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18.07.2019 - 15:35
Galileo

Panne behoben: Navigations-Sytem Galileo wieder online

Europäisches Navi-System ist wieder online

Seit letztem Freitag kämpft das euro­päische Satel­liten-Navi­gati­onssystem Galileo mit Funk­tions­störungen, die prak­tisch in einen Total­ausfall des Systems mündeten. Sams­tagabend teilte die zustän­dige euro­päische Satel­liten­agentur GSA in Prag mit, dass Galileo bis auf weiteres nicht mehr zur Verfü­gung stehe und die Satel­liten­signale nicht nutzbar seien. Ledig­lich ein Dienst zur Ortung von Menschen in Notlagen war noch online. Problem gefixt

Panne behoben: Galileo ist wieder online

Panne behoben: Galileo ist wieder online
Grafik: ESA

Doch nun scheint Besse­rung in Sicht. Wie GSA heute erklärte, seien die Services wieder herge­stellt. Kommer­zielle Nutzer könnten bereits wieder auf Navi­gations- und Zeit­gebungs­dienste zugreifen, auch wenn es immer noch zu klei­neren Problemen kommen könne.

Derzeit sind noch zwei der 26 Satel­liten außer Betrieb, zwei weitere sind im Test-Modus, die Signale sind nur für einen Test­betrieb geeignet. Über den aktu­ellen Status infor­miert das European GNSS Service Centre auf einer eigenen Webseite.

Als Grund für den Ausfall gab die GSA eine Gerä­testö­rung in den Galileo Kontroll­zentren im baye­rischen Ober­pfaf­fenhofen und im italie­nischen Fucino an. Die Störung habe mehrere Geräte betroffen, die Zeit­daten für die Berech­nung der Navi­gati­onssi­gnale bereit­stellen. Man arbeite rund um die Uhr, um die Probleme zu lösen und habe auch ein unab­hängiges Unter­suchungs­gremium einge­setzt, um die Ursa­chen des Vorfalls zu unter­suchen. Dabei geht es wohl auch um Redun­danz. Denn eigent­lich hätten die beiden Kontroll­zentren voll­kommen unab­hängig vonein­ander die Kontroll­aufgaben über­nehmen müssen. Aber das hat scheinbar in diesem Fall nicht funk­tioniert. Noch in der Erpro­bungs­phase Doch: Dass solche Probleme auftreten, ist nichts Unge­wöhn­liches. Das Galileo-System stellt seit Dezember 2016 seine Dienste bereit, befindet sich derzeit aber noch in einer soge­nannten Initi­alphase. In einer solchen Erpro­bungs­phase können durchaus immer wieder auch größere Ausfälle passieren.

Galileo ist als Gegen­stück zu GPS geplant worden, es soll Europa unab­hängig von Amerika machen. Doch die Verwirk­lichung des Projektes erwies sich als proble­matisch. Das System hätte eigent­lich schon 2008 in Betrieb gehen sollen. Jetzt soll der Endausbau bis Ende 2020 verwirk­licht werden. Bis dahin sollen Ariane-Raketen vier weitere Orbiter ins All bringen.

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