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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 25.01.20
ADSL2+

ADSL2+: Surfen mit bis zu 16 MBit/s

Theoretisch wären sogar Bandbreiten von bis zu 25 MBit/s möglich

Inter­netan­schlüsse auf Basis von DSL sind heut­zutage in vielen Haus­halten Stan­dard. Die Technik teilt das vorhan­dene Frequenz­band in unter­schied­liche Kanäle für Sprach- und Daten­infor­mationen, zudem werden zuvor brach­liegende, höhere Frequenz­bereiche genutzt.

Eines der Mittel, den Daten­strom noch­mals zu beschleu­nigen, ist der zerti­fizierte ADSL-Nach­folge­stan­dard ADSL2+ (ITU-Normen G.992.5 und G.992.5 Annex L). DSL steht für "Digital Subscriber Line", das "A" für asyn­chron - denn diese am weitesten verbrei­tete DSL-Vari­ante erlaubt einen weitaus schnel­leren Daten­empfang als -versand. ADSL2+ basiert wie der Vorgänger-Stan­dard ADSL auf einer Doppel-Kupfer­ader, nutzt aber die Frequenz­bereiche von bis zu 0,14 MHz für den Upstream und bis zu 2,2 MHz für den Down­stream, während vorher nur Frequenzen bis 1,1 MHz genutzt wurden. Durch den größeren Frequenz­bereich können auf relativ kurze Entfer­nung höhere Band­breiten reali­siert werden. Während beispiels­weise mit ADSL auf kurze Entfer­nung Down­stream­raten von bis zu 8 MBit/s möglich sind, schafft die neuere Vari­ante ADSL2+ theo­retisch bis zu 25 MBit/s. Zudem soll sie weniger anfällig für störende Einflüsse auf das DSL-Signal sein. Aktu­elle ADSL2+-Ange­bote

ADSL2+: Surfen mit bis zu 16 MBit/s

ADSL2+: Surfen mit bis zu 16 MBit/s
Bild: teltarif.de

Solche Surf­geschwin­digkeiten werden in der Praxis aller­dings nicht erreicht. Die DSL-Anbieter setzen statt­dessen auf 16-MBit/s-Anschlüsse. Sie weisen die ADSL2+-Technik (wie auch die einfache Bezeich­nung ADSL) dabei in der Regel nicht aus - entspre­chende Anschlüsse werden einfach unter der Bezeich­nung DSL vermarktet.

Vor allem wenn die Nutzer Triple-Play-Dienste wie IPTV oder Video on Demand über den Breit­band-Zugang in ange­messener Qualität erhalten sollen, sind aber noch höhere Daten­über­tragungs­raten nötig - diese werden dann zum Beispiel mittels VDSL ermög­licht. VDSL-Anschlüsse, die bis zu 50 MBit/s oder mehr im Down­stream errei­chen, basieren aller­dings auf einer anderen Technik.

In puncto ADSL2+ zeigt sich: In Ballungs­zentren bieten die Provider eine erhöhte DSL-Band­breite, doch für das flache Land war ADSL2+ nie ein Hoff­nungs­träger. Denn je länger die Leitung ist, desto stärker wird die Signal­dämp­fung - bei ADSL2+ nicht entschei­dend weniger als bei herkömm­lichem DSL. Die Reich­weite von ADSL2+ beträgt etwa bis zu drei Kilo­meter. Ab einer Leitungs­länge von etwa sechs bis sieben Kilo­metern zwischen Haus­halt und Vermitt­lungs­stelle kommt auch das klas­sische, lang­samere DSL-Signal dann kaum noch beim Nutzer an.

Um Daten aus dem Internet mit bis zu 16 MBit/s empfangen zu können, müssen die Nutzer über die rich­tige Hard­ware verfügen - bei Neuan­schlüssen heute Stan­dard. Manchmal können auch ältere DSL-Modems oder -Router per Firm­ware-Upgrade auf die neuen Anfor­derungen einge­stellt werden. Möglich ist es auch, an einem ADSL2+-Anschluss ein herkömm­liches DSL-Modem bzw. an einem DSL-Anschluss ein ADSL2+-fähiges Modem anzu­schließen. In beiden Fällen steht dem Nutzer aller­dings nicht die volle Leis­tung zur Verfü­gung.

In einem sepa­raten Ratgeber zeigen wir auf, wie Sie vorgehen können, wenn der Provider Ihnen nicht die verspro­chene Geschwin­digkeit liefert.

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