pda.teltarif.de
Meldung Tipps & Info Tarifrechner 23.07.19
Übersicht Messenger

Smartphone-Messenger: WhatsApp und die Alternativen

Andere Messenger bieten zum Teil mehr Privatsphäre

Messenger wurden früher über­wiegend als Instant-Messenger auf PC und Laptop genutzt, auf dem Handy gab es die SMS. Durch den Erfolg von WhatsApp und zahl­reichen anderen Messen­gern gibt es diese Auftei­lung heut­zutage nicht mehr. Die meisten Anwender kommu­nizieren heute über Smart­phone-Messenger, da das Smart­phone ohnehin der tägliche Begleiter im Alltag ist. Die Anbieter legen aber vermehrt Wert darauf, ihre Messenger auch über Laptop und Computer einfach benutzbar zu machen.

Übersicht: Die wichtigsten Messenger im Vergleich

Übersicht: Die wichtigsten Messenger im Vergleich
Foto: teltarif.de, Logos: Anbieter, Montage: teltarif.de

Viele Messenger sind mit einem beson­deren Dienst gestartet, haben aber inzwi­schen ihren Funk­tions­umfang erwei­tert: WhatsApp war zunächst bekannt für Status­meldungen und Text-Kommu­nika­tion mit Emojis, Skype war lange Zeit Markt­führer bei der welt­weiten und kosten­losen Video­tele­fonie übers Internet, Android Messages war ursprüng­lich nur die SMS-App von Android. Inzwi­schen haben die Anbieter den Funk­tions­umfang der Apps aber unter­einander ange­glichen und die Apps sind mehr als nur persön­liches Kommu­nikations­mittel.

Online-Medien und Verlage verbreiten aktu­elle Nach­richten per Messenger und Firmen bieten ihren Kunden­service über WhatsApp an. Dabei sitzt auf der Seite des Unter­nehmens gar nicht immer ein Mensch: Intel­ligent program­mierte Chat­bots, also Antwort-Roboter, geben vorge­fertigte Antworten und erlauben sogar Einkäufe. Der nächste Schritt wird sein, dass immer mehr Messenger-Anbieter eine Bezahl­funk­tion in ihre Messenger-Apps inte­grieren.

In unserer großen Vergleichs-Tabelle stellen wir Ihnen nicht nur die bekann­testen Messenger vor, sondern listen auf, auf welchen Platt­formen die jewei­ligen Dienste nutzbar sind und über welche Sicher­heits­funk­tionen sie verfügen. WhatsApp: Beliebt, aber nicht unan­gefochten WhatsApp hat als einer der ersten typi­schen Smart­phone-Messenger seit seinem Erscheinen 2009 eine unglaub­liche Erfolgs­geschichte geschrieben, und das, obwohl die App zu Beginn noch kosten­pflichtig war und in den ersten Jahren Sicher­heits- und Daten­schutz­bedenken eigent­lich gegen WhatsApp spra­chen. Doch WhatsApp war der Smart­phone-Messenger, der am einfachsten zu bedienen war, sich am schnellsten durch­setzte und darum bis heute welt­weit der Markt­führer bei den Nutzer­zahlen ist, auch in Deutsch­land.

Die Schwä­chen von WhatsApp führten zur Entwick­lung zahl­reicher sicherer Messenger, von denen Signal, Tele­gram, Threema und der Wire Messenger die wich­tigsten sind. WhatsApp reagierte und führte 2016 eine Ende-zu-Ende-Verschlüs­selung ein. Ein Kritik­punkt bleibt für viele Nutzer weiterhin der Server­standort in den USA sowie die starke Bindung an Face­book. Dass Mark Zucker­berg seit Jahren von einer gemein­samen Messenger-Platt­form für alle Face­book-eigenen Messenger-Dienste inklu­sive freiem Daten­austausch träumt, bereitet vielen Nutzern und Daten­schüt­zern weiterhin große Sorgen.

Zu erwähnen sind weiterhin die soge­nannten Meta­daten, also alle Daten, die neben dem reinen Nach­richten-Inhalt bei der Kommuni­kation anfallen. Durch sie weiß der Betreiber, wer mit wem wann kommu­niziert, und kann Nutzer eindeutig identi­fizieren. Auch Freundes­kreise und bevor­zugte Stand­orte lassen sich über die Meta­daten ermit­teln. Mit solchen Nutzer-Profilen verdienen Unter­nehmen Geld, denn sie lassen sich für personali­sierte Werbung einsetzen. Beliebte Messenger-Apps im Vergleich

