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29.10.2018 - 17:14
OnePlus 6T

OnePlus 6T: Nachfolger des OnePlus 6 im Test (mit Video)

Mikro-Notch und Fingerabdrucksensor im Display

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gelungenes Upgrade des OnePlus 6T
  2. Prozessorleistung, In-Display-Fingersensor und Kamera

OnePlus hat soeben das 6T vorgestellt. Wir konnten das OnePlus 6T bereits exklusiv vorher prüfen und dem Gerät auf einem Launch-Event in Berlin weitere Geheimnisse entlocken. Aufgrund der neuen spannenden Features könnte man dem Smartphone auch statt eines Upgrades eine neue Generation unterstellen. Das OnePlus 6T hat im Gegensatz zum Vorgängermodell neben einer kleineren Display-Einkerbung (Wassertropfen-Notch), einen Fingerabdrucksensor im Display und keinen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss mehr. Weitere Details lesen Sie in einem ausführlichen Testbericht. Alle technischen Details können Sie in unserer Datenbank nachlesen. Preise und Verfügbarkeit

OnePlus 6T bei der Präsentation

OnePlus 6T bei der Präsentation
Screenshot: teltarif.de

Das OnePlus 6T wird ab dem 6. November in den Farben Midnight Black und Mirror Black erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell mit 6 GB und 128 GB liegt bei 549 Euro, das Modell mit 8 GB und 128 GB kostet 579 Euro und die Variante mit 8 GB und 256 GB 629 Euro. OnePlus 6(T): (Un)gleiche Hardware Beim OnePlus 6T haben sich einige Dinge geändert. Gleich geblieben sind aber Prozessor und Speichervarianten. Qualcomms aktueller Snapdragon 845 mit acht Kernen wird je nach Variante mit 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Die interne Speicherkapazität beträgt 128 beziehungsweise 256 GB. Das Kamera-Setup ist von den Daten identisch mit dem des OnePlus 6. Auf der Rückseite ist eine Dual-Kamera bestehend aus zwei Sensoren mit 16- und 20-Megapixeln sowie ein Dual-LED-Blitz integriert. Die Selfie-Kamera auf der Front ist mit einem 16-Megapixel-Sensor ausgestattet.

Das Display mit Wassertropfen-Notch ist hervorragend.

Das Display mit Wassertropfen-Notch ist hervorragend.
Foto: teltarif.de

Das Display des OnePlus 6T ist mit 6,41 Zoll etwas größer als das Panel des OnePlus 6 (6,28 Zoll). Das liegt entsprechend an der Design-Änderung der Display-Einkerbung (Notch), die Pixeldichte ist mit 402 ppi (OnePlus 6T) nahezu identisch (401 ppi beim OnePlus 6). Die Display-Auflösung liegt beim OnePlus 6T jetzt bei 2340 x 1080 Pixel, 2280 x 1080 Pixel sind es beim OnePlus 6.

Das T-Modell verfügt bereits über Gorilla Glass 6, das OnePlus 6 über Gorilla Glass 5. OnePlus hat mit 3700 mAh seinem neuen Flaggschiff 400 mAh Akkukapazität mehr spendiert als beim OnePlus 6. In unserem Testverfahren hielt der Akku 8 Stunden und 5 Minuten durch, der Akku des OnePlus 6 nur 6 Stunden und 51 Minuten.

Wireless-Charging unterstützt das OnePlus 6T nicht, dafür aber nach wie vor die altbewährte Fast-Charge-Technologie. Als ein Grund dafür gibt der Hersteller an, dass Ladevorgänge per Wireless Charging aus seiner Sicht zu lange dauern.

Nachfolgend sehen Sie die ersten Eindrücke zum OnePlus 6T und das Smartphone im Vergleich zum Vorgänger im Video.

Haptik und Verarbeitung Das OnePlus 6 T ist sehr gut verarbeitet und liegt ebenso hervorragend in der Hand. Insgesamt ist das OnePlus 6T mit einem Gewicht von 185 Gramm (177 Gramm) schwerer als das Vorgängermodell. Das Mehrgewicht ist dem größeren Akku geschuldet, fällt aber nicht weiter auf.

Der Dual-SIM-Slot befindet sich links über den Lautstärketasten.

