseres Calling-Card-Rechners informieren.

Sind Sie der Meinung, wir haben einen wichtigen Tipp vergessen, dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@teltarif.de.

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