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27.02.2018 - 10:29
MWC 2018

Ausprobiert: Neue Alcatel-Smartphones im Hands-On

Premium-Design meets 18:9-Display und Performance

Alcatel MWC 2018

Alcatel 5 mit dem unverkennbaren "Bezel-less Design"
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Gleich fünf neue Android-Smartphones hat Alcatel zum MWC 2018 nach Barcelona mitgebracht. Wir haben die Geräte einem ersten Hands-On unterzogen und festgestellt, dass der Hersteller mit französischen Wurzeln einiges zu bieten hat. Alcatel 5 Das neue Top-Modell des Unternehmens heißt Alcatel 5 und besticht durch ein erfrischend anderes "Bezel-less" Design, verpackt in einem Kunststoff­gehäuse, das aussieht wie gebürstetes Aluminium. Sieht nicht nur schick aus, es fühlt sich auch nach Premium-Smartphone an und liegt sehr sicher in der Hand. Enttäuschend ist, dass auf dem Gerät noch Android 7.0 Nougat installiert ist und nicht das erheblich aktuellere Android 8.0 Oreo. Das System reagierte sehr zügig, auch wenn Dutzende Apps, darunter das Spiel Asphalt 8, im Hintergrund aktiv waren. Hier scheint Alcatel hervorragende Arbeit bei der Optimierung geleistet zu haben. Das Display allgemein hinterlässt auch einen soliden Eindruck, wirkte vor Ort allerdings manchmal etwas dunkel, gerade im Vergleich mit aktuellen Oberklasse-Modellen auf ähnlichem Helligkeits­niveau.

32 GB internen Speicher bietet das Alcatel 5, wovon dem Nutzer noch knapp 23 GB zur freien Verfügung stehen. Angesichts der Konkurrenz aus China mit ähnlichen Preisen – das Alcatel 5 kostet 229 Euro – wo bereist 64 GB Standard und immer öfters sogar 128 GB an Speicher zu finden sind, etwas enttäuschend. Immerhin werden microSD-Speicherkarten mit bis zu 128 GB Kapazität unterstützt.

Das Designmerkmal "randlos" interpretiert Alcatel mit der 5er-Serie hingegen mal etwas anders. Statt seitlich und oben keinen Rand zu haben und das Kinn zu verdicken, ist die Stirn ein Wulst und das Kinn schmal wie die seitlichen Ränder. Sieht schick aus und könnte gut und gerne mit den Aquos-X-Modellen von Sharp verglichen werden, nur eben auf den Kopf gestellt. Dafür macht das Alcatel 5 keine Kompromisse bei der Frontkamera: Zwei Sensoren mit 13 und 5 Megapixel, schnelles Auslösen, akzeptabler Autofokus und für den ersten kurzen Blick eine für die Preis­klasse durchaus gute Bild­qualität, die auch bei Details nicht zu einem zu starken Pixelmatsch neigt.

Alcatel MWC 2018

Alcatel 5
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Zusätzlich erfolgt darüber mit Face Key das Entsperren per Gesichts­erkennung. Bei den Versuchen von teltarif.de klappte das eher suboptimal: Einerseits muss das Gesicht in verschiedenen Positionen zwar antrainiert werden, funktioniert aber gefühlt nur bei jedem zweiten Versuch einigermaßen. Eventuell liegt es auch am Vorführ-Gerät, dass muss letztendlich ein ausführlicher Test zeigen. Alternativ kann das Alcatel 5 per Fingerabdruck entsperrt werden, was dafür wiederum recht zügig klappte. Alcatel 3

Alcatel MWC 2018

Alcatel 3V
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Mit gleich drei Modellvarianten wird das Alcatel 3 im gehobenen Einsteiger­bereich positioniert. Neben dem 18:9-Display dominiert das Glasdesign des Gehäuses mit seiner 2.5D-Formgebung und dem Aluminium­rahmen das Erscheinungsbild. Leider sammeln sich sehr schnell Fingerabdrücke in Massen auf der Rückseite, was ein ständiges Putzen oder die Verwendung einer Hülle erforderlich macht, sollte man sich daran stören. Außerdem ist das Gerät durch die Glas­rückseite sehr rutschanfällig.

Als Topmodell der 3er-Serie fungiert das Alcatel 3V, welches mit einem 6-Zoll-Display glänzt und größer klingt, als es tatsächlich ist. Denn durch das schmale Design liegt es noch immer relativ gut in der Hand. Nur das Erreichen aller Inhalte mit dem Daumen erfordert manchmal ordentliches Strecken. Erfreulich scharf ist die Darstellung des Panels: Sie wirkt jederzeit ausreichend scharf, ohne dabei in leichte Verfransungen abzufallen.

Alcatel MWC 2018

Alcatel 3V
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Insgesamt reagiert das System sehr flott und ohne Verzögerungen. Selbst Fotos werden zügig aufgenommen, was bei preiswerten Smartphones nicht immer so ist. Weniger schnell sowie zuverlässig ist Face Key, was schon beim Alcatel 5 ein kleines Problem darstellt. Vielleicht liegt es auch nur am Vorserien­status der Firmware und mit ein paar Updates wird die Schnelligkeit deutlich verbessert. Erfreulich ist, dass die 3er-Serie – im Gegensatz zum neuen Top-Modell – mit Android 8.0 Oreo vorinstalliert ausgeliefert wird. Abzuwarten bleibt die Update-Versorgung, mit der Alcatel in der Vergangenheit nicht unbedingt glänzte. Alcatel 1

Alcatel MWC 2018

Alcatel 1X
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Als absolute Einsteiger-Geräte wird die 1er Serie positioniert, bestehend aus den Modellen Alcatel 1X und Alcatel 1C, wovon das 1X das erste Smartphone mit Android Go darstellt. Entsprechend aktuell ist die Software – Android 8.1 Oreo – und trotz der schwachen Hardware auch erfreulich performant, auch wenn hier und da kleine Verzögerungen bemerkbar sind. Auf dem Alcatel 1X machen sich Googles Bemühungen der gezielten Optimierung ein bisschen bemerkbar, insbesondere im Speicher­verbrauch. Das Alcatel 1C als baugleiches Modell kommt hingegen noch mit Android 7.0 Nougat in den Handel. Dies merkt man vor allem in der erlebten Performance im direkten Vergleich.

Alcatel MWC 2018

Alcatel 1X
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Nicht unbedingt überzeugen kann die Haptik der beiden Smartphones: Trotz mattierter Optik wirkt das Kunststoff­gehäuse etwas billig, liegt aber wiederum einigermaßen gut und sicher in der Hand. Highlight, insbesondere für das Preisschild von 100 Euro, ist das 18:9-Display. Bei manchen Modellvarianten des Alcatel 1C gibt es sogar einen Fingerabdruck­sensor auf der Rückseite, der etwas behäbig aber einigermaßen zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Bei diesem Preis lassen sich halt gewisse Kompromisse nicht vermeiden.

Insbesondere das Display wirkt mit der VGA-Auflösung bei 5,3 Zoll in der Diagonale mit ihren 480 mal 960 Pixel grob, die Farb­wiedergabe etwas blass und kraftlos. Auch der Helligkeits­umfang lässt das hochpreis­verwöhnte Auge bluten, womit wieder die Kompromisse zur Erklärung kommen. Bei der Kamera machen sich die interpolierten 8 Megapixel mit sichtbarem Bildrauschen und entsprechend geringer Scharf­zeichnung bei Details bemerkbar.

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