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22.01.2019 - 10:18
Hörfunk

Trotz Spotify: Zahl der Internetradios in Deutschland steigt

UKW- und DAB+-Marken starten viele Subchannels

Trotz Strea­ming-Ange­boten wie Spotify und Co. haben die Deut­schen noch Lust, sich einfach nur von Musik berie­seln zu lassen, ohne dabei selbst Play­lists erstellen zu müssen. Dafür spricht: Die deut­schen Radio­sender haben im Jahr 2018 die Zahl ihrer "Online-Submarken" im Internet erneut ausge­baut. Laut einer exklu­siven Zählung durch das Portal "Radio­szene" Anfang Dezember 2018 waren es bereits 682 Inter­net­radio-Programme. Im Vergleich zum November 2017 sei das ein Plus von rund 16 Prozent (586 Ange­bote).

Es sind nur Ange­bote der deut­schen Programme erfasst, die über UKW oder DAB+ verbreitet werden, also keine reinen Inter­net­ra­dios. Deren Zahl liegt noch weit höher und steigt massiv dank Nutzer gene­rierter Portale wie laut.fm.

Zu den beson­ders aktiven Verbrei­tern von Subchan­nels zählen laut der Umfrage Radio ENERGY, RPR1., Radio BOB!, ANTENNE BAYERN, HITRADIO RT.1, Radio Regen­bogen, Sunshine Live oder FluxFM. Wie berichtet, hat auch RTL Radio Deutsch­land die Zahl seiner Webra­dios massiv um 45 Streams erhöht. Hohe "Lean-Back"-Nutzung

Die Zahl der Internetradios in Deutschland steigt

Die Zahl der Internetradios in Deutschland steigt
Foto: Michael Fuhr

Worin dieser außer­ge­wöhn­lich hohe Zuwachs an neuen Streams begründet sei, beschreibt Bern­hard Bahners, Geschäfts­führer beim Hamburger Webradio-Aggre­gator radio.de: "Auch wenn Musik­strea­ming den Nutzern den Zugriff auf einen scheinbar unend­li­chen Musik­ka­talog an Einzel­ti­teln bietet, ist das belieb­teste Nutzungs­sze­nario weiterhin eine 'Lean-Back'-Nutzung".

Die Play­listen seien die wich­tigste Anlauf­stelle für die meisten Dienste. Die Menschen wollten die passende Musik zu ihrer Stim­mung genießen und nicht nach jedem Song entscheiden müssen, was als Nächstes laufen soll. "Und Radio­ma­cher sind Profis im Erstellen von Play­listen. Daher ist es nur logisch, dass die Sender ihre Kern­kom­pe­tenzen auch jenseits der UKW-Wellen in Szene setzen und mit Subchan­nels das Angebot der Sender­marken im Netz weiter ausbauen", so Bahners.

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