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30.03.2018 - 17:39
Privatsender

Was macht eigentlich Media Broadcast?

Ist mobiles IP-Radio out?

Die Ankündigung einer zukünftigen Radioübertragung über Mobilfunk sei ja schön, errege auch Aufmerksamkeit. Wer es heute schon ausprobieren wolle, es gäbe ja schon Apps für Mobilfunk.

Internetbasiertes Radio (IP-Radio) sei theoretisch gut, im heutigen Autoradio habe man je nach Region maximal 30 Konkurrenten, beim IP-Radio kämen auf einmal 140 000 Konkurrenten zum Hörer, damit werde es für die einzelnen Veranstalter extrem schwierig, noch „gefunden“ zu werden. Im Streit: UKW versus DAB+ Für viele private Radioveranstalter sei UKW-FM „so toll“, weil es keine freien Frequenzen und damit keinen Wettbewerb mehr gebe. Auf einen DAB+ „Kanal“ passen 16 Programme. UKW war und ist immer ein regionales Thema, mit DAB+ sind erstmalig bundesweite Angebote möglich.

Der DAB+ Sendernetzausbau der Media Broadcast in Deutschland (Stand 31.12.2017)

Der DAB+ Sendernetzausbau der Media Broadcast in Deutschland (Stand 31.12.2017)
Bild: Media Broadcast

Für den nationalen Multiplex betreibt Media Broadcast etwa 130 Standorte (für öffentlich-rechtliche und private Veranstalter). Media Broadcast hat sich erfolgreich für einen zweiten Bundesmultiplex für DAB+ beworben, Weitere Multiplexe wird es nicht geben, da die Anzahl der möglichen DAB+-Frequenzen damit dann auch erschöpft sei. Dabei tritt die Media Broadcast gemeinsam mit dem medienerfahrenen Verleger Müller aus Nürnberg als Programmveranstalter auf. Alle UKW-Antennen verkauft Wie berichtet, konnte Media Broadcast den UKW-Antennenverkauf im Jahre 2017 abschließen. Die Anlagen gingen an 30 Antennenbesitzer und vier Sendernetzbetreiber, was „mehr Wettbewerb“ bedeute. Breuer räumte ein, dass einige Rundfunkveranstalter wohl vergeblich gehofft hatten, dass die Antennen nicht verkauft werden könnten und am Ende der streng regulierte Zustand mit festen Preisen erhalten bliebe. Dahingegen hätten sich 50 Prozent der Radioveranstalter mit dem Thema intensiver beschäftigt und dann erfolgreich mit Media Broadcast geredet.

Breuer zog einen Vergleich aus dem Mobilfunk heran: E-Plus hatte 2000 Türme an die American Tower verkauft. Herstellungspreis eines Turmes mit Technik betrug 70 000 Euro, als Verkaufspreis wurden 120 000 Euro pro Turm eingenommen. Der Buchwert sei egal, entscheidend sei, wie viel man durch Vermietung erzielen könne. Bei den UKW-Anlagen sei es im Prinzip ähnlich. UKW-Funker: Preissteigerung um 10 Prozent verkraftbar Die Verbreitungskosten eines (UKW)-Radioprogramms lägen etwa bei 10 Prozent der Gesamtkosten eines Programmveranstalters. Breuer schätzt die Preissteigerung nach dem Verkauf auf 10 Prozent, was im Endeffekt eine Kostensteigerung von 10 auf 11 Prozent der Gesamtkosten bedeute. „Das sollte jeder Programmveranstalter verkraften können.“

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  2. Ist mobiles IP-Radio out?

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