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01.12.2019 - 17:18
Handystrahlung

Weg vom Ohr: So schützen Sie sich vor Handystrahlung

Mit diesen Tipps können Sie sich schützen

Am Ohr oder in der Tasche - das Smart­phone haben viele ständig in ihrer Nähe. Nun „strahlen“ diese Handys, sie müssen ja Signale senden (und empfangen). Welche unan­genehmen Folgen könnte diese „Strah­lung“ haben?

Man kann sie nicht sehen, nicht riechen, nicht spüren: Die Strah­lung im Mobil­funk. Das findet mancher beängs­tigend: Mehr als jeder Zweite (51,4 Prozent) macht sich Sorgen um die Strah­lung von Mobil­funk-Masten, fast ebenso viele (51 Prozent) über Handys und Tablets. Das zeigt eine vom Bundesamt für Strah­lenschutz (BfS) veröf­fent­lichte Umfrage.

Vor welchen Umweltgefahren fürchten sich die Menschen? Vor 11 Jahren war das Handy eher unter ferner liefen

Vor welchen Umweltgefahren fürchten sich die Menschen? Vor 11 Jahren war das Handy eher unter ferner liefen
Grafik: UBA / dpa

Kein Grund zur Sorge - Tipps für Besorgte Doch nach aktu­ellem Stand der Forschung besteht kaum Grund zur Sorge, wie die Stif­tung Waren­test dazu erklärt. Daran ändere auch der 5G-Ausbau nichts. Die Waren­tester hatten in ihrer Zeit­schrift "test" die Studi­enlage zu Mobil­funk und Gesund­heit gesichtet (Ausgabe 9/19).

Wer lieber „vorbeugen“ möchte, kann aber trotzdem einiges tun. Insbe­sondere für Kinder sind Schutz­maßnahmen dem BfS zufolge beson­ders wichtig, weil für sie erst vergleichs­weise wenige Studien zu mögli­chen gesund­heit­lichen Folgen vorliegen. Zu diesen Maßnahmen raten die Waren­tester:

Aller­dings kriti­sieren die Waren­tester, dass der SAR-Wert bei maxi­maler Sende­leis­tung ermit­telt wird - eine Leis­tung, die Handys in der Praxis kaum je erreichten. Daher sage der SAR-Wert über die tatsäch­liche Strah­lenbe­lastung im Alltag wenig aus. Kritiker sehen das anders Mobil­funk­kritiker wie die diagnose:funk werfen der Stif­tung Waren­test vor, zahl­reiche "kriti­sche" Studien, die nach ihrer Ansicht klar belegen würden, dass die Strah­lung "gefähr­lich" sein könnte, nicht Ernst zu nehmen.

Bei den Protesten gegen "5G" werden verschie­dene Kritik­punkte in einen Topf geworfen, die man trennen muss: Zum einen die Angst vor aller­höchsten Frequenzen, bei 26 GHz, 60 GHz oder noch höher, die "unsach­gemäß ange­wendet" viel­leicht zu Problemen führen könnten. Nur: Diese Frequenzen sind hier­zulande noch gar nicht im Einsatz, da sie noch nicht vergeben wurden. 5G sein lassen, bis ... ? Die Kritiker schlagen vor, erst einmal lange und ausführ­lich zu forschen und solange ein "5G-Mora­torium" einzu­führen, sprich gar nichts mit 5G aufzu­bauen oder einzu­schalten. Das dürfte absolut unrea­listisch sein.

Dann plädieren sie für "aner­kannte neutrale Experten", doch damit scheiden die aller­meisten Spezia­listen aus, da sie nach Ansicht der Mobil­funk­kritiker zu nah an Herstel­lern oder Netz­betrei­bern und damit "nicht neutral" wären.

Ein zweiter Kritik­punkt der 5G-Gegner hat mit der Strah­lung über­haupt nichts zu tun. Es ist die immer inten­siver werdende Vernet­zung unserer Welt, die daten­schutz­recht­liche Fragen aufruft. Wieviel wird die "Frei­heit" des Einzelnen durch die perma­nente Vernet­zung ("Always connected") beein­träch­tigt? Diese wich­tige Frage löst ein Mora­torium über­haupt nicht, weil Vernet­zung schon mit 2G oder anderen Tech­nolo­gien ("0G") statt­finden kann. Fehlender Sender können tödlich sein Dass fehlende Mobil­funk­sender auch tödliche Folgen haben können, wird von den Kriti­kern gerne unter­schlagen. Gerade erst kürz­lich berich­teten Medien von einem Verkehrs­unfall, wo zuerst eintref­fende Helfer keinen Notruf absetzen konnten, weil es an dieser Stelle kein ausrei­chendes oder über­haupt kein Netz nach. Wir werden diese Fälle in einem eigenen Artikel noch genauer beleuchten.

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mit Material von dpa

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