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04.12.2018 - 18:58
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Nokia 5.1 Plus: Mittelklasse-Smartphone im Kurztest

Zuverlässiges Handy für rund 250 Euro

Inhaltsverzeichnis:

  1. Nokia 5.1 Plus im Test: Verarbeitung und Leistung
  2. Telefonie, Sound, Software und Kamera

Das Nokia 5.1 Plus ist ein Mittelklasse-Smartphone - nicht mehr und nicht weniger. Es ist in den Farben Schwarz, Weiß und Blau zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 249 Euro erhältlich ist. Im Test lesen Sie, was das Smartphone leistet. Design, Verarbeitung und Display

Kein Schnickschnack: Android One basierend auf Android Oreo ist vorinstalliert. Pie soll folgen.

Kein Schnickschnack: Android One basierend auf Android Oreo ist vorinstalliert. Pie soll folgen.
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Das Design des Nokia 5.1 Plus ist nichts Außergewöhnliches. Wer dennoch etwas Besonderes daran finden möchte, wird feststellen, dass es nicht wie viele andere Smartphones 2018 - egal ob Einstiegs-, Mittel- oder Oberklasse - über eine Displayeinkerbung (Notch) verfügt. Mit den Maßen 149,5 mm x 72,0 mm x 8,1 mm liegt es gut in der Hand und mit 160 Gramm ist es auch angenehm leicht und zudem tadellos verarbeitet. Kritikpunkt: Durch die Anfälligkeit von Fingerabdruckdrücken auf der Rückseite wird es durch die fettigen Areale schnell rutschig. Auch wenn es die schöne Optik zunichte macht, wird eine Schutzhülle empfohlen.

Das Display misst 5,8 Zoll (14,7 cm) und löst in Full HD+ (1520 x 720 Pixel) bei einer Pixeldichte von 287 ppi auf. Für den alltäglichen Einsatz ist das ausreichend. Die in unserem Testverfahren gemessene Displayhelligkeit liegt bei 356 cd/m². Das Display könnte etwas heller sein, gerade in lichtstarken Umgebungen, grundsätzlich ist das aber kein schlechter Wert für die Preisklasse. Im Vergleich: Selbst das OnePlus 6T kommt "nur" auf 443 cd/m².

Die Blickwinkelstabilität des Nokia 5.1 Plus ist in Ordnung.

Die Blickwinkelstabilität des Nokia 5.1 Plus ist in Ordnung.
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Durch die recht breiten Ränder oben und unten wird der Eindruck, der von 5,8 Zoll erwartet wird, in der Praxis etwas getrübt. Besonders im unteren Bereich liegt das an dem dicken Rand, in dem der Nokia-Schriftzug eingebettet ist. Hinzu kommen die virtuellen Funktionstasten, wie Home-Button, Zurücktaste und die Multitask-Taste. Auf dem Startbildschirm ist das nicht dramatisch, weil es keinen Hintergrund gibt, sobald aber Apps geöffnet werden, werden die Tasten mit einem hellen Balken hinterlegt, sodass die nutzbare Fläche des Displays schrumpft. Bei der Benutzung von Apps im Vollbildmodus, wie zum Beispiel beim Videoschauen auf YouTube, werden die Funktionstasten automatisch ausgeblendet. Leistung, Speicher, Akku Angetrieben wird das Nokia 5.1 Plus von dem Achtkern-Prozessor Helio P60 aus dem Hause MediaTek mit 8 x 1,8 GHz. Hinzu gesellen sich 3 GB Arbeitsspeicher und 32 GB interne Speicherkapazität. Der interne Speicher klingt nicht mehr ganz zeitgemäß, angesichts vorhandener Erweiterungsmöglichkeit um bis zu 400 GB ist das aber für den alltäglichen Gebrauch verkraftbar.

Surfen, Apps öffnen und durch das Menü scrollen, stellt das Nokia 5.1 Plus vor keine unüberwindbare Herausforderung. Mikroruckler beim Scrollen von Webseiten mit viel Bildmaterial waren im Test aber nicht zu übersehen.

Das Nokia 5.1 Plus verfügt über einen USB-Typ-C-Anschluss.

