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03.11.2016 - 18:44
Landwirtschaft

Bauern fordern mehr Breitband­anschlüsse für Digitalisierung

Landwirtschaft wird deutlich digitaler

In der Telekommunikationsbranche wird der Fachbegriff FTTB (Fiber to the Building) oftmals spöttisch auch als Fiber to the Bauernhof bezeichnet. Oftmals geht damit die Einschränkung einher, dass ein flächendeckender Glasfaserausbau genau das nicht leisten kann: Den letztenBauernhof ans Breitbandnetz anzuschließen. Doch "Breitband in der Fläche ist das A und O", sagte Bernhard Krüsken, der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, jetzt in Berlin. Nach Erhebungen des Verbands hat nur jeder zwanzigste Betrieb einen Internetzugang mit mindestens 50 MBit/s. Die große Mehrheit liegt deutlich darunter.

Nach einer repräsentativen Umfrage für den Branchenverband Bitkom sehen aber zwei Drittel der Bauern Chancen in der Digitalisierung, 13 Prozent betonen die Risiken. Hoffnung machen sich die Bauern demnach auf weniger körperliche Arbeit, mehr Effizienz, Zeitersparnis und eine geringere Umweltbelastung. Vor allem die Datensicherheit wird aber in Frage gestellt. "Bauernhöfe sind digitaler aus Fabriken"

Auch Mähdrescher brauchen Breitband-Netze

Auch Mähdrescher brauchen Breitband-Netze
Foto: dpa

Gut jeder zweite Betrieb nutze digitale Anwendungen und verknüpfe sie miteinander, sagte Bernhard Rohleder, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Beispiele seien hoch technisierte Landmaschinen, Fütterungsautomaten, Roboter und Drohnen. Rohleder betonte: "Deutschlands Bauernhöfe sind digitaler als Deutschlands Fabriken."

Aus Sicht des Bauernverbands müssen Behörden aber Geodaten wie Luftbilder und Feldkarten sowie Wetterprognosen besser zugänglich machen. Strenge Genehmigungspflichten für Drohnen auf dem Land lehnen die Bauern ab.

Auch die kommenden 5G-Netze im Mobilfunk werden wohl in der Fläche zuletzt ausgerollt werden. Dabei wäre auch 5G in der Landwirtschaft notwendig. Die neuen Netze werden in der Lage sein, Maschinen autonom über Felder zu navigieren und Dünger und Pestizide mit Hilfe der entsprechenden Maschinen zentimetergenau und zielgerichtet auszubringen. Dazu werden jedoch die Infrastrukturen des 5G-Netzes, die niedrige Latenzzeiten bringen, auch in der Fläche benötigt. Das bedeutet, dass ein Ausbau von Mobile-Edge-Cloud-Servern auch in Landstrichen wie der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern notwendig ist und dort auch Glasfaserleitungen für die Anbindung der Sender sorgen müssen.. Doch wirtschaftlich kann das aufgrund der geringen Nutzerschaft kaum sein. Die neuesten Entwicklungen zu 5G und dem geplanten Start haben wir in dieser Woche für Sie zusammengestellt.

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Thorsten Neuhetzki mit Material von dpa

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