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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 28.03.20
Akku-Ratgeber

Lithium-Ionen: Die Technik hinter Handy-Akkus

Nur bei richtiger Pflege arbeiten Akkus zuverlässig

Je nach Gerä­tetyp kümmern sich Handy-Besitzer mehr oder weniger um die Ener­giever­sorgung ihrer Mobil­tele­fone. Während einfache Modelle mit wenig Funk­tionen durchaus auch mal wochen­lang ohne Steck­dose auskommen, reicht bei vielen Smart­phones die Akku-Lauf­zeit gerade einmal für ein bis zwei Tage. Der Grund dafür sind immer größere Touch­screens, leis­tungs­stär­kere Prozes­soren, zahl­reiche Sensoren und konti­nuier­liche draht­lose Daten­über­tragungen - dafür wird viel Energie benö­tigt.

Heut­zutage kommen im Handy quasi ausschließ­lich Lithium-Ionen-Akkus (auch kurz Li-Ion) zum Einsatz. In sehr alten Handys sowie in Schnurlos-Tele­fonen finden sich hingegen teil­weise noch Nickel-Metall­hydrid-Akkus (Ni-MH). Im Folgenden erfahren Sie die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus.

Akku-Pflege: So halten Handy-Akkus länger durch

Akku-Pflege: So halten Handy-Akkus länger durch
Fotos: teltarif.de/alexlmx - fotolia.com, Montage: teltarif.de

Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus Bei Lithium-Ionen-Akkus kommt es zu einem Austausch von Elek­tronen zwischen den Elek­troden - dadurch wird Energie erzeugt. Das Elek­trolyt besteht aus Lithium-Salz.

Die großen Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus gegen­über anderen Tech­niken: Ihre Inhalts­stoffe sind nicht toxisch und ein Memory-Effekt ist prak­tisch nicht vorhanden. Das Nach­laden des Energie­speichers kann also unab­hängig vom Kapazitäts­zustand erfolgen. Bei älteren Handy-Modellen kann es passieren, dass sich die Lebens­dauer der Lithium-Ionen-Akkus durch eine Tief­entla­dung, das heißt eine so gut wie voll­stän­dige Entla­dung, verkürzt. Heut­zutage schützt davor jedoch die inte­grierte Lade-Elek­tronik und das Handy schaltet sich recht­zeitig von selbst aus. Unge­nutzte Lithium-Ionen-Akkus lagert der Nutzer am besten bei einem Lade­zustand von 30 bis 60 Prozent - dieser Bereich ermög­licht die längste Lebens­dauer für den Akku. Zudem sollten die Akkus kühl, aber nicht zu kalt, aufbe­wahrt werden - eine Lager­tempe­ratur von etwa 10 bis 15 Grad Celsius ist ideal. Ausge­diente Akkus gehören nicht in den Müll Doch auch Lithium-basierte Typen haben ihre Grenzen: Bedingt durch Oxida­tions­prozesse und Korro­sion halten sie in der Regel nicht länger als drei Jahre. So über­stehen die Lithium-Ion-Akkus bei sach­gerechtem Umgang etwa 1000 Lade­zyklen schadlos. Dann lässt aber auch der sorg­samst gepflegte Akku nach. In der Folge muss sich der Handy-Besitzer irgend­wann neuen Energie­speicher kaufen. Dabei muss er nicht unbe­dingt auf ein Modell des Original-Herstel­lers zurück­greifen, sondern kann auch Ersatz­akkus von Dritt-Herstel­lern wählen, die im Zube­hörhandel für die gängigen Handy-Modelle erhält­lich sind. Handy-Hersteller warnen die Kunden aber aus Sicherheits­gründen davor, andere als ihre Origi­nalakkus zu verwenden.

Da nahezu alle Batte­rien und Akkus umwelt­gefähr­dende Stoffe enthalten, dürfen sie nicht in die Umwelt gelangen. Ausran­gierte oder nicht mehr funktions­fähige Handy- oder Laptop-Akkus gehören deshalb nicht in den Haus­müll. Verbrau­cher können Akkus und Batte­rien kostenlos entsorgen: in Super­märkten stehen dafür spezi­elle Sammel­boxen bereit. Alter­nativ können die Schad­stoff-Sammel­stellen der Abfall­ent­sorgungs­betriebe genutzt werden. Mehr zur Entsor­gung alter Akkus und Elek­tronik lesen Sie in unserem Ratgeber. Akku-Lebens­zeit erhöhen Die rich­tige Pflege und fach­gerechte Lage­rung der Handy-Akkus können deren Lebens­zyklus deut­lich erhöhen. Auf unserer Akku-Pflege-Seite erfahren Sie mehr zum Umgang mit Akkus. Außerdem prüfen wir die Akku­lauf­zeit verschie­dener Smart­phones regel­mäßig im Rahmen der Handy-Tests von teltarif.de. Aus den Ergeb­nissen unserer Messungen können wir die Smart­phones mit der längsten Akku­lauf­zeit ermit­teln. Die stets aktu­elle Liste finden Sie in unserer Top 10 der Akku-Sieger. Akku-Ratgeber

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