Der Dual-SIM-Slot befindet sich links über den Lautstärketasten.
Foto: teltarif.de

Auch ist das Gerät mit den Abmessungen 157,5 mm x 74,8 mm x 8,2 mm ein wenig dicker geworden im Vergleich zum OnePlus 6 (155,7 mm x 75,4 mm x 7,8 mm). Das ist aber kein Nachteil, im Gegenteil: Dadurch sinkt die Dual-Kamera auf der Rückseite weiter in das Gehäuse hinein. So wippt das Smartphone nicht mehr, wenn es auf einer ebenen Fläche (Tischplatte) liegt und bedient wird. Die Maße sind insgesamt sehr angenehm für ein Handy mit über 6,4 Zoll-Display. Das Design des T-Modells ist somit sehr alltagstauglich. Auf den "alltäglichen Gebrauch" bezieht sich auch der Umgang mit Flüssigkeiten. Überschaubare Malöre oder Telefonate im leichten Regen sollte das OnePlus 6T überstehen, eine IP-Zertifizierung hat es aber nicht. Display Das Display ist auch beim OnePlus 6T hell und kontrastreich, die Blickwinkelstabilität sehr gut. Der Helligkeitsverlust fällt dabei gering aus. Videos und Bilder werden farbgetreu wiedergegeben. Auch bei seitlicher Neigung bleiben Farben gut zu erkennen, Schriften werden nicht zu unscharf dargestellt.

Das Display des OnePlus 6T ist aus verschiedenen Blickwinkeln stabil.

Das Display des OnePlus 6T ist aus verschiedenen Blickwinkeln stabil.
Foto: teltarif.de

Die Notch war bereits beim OnePlus 6 deutlich dezenter als bei manch anderen Smartphone-Kollegen. Durch die noch kleinere Wassertropfen-Notch beim OnePlus 6T macht die Videowiedergabe und das Spielen von grafisch aufwendigen Anwendungen noch mehr Spaß. Im Test ermittelten wir eine Display-Helligkeit von 443 cd/m². Damit ist die Darstellung angenehm hell, auch in lichtstärkeren Umgebungen. Zum Vergleich: Das OnePlus 6 erreichte in unserem Testverfahren einen Wert von 439 cd/m². Die Screen-to-Body-Ratio liegt jetzt bei 86 Prozent, beim OnePlus 6 bei 83,81 Prozent.

Damit sich die Notch verkleinern konnte, ist der Frontlautsprecher auf die Gehäuseoberseite gewandert und als kleiner, unauffälliger Schlitz zu erkennen.

Prozessorleistung, In-Display-Fingersensor und Kamera

Dank der wiederholten Wahl des aktuellen Snapdragon 845 liefert auch das OnePlus 6T eine beeindruckende Gesamtperformance ab. Hier ruckelt nichts - weder beim Scrollen auf Webseiten mit viel Bildmaterial, beim Öffnen von Apps, on- wie offline, noch bei grafisch anspruchsvollen Spielen wie Asphalt 9: Legends oder PUBG Mobile. Das Handling beim Zocken klappte hervorragend, die Darstellungen waren im Test brillant. Für den reibungslosen Ablauf sorgt auch das schnelle OxygenOS gepaart mit Googles aktuellem Betriebssystem Android 9 Pie. Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung Die größte Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist nicht nur die andere Platzierung des Fingerabdrucksensors, sondern auch die Technik dahinter. Beim OnePlus 6T befindet sich die Entsperrmethode nicht mehr als physisch sichtbares Modul auf der Gehäuserückseite unter der Hauptkamera, sondern unsichtbar unter dem Display auf der Vorderseite. OnePlus gibt an, dass die Entsperrung damit etwas langsamer funktioniert. Da Nutzer in der Praxis wohl kaum zum Vergleich das OnePlus 6 ständig daneben liegen haben, fällt das nicht weiter auf.

Der Scann des Fingers wird durch eine unter dem Display integrierte Kamera, einen optischen Sensor, ermöglicht. Dieses Modul ist auch dafür verantwortlich, dass OnePlus aus Platzgründen auf einen 3,5 mm-Klinkenanschluss verzichtet hat. Im Lieferumfang ist aber ein USB-Typ-C-zu-Klinke-Adapter enthalten.

Der Fingerabdrucksensor mit grüner Erkennungsfarbe in Aktion.

