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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 23.09.18
Outdoor-Handys

Outdoor-Handys: Robust und resistent

Telefonisch erreichbar auch unter extremen Bedingungen

Sportliche Freizeit-Aktivitäten wie Mountain­biken oder Wandern, die Arbeit in der Fabrikhalle oder auf der Baustelle oder einfach der Tag am Strand während des nächsten Sommerurlaubs verlangen dem Handy mehr ab als die übliche Nutzung. Doch auch wer sein Handy nur im Alltag einsetzt, ist froh, wenn es den Kontakt mit Flüssig­keiten oder auch mal einen Sturz unbeschadet überstehen kann. Daher werben die Hersteller auch bei einigen aktuellen Smartphones mit der Einhaltung von Outdoor-Standards. Vor dem Kauf lohnt es sich aber, genau zu prüfen, gegen welche Umwelt­einflüsse ein Gerät wirklich geschützt ist. Üblich sind etwa ein Schutz gegen Spritzwasser und Staub - Stürze aus mehr als 1 Meter Höhe vertragen viele Outdoor-Smartphones jedoch in der Regel genauso wenig wie ihre "normale" Konkurrenz. Beworbene Standards mit Vorsicht betrachten

Outdoor-Handys: Robust und resistent

Outdoor-Handys: Robust und resistent
Bild: teltarif.de

Die spezielle Bauweise von Outdoor-Handys schützt ihr Display und Innenleben vor äußeren Einflüssen: So kommen verschiedene Membranen oder Beschichtungen zum Einsatz, Schnitt­stellen werden meist mit Gummi­verschlüssen abgedichtet. Zudem ist die verbaute Technik besonders hitze- und kälte­resistent und die Tastatur - sofern vorhanden - meist besonders abrieb­fest.

Dabei geben die Hersteller von Outdoor-Handys verschiedene Standards an, nach denen das Gerät geschützt sein soll. Häufig wird auf die Angabe einer so genannten IP-Schutzart wie zum Beispiel IP54 oder IP67 nach den Vorgaben der Internationalen Elektro­technischen Kom­mis­sion (IEC) zurück­gegriffen. Die IP-Schutzarten benennen nur den Schutz gegen Berührung, Staub und Flüssig­keit. Die erste Ziffer bezeichnet dabei den "Schutz gegen das Eindringen von Fremd­körpern", die zweite den "Schutz gegen Wasser". Wenn nur eine Ziffer definiert ist, wird die andere Stelle durch ein X gekenn­zeichnet. Schutz aus dem Verteidigungs­ministerium Eine weitere Variante ist die Angabe nach MIL-STD-810F, einem Test­katalog des US-amerikanischen Verteidigungs­ministeriums. Im Katalog dieses Standards sind Tests mit mehr als 20 verschiedenen Umwelt­einflüssen enthalten - von ungewöhn­lichem Luft­druck bis hin zu Vibrationen durch Schuss­waffen. Gegen welche dieser Einflüsse das Handy tatsächlich geschützt sein soll, steht häufig nur im Klein­gedruckten der technischen Spezifi­kation des Herstel­lers.

In der folgenden Übersicht zeigen wir Ihnen, was die bei Handys verwendeten Schutzklassen bedeuten. Die Angabe eines IP-Schutz-Codes bedeutet jedoch nicht, dass ein Outdoor-Handy extern geprüft und zertifiziert wurde. Vielmehr geben die Hersteller einen Standard an, von dem sie ausgehen, dass das Gerät ihn einhält. Ob dies durch Tests ermittelt oder rein hypo­thetisch angenom­men wird, bleibt dem Hersteller über­lassen. Handy-relevante Outdoor-Standards im Überblick

Organisation Name Staubschutz Wasserschutz
IEC IP52 gegen Staubablagerungen gegen Tropfwasser
IP54 gegen Staubablagerungen gegen Sprühwasser
IP55 gegen Staubablagerungen gegen Strahlwasser
IP56 gegen Staubablagerungen gegen starkes Strahlwasser
IP57 gegen Staubablagerungen gegen eindringendes Wasser bis 1 m Tiefe (min. 30 Minuten)
IP58 gegen Staubablagerungen gegen dauerhaftes Untertauchen
IP65 gegen Eindringen von Staub gegen Strahlwasser
IP67 gegen Eindringen von Staub gegen eindringendes Wasser bis 1 m Tiefe (min. 30 Minuten)
IP68 gegen Eindringen von Staub gegen dauerhaftes Untertauchen
US-Verteidigungs-
ministerium
MIL-STD-810F*) möglich gegen Eindringen von Staub und Sand möglich gegen Feuchtigkeit, Spritzwasser, Strahlwasser
*) Die Angabe des Standards allein sagt nichts über den gewährleisteten Schutz bzw. die konkret durchgeführten Tests aus.
Der Markt der Outdoor-Handys kann bereits auf eine lange Tradition zurückschauen. Ericsson war, noch vor dem Joint-Venture mit Sony, einer der ersten Handy­hersteller, der besonders robuste Mobil­telefone in sein Angebot auf­genom­men hatte. Mit dem Ericsson R250s pro sowie dem R310s wurde mobiles Telefonieren auch unter widrigen Bedingungen möglich. Auch Nokia hatte mit dem 6250 bereits vor knapp zehn Jahren ein Outdoor-Handy im Angebot. Zudem wurden die beiden Modelle 5140i und 5500 Sport von vielen geschätzt, sind jedoch nur noch als Rest­posten in einigen Online-Shops zu finden. Meldungen zu Outdoor-Handys
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