Android
Messages
Face­book
Messenger
Google Hangouts iMes­sage (Apple) Signal Skype
(Micro­soft)
Snap­chat Tele­gram Threema WhatsApp Wire
Kosten  
Preis - - - - - - - - 1,99 -
3,49 1)
- -
Werbe­finan­ziert - x x x - x x - - x -
Zugang  
Mobil x x x x x x x x x x x
Desktop x x x x x x - x - x x
Web x x x - - x - x x x x
Apps  
Android x x x - x x x x x x x
iOS - x x x x x x x x x x
Windows 10 Mobile - x - - - x - x x x -
Black­berry - x - - - x - - - x -
Kommu­nika­tion  
Einzel-Chat x x x x x x x x x x x
Gruppen-Chat x x x x x x x x x x x
Sprach-Anruf x x x - x x x x x x x
Video-Anruf x x x - x x x - - x x
Daten­schutz  
Meta­daten-
Spei­cherung
x x x x - x x x - x x
Tele­fonnummer
erfor­derlich
x - - - x x 2) - x - x x 2)
Open-Source - - - - x - - x - - x
Ende-zu-Ende-
Verschlüs­selung
nein optional nein durch­gängig durch­gängig durch­gängig nein durch­gängig durch­gängig durch­gängig durch­gängig
Server-Standort US US, SWE US US US US US Welt­weit CH US EU
Features  
SMS senden x - x x x x - - - - -
Tele­fonnetz x - x - - x - - - - -
Multi-Device x x x x - x - x - - x
Post rück­gängig - - - - - x - x - x x
Sprach­nach­richten x x x x x x x x x x x
1) Preis vari­iert je nach Platt­form.
2) Alter­nativ kann auch eine E-Mail-Adresse für die Anmel­dung genutzt werden.
Eigenen Messenger-Dienst betreiben Wer sich mit den tech­nischen Details auskennt, kann auch einen eigenen Mesenger-Dienst aufsetzen und mit einem eigenen Server betreiben. In diesem Fall ist man der "eigene Herr" über alles, was in der gesamten Messenger-Instal­lation geschieht. Anschlie­ßend muss man dann nur noch den eigenen Freun­deskreis davon über­zeugen, auf den privaten Messenger umzu­steigen.

Bestre­bungen in dieser Rich­tung sind das Kommu­nika­tions­proto­koll Matrix und der hierfür bekann­teste Messenger-Client Riot. Weitere Initia­tiven sind das Exten­sible Messa­ging and Presence Protocol (XMPP), das seit 2004 stan­dardi­siert ist. Die XMPP Stan­dards Founda­tion betreibt eine Soft­ware-Liste mit Client- und Server-Anwen­dungen für selbst betrie­bene Messenger-Dienste.

Wer nicht alles selbst machen möchte, hat beispiels­weise die Möglich­keit, vorge­fertigte Messenger-Apps wie Signal, ChatSe­cure, Conver­sations, Wire Messenger oder Kontalk mit einem eigenen Server zu betreiben. Für die Einheit: Multi-Messenger Nach wie vor sind Messenger von kommer­ziellen Unter­nehmen prin­zipiell geschlos­sene Systeme, die Messenger-über­grei­fende Kommu­nika­tion ist nicht möglich. Nutzen zahl­reiche Freunde und Verwandte einen bestimmten Messenger, ist es nach wie vor notwendig, diesen Messenger herun­terzu­laden, zu instal­lieren und einen Account anzu­melden. Daher fordern auch Poli­tiker vermehrt eine Inter­opera­bilität der Messenger-Dienste. Multi-Messenger erlauben zwar mitt­lerweile, mehrere Messenger-Dienste in einer Ober­fläche zusammen­zu­führen. Aller­dings unter­stützen sie meist nur die Proto­kolle der schon älteren Instant-Messenger-Dienste, nicht aber neuere Smart­phone-Messenger. Immerhin muss muss der Anwender mit einem Multi-Messenger nicht zwin­gend verschie­dene Clients parallel instal­lieren und nutzen - auch wenn sich die Freunde und Bekannten über die verschie­denen Dienste verteilen.

Die meisten Instant-Messa­ging-Anbieter verbieten zwar den Zugriff via Fremd-Soft­ware, die Multi-Messenger-Anbieter setzen dies aber in ihrer Soft­ware trotzdem um. Dies ist den origi­nären Anbie­tern ein Dorn im Auge: Instant Messenger sind in aller Regel kostenlos nutzbar, und viele Anbieter leben über­wiegend von der Werbung, die natür­lich nur in ihren eigenen Anwen­dungen einge­blendet wird. Sie sind also wenig begeis­tert von der Idee, Konkurren­ten ihr Proto­koll zu öffnen. Entspre­chend müssen die Multi-Messenger-Anbieter das Proto­koll selbst "zerlegen", was gerade bei Proto­koll-Ände­rungen zu Problemen führen kann. Trotzdem funk­tioniert dies im Großen und Ganzen mit teils tempo­rären Einschrän­kungen recht gut. Ratgeber zu Messengern für Smartphone, Tablet und Computer

Meldungen zu Instant Messenger
1 220