Der Fingerabdrucksensor mit grüner Erkennungsfarbe in Aktion.
Foto: teltarif.de

Zur Entsperrung wird ein grünes Symbol auf dem Display angezeigt, sodass Nutzer nicht erst den korrekte Ort suchen müssen, um den Finger aufzulegen. Es muss auch nicht erst auf den Homebutton gedrückt werden, um anschließend den Daumen zum Entsperren auf das Display zu legen. Es reicht, das OnePlus 6T leicht anzuheben oder auf das Display zu tippen, um das Inaktivitätsdisplay zu aktivieren (falls in den Einstellungen aktiviert). Dann erscheint neben Uhrzeit und Nachrichtensymbolen auch der grüne Punkt, auf dem zum Beispiel der Daumen aufgelegt werden muss. Das ist sehr praktisch.

Die grüne Farbe, mit der der Sensor arbeitet, ist übrigens kein Zufall. Laut Herstellerangaben ist das ein Resultat einer Forschung, die darauf abzielte herauszufinden, welche Farbe am besten den Fingerabdruck lokalisieren kann.

Das OnePlus 6T lässt sich auch per Gesichtserkennung entsperren. Die Einrichtung klappte sehr schnell. Das gilt auch für die Entsperrung mit der Methode selbst. Nach dem Druck auf den Home-Button, erscheint beinahe simultan der entlockte Home-Screen - auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sound, Empfang und Telefonie Das Sound-Modul des OnePlus 6T ist sehr kräftig und klar, was sich positiv beim Musikhören und Video-Streaming auswirkt. Sowohl im WLAN als auch im mobilen Netz war im Test die Verbindungsqualität sehr gut. Die Empfangsqualität bei Telefonaten sowie die Lautstärke war ebenfalls gut. Telefonate über den Lautsprecher könnten aber etwas besser sein. Hier rauschte die Stimme des Gesprächspartners ein wenig und verzerrte sich etwas, sobald die Geräuschübermittlung lauter wurde (zum Beispiel beim Lachen). Softwareanpassungen OnePlus hat die Implementierung künstlicher Intelligenz und Softwareanpassungen an verschiedenen Stellen vorgenommen. So gibt der Hersteller an, mit einem Fotografen zusammengearbeitet zu haben, um für bessere Portrait-Fotografie optimal Licht nutzen zu können. Ein Night-Shape-Mode soll die Aufnahmen in dunkleren Lichtumgebungen, zum Beispiel einer nächtlichen Skyline, liefern (s. Testbilder).

USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill.

USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill.
Foto: teltarif.de

Der Gaming-Mode soll Spielern zugute kommen. So werden Benachrichtigungen geblockt. Zusätzlich soll ein Smart-Boost dazu dienen, dass große Apps, wie eben aufwendige Spiele, erkannt werden und um bis zu 20 Prozent schneller geladen werden können. Nach dem Praxis-Test lässt sich behaupten, ja, Spiele-Apps starten durchaus schnell, aber ob das an einem besonderen Modus liegen mag, konnten wir nicht genau feststellen. Testbilder Wie immer haben wir uns im Rahmen unseres Testverfahrens auf die automatischen Kameraeinstellungen beschränkt und eine mögliche Aufwertung der Bildergebnisse durch spezielle künstliche Intelligenz nicht in das Resultat einbezogen.

Die Kamera des OnePlus 6T hat wie oben bereits erwähnt die gleichen technischen Merkmale wie das System des OnePlus 6. Dementsprechend sind auch ähnliche Resultate zu erwarten. Im direkten Vergleich werden allerdings auch ein paar kleine Unterschiede sichtbar. Die Hauptkamera des OnePlus 6T liefert bei guten Lichtverhältnissen ein gutes Ergebnis ab. Die Farbquadrate sind deutlich voneinander zu differenzieren und kräftig dargestellt. Beim Heranzoomen wird aber auch ein leichter schwarzer Rahmen genau wie beim 6er sichtbar. Die Test-Rose sieht nach wie vor sehr gut aus. Die roten Blüten sind kräftig - vereinzelt aber auch mit schwarzem Schatten an den Rändern - und die Blütenstengel sind differenziert dargestellt und somit einzeln gut erkennbar. Auch die grünen Blätter und der Stengel sind in Ordnung, könnten aber genau wie beim OnePlus 6 einen Tacken heller sein. Die körnige Struktur der weißen Hintergrundtapete ist gut zu erkennen und nicht zu weich gezeichnet. Das OnePlus 6T liefert aber das bessere Ergebnis ab, weil die Gesamtdarstellung des Bildes heller ist.

