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05.01.2016 - 08:13
Über den Wolken

WLAN im Flugzeug bei American Airlines im kurzen Test

Gute Downstream-Werte mit iPhone 6S Plus

Wie berichtet bin ich am Wochen­ende von Frank­furt am Main nach Las Vegas gereist, um für teltarif.de von der Consumer Elec­tronics Show (CES) zu berichten. Anders als im vergan­genen Jahr stand hierfür kein geeig­neter Direkt­flug zur Verfü­gung, so dass mich der Übersee-Flug mit American Airlines zunächst nach Char­lotte in North Caro­lina brachte. Von dort aus ging es mit einem rund vier­stün­digen Inlands­flug weiter nach Las Vegas.

Auf dem "langen Flug" im A330 stand keine WLAN-Internet-Verbin­dung zur Verfü­gung, was ich durchaus als Minus­punkt sehe. Dieses Angebot sollte im Jahr 2016 gerade auf der Lang­strecke zum Stan­dard gehören. Immerhin hatte ich aber auf der Weiter­reise von North Caro­lina nach Nevada die Möglich­keit, zum Fest­preis von 10,95 US-Dollar (umge­rechnet knapp 10,10 Euro) den Internet-Zugang in luftiger Höhe zu testen. SSID schon kurz nach dem Start sichtbar

WLAN bei American Airlines im Test

WLAN bei American Airlines im Test
Foto: teltarif.de

Am Flug­hafen war das WLAN-Netz nicht sichtbar. Bereits kurz nach dem Start tauchte die SSID aber bei einer Netz­suche mit dem Apple iPhone 6S Plus auf. Auch das Einbu­chen war möglich. Daten­verbin­dungen kamen wiederum nicht zustande. Hin und wieder wurde beim Versuch, mit dem Safari-Brower eine Webseite aufzu­rufen, der Hinweis einge­blendet, der Service stünde temporär nicht zur Verfü­gung, da entweder die Reise­flug­höhe noch nicht erreicht sei oder sich das Flug­zeug außer­halb der Netz­abde­ckung befinde.

Letz­teres konnte ich nach einem Blick auf die Karte ausschließen, denn als versorgt wurde die gesamte USA ange­geben. Rich­tung Alaska gibt es sogar einen Korridor durch kana­disches Gebiet, in dem sich der Internet-Zugang den Angaben zufolge nutzen lässt. Nach dem Errei­chen der Reise­flug­höhe stand der Zugriff auf das Internet dann aber auch zur Verfü­gung.

Gute Downstream-Werte im Flugzeug

Gute Downstream-Werte im Flugzeug
Foto: teltarif.de

Zur Nutzung standen verschie­dene Tarife - etwa nur für 30 Minuten - zur Verfü­gung. Ich entschied mich für den 10,95-Dollar-Plan, der für die gesamte Dauer des Fluges genutzt werden konnte. Über ein Webportal, das sich auch mit dem Safari-Browser am iPhone 6S Plus gut bedienen ließ, musste ich zuerst einen Account anlegen und dann die Rech­nung beglei­chen.

Paypal war im Auswahl­menü mit aufge­führt. In der Praxis klappte die Buchung auf diesem Weg aber nicht. Die Bestel­lung per Kredit­karte funk­tionierte dagegen sofort und unmit­telbar nach der Buchung stand der Internet-Zugang zur Verfü­gung. Dazu bekam ich eine den aktu­ellen Flug betref­fende Seite ange­boten, auf der beispiels­weise ange­zeigt wurde, wie lange die Reise noch dauert. Diese Dienste ließen sich an Bord der American Airlines nutzen Mich inter­essierte in erster Linie, wie sich der eigent­liche Internet-Zugang nutzen lässt. Dabei wies der Dienst­leister von American Airlines darauf hin, dass Video­strea­ming-Portale wie etwa Netflix nicht nutzbar sind. Webradio konnte ich dagegen auch über einen längeren Zeit­raum problemlos hören und auch Musik­strea­ming-Dienste wie Spotify waren über den Internet-Zugang im Flug­zeug gut nutzbar.

Infos zum Flug

Infos zum Flug
Foto: teltarif.de

Beim Surfen im Internet machten sich die system­bedingten etwas längeren Ansprech­zeiten, die sich aufgrund der Anbin­dung des "flie­genden Hotspots" nicht vermeiden lassen, bemerkbar. Doch immerhin funk­tionierte der Zugriff auf Webseiten zuver­lässig. Apps wie Face­book, Google+, Tages­schau und Sport1 konnte ich eben­falls unein­geschränkt verwenden und auch Messenger wie WhatsApp und Tele­gram standen zur Verfü­gung.

Bei Speed­tests kam ich auf rund 8 bis 9 MBit/s im Down­stream. Im Upstream erreichte ich wiederum nicht mehr als etwa 300 kBit/s, während die Ping­zeiten bei etwa 250 ms lagen. Kurz vor dem Lande­anflug auf Las Vegas wurde die Internet-Verbin­dung getrennt. Alles in allem ist der WLAN-Zugang sein Geld in jedem Fall wert, wenn man die Daten­verbin­dung auch wirk­lich nutzt.

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