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05.06.2019 - 00:01
Safety first

E-Mail-Anbieter GMX führt Zwei-Faktor-Authentifizierung ein

Heute gibt's mehr Schutz vor unerwünschtem Zugriff

Mail­anbieter GMX führt die sichere Anmel­dung mit zweitem Faktor (2FA) ein. Die rund 18 Millionen Nutzer können ihre Konten ab heute über einen zusätz­lichen Sicher­heits­code vor uner­wünschtem Zugriff schützen. Im Laufe des Monats Juni sollen auch die rund 15 Millionen Nutzer von Web.de den Zusatz­schutz erhalten.

Der Schutz durch 2FA lässt sich über die Konto­einstel­lungen unter "Mein Account" und "Sicher­heit" akti­vieren. Ein Einrich­tungs­assis­tent führt in einfa­chen Schritten zum Ziel. Dazu braucht man noch eine Möglich­keit, TOTP-Codes per Smart­phone zu empfangen.

Das geht etwa über Apps wie Google Authen­ticator, Micro­soft Authen­ticator oder Authy. Sind sie mit dem GMX-Konto verknüpft, empfangen sie alle 30 Sekunden einen sechs­stel­ligen Nummern­code. Er wird nach Eingabe des Pass­worts abge­fragt und soll Dritte von den eigenen Mails fern­halten - selbst wenn sie im Besitz des Pass­worts sind. Voraus­setzung: Mobil­nummer und Sicher­heits­schlüssel

GMX führt mit 2FA einen zusätzlichen Sicherheitscode ein

GMX führt mit 2FA einen zusätzlichen Sicherheitscode ein
picture alliance/Daniel Reinhardt/dpa

Damit Nutzer bei Verlust oder Defekt des Smart­phones nicht ausge­sperrt sind, fragt GMX bei der Einrich­tung der 2FA eine Mobil­nummer ab. Außerdem wird ein Sicher­heits­schlüssel zum Zurück­setzen der Sperre erstellt, den man auf Papier verwahren sollte. Wer GMX seinen korrekten Namen und die korrekte Post­anschrift mitteilt, kann notfalls auch auf dem Postweg wieder Zugriff auf seine Mails erhalten. Hierfür muss man sich gegen­über dem Kunden­dienst zwei­fels­frei als Konto­inhaber ausweisen.

Der Schutz von digi­talen Konten durch Zwei­faktor-Authen­tisie­rung wird von Sicher­heits­experten und -behörden wie dem Bundesamt für Sicher­heit in der Infor­mati­onstechnik (BSI) empfohlen. Auf diese Weise sind Konten auch dann geschützt, wenn Hacker etwa durch großen Daten­lecks in den Besitz von Zugangs­daten kommen.

Auch Einbrüche ins Konto durch Krimi­nelle oder rach­süch­tige Ex-Partner lassen sich so wirkungs­voll verhin­dern. Anbieter wie Apple, Google und Face­book bieten diese Möglich­keit bereits seit einiger Zeit.

Details wie der Account-Schutz genau funk­tioniert, lesen Sie in einer weiteren Meldung. Grund­sätz­liche Tipps für mehr Sicher­heit bei E-Mails lesen Sie in unserem ausführ­lichen Ratgeber.

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dpa /

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