Die Kamera ist jetzt weiter im Gehäuse integriert.

Die Kamera ist jetzt weiter im Gehäuse integriert.
Foto: teltarif.de

Unter weniger guten Lichtverhältnissen ist das Ergebnis etwas schlechter als beim OnePlus 6. Der Hintergrund ist verpixelt und unscharf. Hier muss allerdings beachten werden, dass sich solche Feinheiten nicht selten durch Software-Updates beheben lassen. Dennoch bewerten wir jetzt das aktuelle Ergebnis.

Ein Nachtmodus soll die Ergebnisse bei schlechteren Lichtbedingungen verbessern. Wir haben die Softwareunterstützung in unserem Testlabor arbeiten lassen und zur Anschauung das Ergebnis ebenfalls im Original angehängt (aber nicht in die Gesamtbewertung mit aufgenommen). Insgesamt kann der Modus einiges herausholen: Die Darstellung ist sehr hell. Nur anhand der kleinen, künstlichen Lichtquelle, die von der linken Seite kommt, ist sichtbar, dass es sich um eine Aufnahme unter schlechten Lichtbedingungen handelt. Die Darstellung ist sehr hell, die Farbquadrate gut in ihren eigenen Farben zu sehen. An den Rändern sind aber auch ohne Heranzoomen dicke, schwarze Rahmen sichtbar. Die Testblume ist zwar leicht unscharf, die Blütenbläter und Stengel aber sehr gut zu erkennen, die grünen Blütenblätter sind durch die Lichtquelle etwas hell, die Körnung der weißen Hintergrundtapete ist gut zu erkennen und nicht zu weich gezeichnet. Kritik lässt sich immer üben, festzuhalten ist aber, dass durch den Nachtmodus ein deutlich besseres Ergebnis geliefert wird und dass sich so die Darstellung auf einem sehr hohen Niveau bewegt.

Damit Sie sich selbst ein Bild machen können, haben wir die Testbilder im Original angehängt. Zum Vergleich können Sie sich auch die Bilder des OnePlus 6 in unbearbeitetem Zustand anschauen.

Haupt-Kamera

Bei den Selfies kann die Kamera des OnePlus 6T im Vergleich zum Vorgänger punkten. Bei guten Lichtverhältnissen wirkt das braune Haar der Testpuppe sowie die Haut natürlicher. Beim Vorgänger hat die Haut einen leicht gräulichen Touch. Der Hintergrund und die Farben des Halstuchs sind bei beiden Smartphones nahezu identisch. Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen schneidet die Frontkamera des OnePlus 6T etwas besser ab. Die Darstellung der Haut und der Haarfarbe ist natürlicher als beim OnePlus 6. Der Hintergrund und die kräftigen Farben des Halstuchs sind auch hier wieder nahezu identisch.

Selfie-Kamera

Fazit Das OnePlus 6T ist ein sehr gelungenes Upgrade des OnePlus 6T mit eigenständigem Charakter. Dazu trägt insbesondere der Fingerabdrucksensor mit optischem Erkennungsmodul unter dem Display und die verkleinerte Display-Einkerbung bei, wodurch der Bildschirm größer erscheint. Videos streamen, Bilder anschauen und High-End-Grafik-Spiele daddeln machen einfach nur Spaß auf dem Gerät. Dafür sorgen unter anderem Qualcomms neuester Snapdragon 845 und ausreichend Arbeitsspeicher. Jedes Bedienerlebnis ist flüssig und butterweich. Im Test gab es sowohl bei aufwendigen Apps als auch bei Standardaufgaben und Surfen auf Webseiten keinerlei Performance-Einbrüche.

Durch die größere Akkukapazität ist die Dual-Kamera auf der Rückseite weiter in das Gehäuse integriert. Das ist sehr positiv. Nicht selten wirken weit herausstehende Kameras anderer Smartphone-Hersteller sehr unästhetisch. Käufer bekommen mit dem OnePlus 6T ein Gerät mit sehr gutem Preisleistungsverhältnis. Nicht zuletzt fährt OnePlus eine Update-Strategie mit festen Zyklen. Damit sind Android-Updates bis zu zwei Jahre nach Release drin, Sicherheitsupdates sogar noch länger.

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  1. Gelungenes Upgrade des OnePlus 6T
  2. Prozessorleistung, In-Display-Fingersensor und Kamera

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