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12.01.2018 - 09:39
Sicherheit

Meltdown: IT-Experte warnt vor der ersten Malware

Betriebssystem-Updates sind jetzt wichtiger denn je

Für die schweren Sicherheits­probleme bei Computer­hardware weltweit kursieren nach Angaben eines IT-Experten bereits Schadcodes im Netz. "Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass wir in Kürze Malware sehen werden, die die Meltdown-Sicherheitslücke nutzt", sagte der IT-Experte Anders Fogh von G Data. Fogh hat mit seinen Arbeiten die Basis für die Entdeckung der Sicherheits­lücken Spectre und Meltdown gelegt. Es sei deshalb sehr wichtig, die verfügbaren Updates zu installieren. Je leistungs­fähiger ein Chip ist, desto wahrscheinlicher sei er von einem Angriff bedroht.

Spectre sei "deutlich komplizierter und nicht so einfach auszunutzen", sagte Fogh. Bis es Malware für diese Schwach­stelle geben wird, werde es deshalb "sicher etwas länger dauern". Beide Schwach­stellen wurden vergangene Woche veröffentlicht und gelten bereits jetzt als das schwer­wiegendste Sicherheits­problem in der Geschichte des Computers. Anders als herkömmliche Sicherheits­lücken liegt das Problem nicht in der Software oder dem Betriebs­system, sondern im Herzen eines jeden Computers, dem Prozessor. Ein besonderes Design, dass den Chip eigentlich schnell und leistungs­fähig machen soll, wurde nun als Ursache dafür erkannt. Update-Welle mit Hindernissen

Sicherheit bei Betriebssystemen

Updates gegen Meltdown und Spectre sind jetzt besonders wichtig
Bild: Juergen-Faelchle-fotolia.com, Montage: teltarif.de

In der Zwischenzeit haben alle gängigen Betriebs­systeme erste Updates erhalten, mit denen die Ausnutzung der entdeckten Sicherheits­lücken erschwert werden soll. Im Fall von Windows 10 und AMD-Prozessoren, die nur von Spectre betroffen sind, kann die Installation der Updates jedoch zu einem Bluescreen führen. Microsoft hat daher die Verteilung für AMD-basierende PC-Systeme bis auf weiteres gestoppt.

Auch diverse Linux-Distributionen haben für die verwendeten Mainline-Kernel entsprechende Updates erhalten. Apple verteilt ebenfalls seit kurzem für iOS und macOS entsprechende Updates. Einzig bei Geräten mit Android als Betriebs­system sind zeitnahe und vor allem breit angelegte Updates nicht zu erwarten. Selbst für die Browser Google Chrome und Mozilla Firefox gibt es erste entsprechende Updates.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, dass Intel die ganze Sache rund um Meltdown und Spectre versucht herunterzuspielen, statt angemessen aufzuklären.

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dpa /

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