Das Nokia 5.1 Plus verfügt über einen USB-Typ-C-Anschluss.
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Bei aufwendigen Anwendungen wie Spielen kann das Nokia 5.1 Plus aber teilweise mithalten. Wir probierten PUBG Mobile und Asphalt 9: Legends aus. Die vordefinierte Grafikeinstellung bei PUBG Mobile war auf Mittel gesetzt. Das Online-Spiel ist absolut spielbar und lief flüssig. In einem Test-Match (etwa 10 Minuten) tauchten keine nennenswerte Bildruckler auf. Eine Testrunde von Asphalt 9: Legends war akzeptabel. Ganz flüssig lief es aber nicht, entfernte Objekte werden auch leicht verpixelt dargestellt.

Die Akkukapazität beträgt 3060 mAh. In unserem Testverfahren hielt der Energiespeicher rund 5 Stunden durch. Das ist nicht wirklich berauschend. Selbst durchschnittliche Nutzer sollten sich je nach Situation darauf einstellen, das Ladekabel oder eine Powerbank parat zu haben. Konnektivität und Sensoren WLAN-ac und die Frequenzen 2.4 GHz und 5 GHz sowie Bluetooth 4.2 werden unterstützt. Was leider jedoch fehlt, ist NFC-Support. Das Nokia 5.1 Plus verfügt über eine Dual-SIM-Funktion. Statt einer zweiten Nano-SIM-Karte lässt sich aber eine MicroSD-Karte einlegen. Schön ist ein USB-Typ-C-Anschluss, allerdings "nur" 2.1.

Bei höherpreisigen Smartphones ist ein 3,5-mm-Klinkenanschluss beinahe schon eine nostalgische Anlehnung an die Vergangenheit. Im unteren und Mittelklasse-Bereich ist der Kopfhörer-Stecker allerdings noch Standard. Letztlich ist es Geschmackssache: Für die einen ist es nach wie vor ein liebgewonnenes Feature, um Kabelkopfhörer zu verwenden, den anderen ist es schlichtweg egal, weil sie ausschließlich auf drahtlose Konnektivität wie Bluetooth setzen. Im Prinzip kann das Nokia 5.1 Plus dank vorhandener Klinke beides.

Über eine Gesichtserkennung als Entsperrmethode für das Display verfügt das Nokia 5.1 Plus nicht. Dafür aber über einen zuverlässigen und schnellen Fingerabdrucksensor. Die Einrichtung klappte schnell und problemlos. Platziert ist das optische Modul rückseitig unterhalb der mittig integrierten Dualkamera. Die Position ist gut, oft sind die Sensoren ein wenig zu hoch angebracht. Einziges Manko: Der Fingerabdrucksensor ist so dezent flach mit dem Gehäuse verschmolzen, dass er nicht selten erstmal ertastet werden muss. Das ist ungewöhnlich. Meistens sind die Sensoren ins Gehäuse merklich tiefer eingekerbt, sodass der Finger automatisch in der richtigen Position landet.

Abbrüche bei der WLAN-Verbindung oder im mobilen Netz (im Test: Telekom) gab es während des Tests nicht. Die Verbindungen waren stets stabil.

Telefonie, Sound, Software und Kamera

Die Gesprächsqualität bei Telefonaten könnte etwas besser sein. Wir hatten zwar keine Probleme das Gegenüber zu verstehen (umgekehrt auch nicht), aber der Klang war leicht unklar, besonders in höherer Lautstärke. In verkehrsreichen Gegenden könnte die Gesamtlautstärke unter Umständen etwas zu leise sein. Bei der Verwendung des Lautsprechers zeigen sich die gleichen Symptome einer etwas unklaren Gesprächsqualität.

Der Sound beim Streamen von (Musik)-Videos war akzeptabel. Für Radiohören ohne externen Lautsprecher reicht die Qualität durchaus aus. Betriebssystem und Software Als Betriebssystem läuft Android Oreo in der abgespeckten Version Android One. Ein Update auf Android Pie ist aber bereits angekündigt worden, allerdings ohne konkretes Datum. Die Menge der vorinstallierten Apps hält sich in Grenzen und ist als positiv zu bewerten. Kamera und Testbilder

Der Fingerabdrucksensor ist nur minimal in das Gehäuse integriert.

