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29.10.2018 - 17:14
OnePlus 6T

OnePlus 6T: Nachfolger des OnePlus 6 im Test (mit Video)

Prozessorleistung, In-Display-Fingersensor und Kamera

Dank der wiederholten Wahl des aktuellen Snapdragon 845 liefert auch das OnePlus 6T eine beeindruckende Gesamtperformance ab. Hier ruckelt nichts - weder beim Scrollen auf Webseiten mit viel Bildmaterial, beim Öffnen von Apps, on- wie offline, noch bei grafisch anspruchsvollen Spielen wie Asphalt 9: Legends oder PUBG Mobile. Das Handling beim Zocken klappte hervorragend, die Darstellungen waren im Test brillant. Für den reibungslosen Ablauf sorgt auch das schnelle OxygenOS gepaart mit Googles aktuellem Betriebssystem Android 9 Pie. Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung Die größte Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist nicht nur die andere Platzierung des Fingerabdrucksensors, sondern auch die Technik dahinter. Beim OnePlus 6T befindet sich die Entsperrmethode nicht mehr als physisch sichtbares Modul auf der Gehäuserückseite unter der Hauptkamera, sondern unsichtbar unter dem Display auf der Vorderseite. OnePlus gibt an, dass die Entsperrung damit etwas langsamer funktioniert. Da Nutzer in der Praxis wohl kaum zum Vergleich das OnePlus 6 ständig daneben liegen haben, fällt das nicht weiter auf.

Der Scann des Fingers wird durch eine unter dem Display integrierte Kamera, einen optischen Sensor, ermöglicht. Dieses Modul ist auch dafür verantwortlich, dass OnePlus aus Platzgründen auf einen 3,5 mm-Klinkenanschluss verzichtet hat. Im Lieferumfang ist aber ein USB-Typ-C-zu-Klinke-Adapter enthalten.

Der Fingerabdrucksensor mit grüner Erkennungsfarbe in Aktion.

Der Fingerabdrucksensor mit grüner Erkennungsfarbe in Aktion.
Foto: teltarif.de

Zur Entsperrung wird ein grünes Symbol auf dem Display angezeigt, sodass Nutzer nicht erst den korrekte Ort suchen müssen, um den Finger aufzulegen. Es muss auch nicht erst auf den Homebutton gedrückt werden, um anschließend den Daumen zum Entsperren auf das Display zu legen. Es reicht, das OnePlus 6T leicht anzuheben oder auf das Display zu tippen, um das Inaktivitätsdisplay zu aktivieren (falls in den Einstellungen aktiviert). Dann erscheint neben Uhrzeit und Nachrichtensymbolen auch der grüne Punkt, auf dem zum Beispiel der Daumen aufgelegt werden muss. Das ist sehr praktisch.

Die grüne Farbe, mit der der Sensor arbeitet, ist übrigens kein Zufall. Laut Herstellerangaben ist das ein Resultat einer Forschung, die darauf abzielte herauszufinden, welche Farbe am besten den Fingerabdruck lokalisieren kann.

Das OnePlus 6T lässt sich auch per Gesichtserkennung entsperren. Die Einrichtung klappte sehr schnell. Das gilt auch für die Entsperrung mit der Methode selbst. Nach dem Druck auf den Home-Button, erscheint beinahe simultan der entlockte Home-Screen - auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sound, Empfang und Telefonie Das Sound-Modul des OnePlus 6T ist sehr kräftig und klar, was sich positiv beim Musikhören und Video-Streaming auswirkt. Sowohl im WLAN als auch im mobilen Netz war im Test die Verbindungsqualität sehr gut. Die Empfangsqualität bei Telefonaten sowie die Lautstärke war ebenfalls gut. Telefonate über den Lautsprecher könnten aber etwas besser sein. Hier rauschte die Stimme des Gesprächspartners ein wenig und verzerrte sich etwas, sobald die Geräuschübermittlung lauter wurde (zum Beispiel beim Lachen). Softwareanpassungen OnePlus hat die Implementierung künstlicher Intelligenz und Softwareanpassungen an verschiedenen Stellen vorgenommen. So gibt der Hersteller an, mit einem Fotografen zusammengearbeitet zu haben, um für bessere Portrait-Fotografie optimal Licht nutzen zu können. Ein Night-Shape-Mode soll die Aufnahmen in dunkleren Lichtumgebungen, zum Beispiel einer nächtlichen Skyline, liefern (s. Testbilder).

USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill.

USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill.
Foto: teltarif.de

Der Gaming-Mode soll Spielern zugute kommen. So werden Benachrichtigungen geblockt. Zusätzlich soll ein Smart-Boost dazu dienen, dass große Apps, wie eben aufwendige Spiele, erkannt werden und um bis zu 20 Prozent schneller geladen werden können. Nach dem Praxis-Test lässt sich behaupten, ja, Spiele-Apps starten durchaus schnell, aber ob das an einem besonderen Modus liegen mag, konnten wir nicht genau feststellen. Testbilder Wie immer haben wir uns im Rahmen unseres Testverfahrens auf die automatischen Kameraeinstellungen beschränkt und eine mögliche Aufwertung der Bildergebnisse durch spezielle künstliche Intelligenz nicht in das Resultat einbezogen.

