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26.02.2011 - 13:22
Geglückt

Diesmal erfolgreich: Weiterer GLONASS-Satellit im All

Russsisches Navigationssystem verfügt nun über 27 Satelliten

Im dritten Anlauf hat Russland heute einen weiteren Satelliten für sein Globales Navigationssystem GLONASS ("Globalnaja Nawigazionnaja Sputnikowaja Sistema") gestartet. Die Sojus-2-Rakete mit GLONASS-K an der Spitze sei um 04:07 Uhr deutscher Zeit vom nordrussischen Militärkosmodrom Plessezk aufgestiegen, teilte die Raumfahrtagentur Roskosmos mit. Die ersten beiden Startversuche mussten am Donnerstag und Freitag abgebrochen werden. Derzeit 22 GLONASS-Satelliten aktiv

Raketenstart

Start einer Proton-Trägerrakete vom russischen Kosmodrom Baikonur
Foto: NASA

Die genaue Ursache dafür wollte der Chef der Weltraumstreitkräfte, Generalleutnant Oleg Ostapenko, nicht nennen. Er sagte lediglich, das Problem habe eine "technische Komponente" gehabt. Betriebe "im ganzen Land" hätten an seiner Beseitigung gearbeitet. Mit dem neuen Start verfügt GLONASS nunmehr über 27 Satelliten. 22 davon waren per 25. Februar aktiv, die restlichen vier wurden gewartet.

Die Satelliten der jüngsten GLONASS-K-Generation aus dem Reschetnjow-Konzern in Shelesnogorsk wiegen 935 Kilogramm und haben eine Mindestfunktionsdauer von zehn Jahren. Zur endgültigen Fertigstellung des Systems, das eigentlich schon im Dezember global zur Verfügung stehen sollte, werden 24 aktive und 2 Reserve-Satelliten gebraucht.

Verlust von drei Satelliten im Dezember Beim Fehlstart einer schweren Proton-M-Rakete vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) waren im Dezember jedoch - vermutlich aufgrund eines überfüllten Sauerstoff-Tanks - drei Satelliten verloren gegangen, sodass die Weisung von Präsident Dmitri Mewedjew nicht erfüllt werden konnte. Daraufhin wurden mehrere Verantwortliche entlassen, darunter ein Roskosmos-Vize. Agenturchef Anatoli Perminow kam mit einer Rüge davon.

Mit GLONASS will sich Moskau vom amerikanischen GPS- und dem künftigen europäischen Galileo-System unabhängig machen. Die Satelliten umkreisen die Erde in rund 19 100 Kilometern Höhe auf drei verschiedenen Ebenen.

Marc Kessler mit Material von dapd

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