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20.06.2019 - 15:45
Kinderschutz

Bericht: YouTube erwägt nach Kritik Kinderschutzmaßnahmen

Änderungen für besseren Kinderschutz

Die in der Kritik stehende Google-Video­platt­form YouTube erwägt einem Zeitungs­bericht nach weit­reichende Ände­rungen für besseren Kinder­schutz. Die Unter­nehmens­führung disku­tiere darüber, alle Videos für Kinder in eine sepa­rate App auszu­lagern und so von mögli­cher­weise anstö­ßigen Inhalten zu trennen, schrieb das Wall Street Journal unter Beru­fung auf Insider. Zudem drängten manche Mitar­beiter darauf, dass bei Kinder­unter­haltung nicht mehr auto­matisch immer neue Videos nach­einander abge­spielt werden (Auto-Play). Verbrau­cher­schützer stören sich an Auto-Play

YouTube will Änderungen für besseren Kinderschutz vornehmen

YouTube will Änderungen für besseren Kinderschutz vornehmen
picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

YouTube steht wegen seines Umgangs mit Inhalten für Kinder schon länger in der Kritik. Verbrau­cher­schützer und andere Kritiker stören sich zum einen daran, dass durch die Auto-Play-Funk­tion immer wieder Inhalte vorge­schlagen werden, die für Kinder unpas­send sind. Außerdem werde das Nutzungs­verhalten der Kinder mit Trackern verfolgt.

Nach einem Bericht der Washington Post ermit­telt die Handels­behörde FTC deshalb wegen eines mögli­chen Verstoßes gegen das Kinder-Daten­schutz­gesetz COPPA (Children's Online Privacy Protec­tion Act). Das bereits 1998 verab­schie­dete Gesetz unter­sagt es, das Online-Nutzungs­verhalten von Kindern unter 13 Jahren aufzu­zeichnen oder für gezielte Werbe­schal­tungen auszu­werten. Insta­gram, Snap­chat und Fort­nite eben­falls problem­behaftet Einige der Probleme, die durch die YouTube-Unter­suchung aufge­zeigt wurden, plagen nach Einschät­zung der Verbrau­cher­schützer auch andere popu­läre Online-Dienste wie Insta­gram und Snap­chat oder Spiele-Platt­formen wie Fort­nite. Die Anbieter versu­chen, mit ihren Geschäfts­bedin­gungen Kinder unter 13 Jahren von der Nutzung auszu­schließen. Aller­dings wird dieses Verbot kaum kontrol­liert.

Das Unter­nehmen äußerte sich nicht klar zu den vom Wall Street Journal berich­teten Plänen. "Wir ziehen eine Menge Ideen in Betracht, um YouTube zu verbes­sern, einige bleiben jedoch ledig­lich Ideen", ließ sich eine Spre­cherin zitieren.

Dem Bericht nach zählt Kinder­unter­haltung zu den belieb­testen Programmen auf der Platt­form und erlöst dementspre­chend hohe Werbe­einnahmen. Googles Mutter Alphabet macht zum Geschäft von YouTube bislang kaum Angaben.

Laut einer Studie gehören YouTube und Insta­gram zu den wich­tigsten Nach­richten-Quellen der Jugend. Mehr dazu lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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dpa /

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