Der Fingerabdrucksensor ist nur minimal in das Gehäuse integriert.
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Auf der Gehäuserückseite befindet sich eine Dualkamera aus einem 13- und einem 5-Megapixel-Sensor (Blende: f/2.0). Die Selfiekamera hat einen 8-Megapixel-Sensor (Blende: f/2.2). Die Hauptkamera schaut nur leicht aus dem Gehäuse heraus.

Unter guten Lichtverhältnissen liefert die Kamera ein überraschend gutes Ergebnis ab. Das ist für das Mittelklasse-Segment nicht selbstverständlich. Insbesondere die Farben der Test-Rose sind kräftig und natürlich. Um die Blütenblätter herum ist nur vereinzelt ein leichter, schwarzer Rand zu sehen. Das sieht nicht selten sogar in der High-End-Klasse anders aus. Auffällig sind auch die Blütenstengel. Diese lassen sich beim Heranzoomen sehr gut voneinander differenzieren. Die Blätter zeigen ihr natürliches Grün. Beim Heranzoomen wird die Darstellung etwas unscharf. Das ist aber nicht dramatisch und - wenn überhaupt - Kritik auf hohem Niveau. Die grobe Körnung der weißen Hintergrundtapete ist sehr gut zu erkennen und nicht zu weich gezeichnet. Auch die einzelnen Ecken sind sehr gut ausgeleuchtet und die Körnung verliert nur wenig von ihrer Struktur.

Zwei Optionen: Entweder zwei Nano-SIM-Karten eine Nano-SIM-Karte und eine MicroSD-Karte.

Zwei Optionen: Entweder zwei Nano-SIM-Karten eine Nano-SIM-Karte und eine MicroSD-Karte.
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Die einzelnen Farbquadrate verlieren beim Heranzoomen etwas von ihrer Farbfülle. Das gelbe und violette Quadrat sind ein wenig zu knallig dargestellt. Insgesamt zeigen die Ränder einen leichten, schwarzen Rahmen. Das ist aber noch akzeptabel.

Verschlechtern sich die Lichtbedingungen, sinkt auch rapide das Ergebnis der Bildqualität. Das Bild ist unscharf, Details sind gar nicht mehr zu erkennen. Die Farben der Quadrate lassen sich bis auf die hellen, wie das gelbe, nur noch erahnen. Haupt-Kamera

Bei Betrachtung der Bildergebnisse der Selfie-Kamera zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der Hauptkamera. Bei guten Lichtverhältnissen kann die Selfiekamera mit einer natürlichen Darstellung punkten. Das gilt für die braunen Haare und die Farben des bunten Halstuchs. Die Gesichtsfarbe sieht ebenfalls schön natürlich aus. Der Großteil des körnigen Hintergrunds ist allerdings zu weich gezeichnet.

Das Ergebnis bei schlechten Lichtverhältnissen ist schlicht unterirdisch. Es lässt sich gerade noch ein leicht angestrahltes Gesicht erkennen, insgesamt ist die Darstellung aber sehr unscharf und viel zu dunkel. Selfie-Kamera

Fazit Das Nokia 5.1 Plus ist ein Mittelklasse-Smartphone, das sehr gut verarbeitet ist und für alltägliche Anwendungen problemlos funktioniert. Aber auch für das ein oder andere aufwendige Spiel ist es durchaus nicht ungeeignet und tut seinen Dienst. Beeindruckend ist die Fotoqualität der Hauptkamera bei ausreichenden Lichtverhältnissen in der Preisklasse von rund 250 Euro nach unverbindlicher Preisempfehlung. Bei Dunkelheit allerdings kommen die Schwächen des Kamerasystems zutage. Das gilt auch für die Selfiekamera bei ähnlichen Lichtverhältnissen. Als positiv zu erwähnen, ist die gute Geschwindigkeit des Fingerabdrucksensors. Negativ hingegen ist die etwas mangelnde Gesprächsqualität und die geringe Akkulaufzeit.

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  1. Nokia 5.1 Plus im Test: Verarbeitung und Leistung
  2. Telefonie, Sound, Software und Kamera

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