Die Kamera des OnePlus 6T hat wie oben bereits erwähnt die gleichen technischen Merkmale wie das System des OnePlus 6. Dementsprechend sind auch ähnliche Resultate zu erwarten. Im direkten Vergleich werden allerdings auch ein paar kleine Unterschiede sichtbar. Die Hauptkamera des OnePlus 6T liefert bei guten Lichtverhältnissen ein gutes Ergebnis ab. Die Farbquadrate sind deutlich voneinander zu differenzieren und kräftig dargestellt. Beim Heranzoomen wird aber auch ein leichter schwarzer Rahmen genau wie beim 6er sichtbar. Die Test-Rose sieht nach wie vor sehr gut aus. Die roten Blüten sind kräftig - vereinzelt aber auch mit schwarzem Schatten an den Rändern - und die Blütenstengel sind differenziert dargestellt und somit einzeln gut erkennbar. Auch die grünen Blätter und der Stengel sind in Ordnung, könnten aber genau wie beim OnePlus 6 einen Tacken heller sein. Die körnige Struktur der weißen Hintergrundtapete ist gut zu erkennen und nicht zu weich gezeichnet. Das OnePlus 6T liefert aber das bessere Ergebnis ab, weil die Gesamtdarstellung des Bildes heller ist.

Die Kamera ist jetzt weiter im Gehäuse integriert.

Die Kamera ist jetzt weiter im Gehäuse integriert.
Foto: teltarif.de

Unter weniger guten Lichtverhältnissen ist das Ergebnis etwas schlechter als beim OnePlus 6. Der Hintergrund ist verpixelt und unscharf. Hier muss allerdings beachten werden, dass sich solche Feinheiten nicht selten durch Software-Updates beheben lassen. Dennoch bewerten wir jetzt das aktuelle Ergebnis.

Ein Nachtmodus soll die Ergebnisse bei schlechteren Lichtbedingungen verbessern. Wir haben die Softwareunterstützung in unserem Testlabor arbeiten lassen und zur Anschauung das Ergebnis ebenfalls im Original angehängt (aber nicht in die Gesamtbewertung mit aufgenommen). Insgesamt kann der Modus einiges herausholen: Die Darstellung ist sehr hell. Nur anhand der kleinen, künstlichen Lichtquelle, die von der linken Seite kommt, ist sichtbar, dass es sich um eine Aufnahme unter schlechten Lichtbedingungen handelt. Die Darstellung ist sehr hell, die Farbquadrate gut in ihren eigenen Farben zu sehen. An den Rändern sind aber auch ohne Heranzoomen dicke, schwarze Rahmen sichtbar. Die Testblume ist zwar leicht unscharf, die Blütenbläter und Stengel aber sehr gut zu erkennen, die grünen Blütenblätter sind durch die Lichtquelle etwas hell, die Körnung der weißen Hintergrundtapete ist gut zu erkennen und nicht zu weich gezeichnet. Kritik lässt sich immer üben, festzuhalten ist aber, dass durch den Nachtmodus ein deutlich besseres Ergebnis geliefert wird und dass sich so die Darstellung auf einem sehr hohen Niveau bewegt.

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, haben wir die Testbilder im Original angehängt. Zum Vergleich können Sie sich auch die Bilder des OnePlus 6 in unbearbeitetem Zustand anschauen.

Haupt-Kamera

Bei den Selfies kann die Kamera des OnePlus 6T im Vergleich zum Vorgänger punkten. Bei guten Lichtverhältnissen wirkt das braune Haar der Testpuppe sowie die Haut natürlicher. Beim Vorgänger hat die Haut einen leicht gräulichen Touch. Der Hintergrund und die Farben des Halstuchs sind bei beiden Smartphones nahezu identisch. Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen schneidet die Frontkamera des OnePlus 6T etwas besser ab. Die Darstellung der Haut und der Haarfarbe ist natürlicher als beim OnePlus 6. Der Hintergrund und die kräftigen Farben des Halstuchs sind auch hier wieder nahezu identisch.

Selfie-Kamera

Fazit Das OnePlus 6T ist ein sehr gelungenes Upgrade des OnePlus 6T mit eigenständigem Charakter. Dazu trägt insbesondere der Fingerabdrucksensor mit optischem Erkennungsmodul unter dem Display und die verkleinerte Display-Einkerbung bei, wodurch der Bildschirm größer erscheint. Videos streamen, Bilder anschauen und High-End-Grafik-Spiele daddeln machen einfach nur Spaß auf dem Gerät. Dafür sorgen unter anderem Qualcomms neuester Snapdragon 845 und ausreichend Arbeitsspeicher. Jedes Bedienerlebnis ist flüssig und butterweich. Im Test gab es sowohl bei aufwendigen Apps als auch bei Standardaufgaben und Surfen auf Webseiten keinerlei Performance-Einbrüche.

Durch die größere Akkukapazität ist die Dual-Kamera auf der Rückseite weiter in das Gehäuse integriert. Das ist sehr positiv. Nicht selten wirken weit herausstehende Kameras anderer Smartphone-Hersteller sehr unästhetisch. Käufer bekommen mit dem OnePlus 6T ein Gerät mit sehr gutem Preisleistungsverhältnis. Nicht zuletzt fährt OnePlus eine Update-Strategie mit festen Zyklen. Damit sind Android-Updates bis zu zwei Jahre nach Release drin, Sicherheitsupdates sogar noch länger.

Weitere Handytests bei teltarif.de

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  1. Gelungenes Upgrade des OnePlus 6T
  2. Prozessorleistung, In-Display-Fingersensor und Kamera
  3. Alles auf einer Seite lesen

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