pda.teltarif.de
Meldung Tipps & Info Tarifrechner 15.09.19
05.05.2019 - 14:09
Den Preis wert

Handy-Test: Wiko View 3 Pro mit Triple-Kamera

Gute Performance und Premium-Style für 299 Euro

Inhaltsverzeichnis:

  1. Test: Wiko View 3 Pro
  2. Perfor­mance und Akku
  3. Kamera und Fazit

Bereits im Hands-on des View 3 Pro verschafften wir uns einen posi­tiven Eindruck von dem Neuan­kömm­ling des fran­zö­si­schen Smart­phone-Herstel­lers Wiko. Verant­wort­lich dafür sind sowohl die Premium-Optik des Geräts als auch die aussa­ge­kräf­tigen Spezi­fi­ka­tionen. Da letz­teres aber irgendwie immer nur Zahlen auf dem Papier sind, schreit das Wiko View 3 Pro nach einem ausführ­li­chen Test. Außerdem möchten wir drin­gend erfahren, was das Kamera-System leistet. Denn eine Triple-Kamera im unteren Preis­seg­ment ist derzeit noch höchst selten.

Das Wiko View 3 Pro ist ab sofort in Premium Glass Design in den Farben Deep Bleen und Anthracite Blue/Gold zu einer unver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lung von 299 Euro vorbe­stellbar. Der offi­zi­elle Verkaufs­start ist der 21. Mai (ursprüng­lich geplant war der 27. Mai). Verar­bei­tung und Design

Das 6,3 Zoll-Display

Das 6,3 Zoll-Display
Bild: teltarif.de

Die Verar­bei­tung des Wiko View 3 Pro ist tadellos. Das hatten wir bereits im Hands-on schon hervor­ge­hoben und daran hat sich auch nach dem ausführ­li­chen Test nichts geän­dert. Die Funk­ti­ons­tasten (Laut­stärke und Power­button) an der rechten Gehäus­e­seite sitzen fest und lassen sich gut bedienen. Als Test­gerät lag uns das Wiko View 3 Pro in der Farb­va­ri­ante Anthracite Blue/Gold vor. Inter­es­sant ist hier die Kombi­na­tion der beiden Farben. Auf dem Rahmen verschmelzen beide Töne mitein­ander: Während der größte Teil in Blau gehalten ist (rund zwei Drittel), sticht im oberen Drittel der goldene Farb­teil domi­nant heraus. Unter­stützt wird die edle Aufma­chung durch das Premium-Glass-Design der Gehäu­se­rück­seite, die eben­falls in Blau schim­mert. Das Kame­rage­häuse ist von einem goldenen Rahmen gesäumt. So zeigt das Gesamt­paket eine sehens­werte Aufma­chung. Display 6,3 Zoll sind Phablet-Maße. Dafür liegt das Wiko-Smart­phone über­ra­schend leicht (Gewicht: 184 Gramm) und griffig in der Hand. Gegen die maxi­male Auflö­sung von FullHD+ (2160 mal 1080 Pixel) lässt sich nichts Nega­tives sagen, mehr ist ohnehin eher bei Augmented-Reality-Anwen­dungen sinn­voll. Die Front­ka­mera ist in Form einer kleinen Display-Einker­bung mittig plat­ziert. Das ist mitt­ler­weile ein typi­sches Design, das sich durch alle Smart­phone-Klassen zieht, entspre­chend aber nichts Beson­deres. Weitere Beispiele für eine Wasser­tropfen-Notch sind das Huawei P30 Pro und das OnePlus 6T. Beim Wiko View 3 Pro bleibt unten und oben aber ein recht breiter Display­rand zu sehen. Beim Schauen von Videos oder beim Spielen war das im Test aber nicht weiter drama­tisch.

Die Blickwinkelstabilität

Die Blickwinkelstabilität
Bild: teltarif.de

Im Rahmen des Hands-ons empfanden wir die Display-Hellig­keit in licht­starker Umge­bung etwas zu dunkel. Als wir uns länger damit beschäf­tigten, stellten wir fest: So schlimm ist es gar nicht. Unter der früh­lings­haften Berliner Mittags­sonne ließ sich das Display auch ohne größere Probleme ablesen. Höchs­tens bei dunk­leren oder trans­pa­renten Hinter­grund-Symbolen, wie es beispiels­weise in der Kamera-App der Fall ist, verrin­gert sich die Erkenn­bar­keit etwas. Im Test­ver­fahren ermit­telten wir einen Hellig­keits­wert von 408 cd/m². Mit diesem Wert kann das Wiko View 3 Pro mit dem OnePlus 6T oder dem Samsung Galaxy S10e mithalten. Hier ermit­telten wir 443 cd/m² bezie­hungs­weise 445 cd/m².

Auch im Farb­echt­heits-Test macht das Wiko-Display eine gute Figur. Wir ermit­telten einen Delta-E-Wert von 4,72. Zur Erklä­rung: Je geringer der Wert ist, desto näher liegt die Farb­wie­der­gabe am ideal. Unsere Top 10 der Smart­phones mit der besten Farb­dar­stel­lung 2019 führt derzeit das Apple iPhone XR mit einem Delta-E-Wert von 1,59 an. Platz 10 besetzt das iPhone XS Max mit einem Wert von 3,70. Damit schafft es das Wiko View 3 Pro zwar nicht in unsere Besten­liste, span­nend ist aber der Vergleich mit dem Galaxy S10+. Samsungs brand­neues Flagg­schiff erreichte in unserem Farb­echt­heits-Test "nur" einen Delta-E-Wert von 7,59.

Perfor­mance und Akku

Für Leis­tung des Wiko View 3 Pro sorgt ein Helio P60-Prozessor von Medi­aTek. Dieser Chip ist gut ein Jahr alt, im Früh­jahr 2018 kamen die ersten Smart­phones mit der CPU auf den Markt. Als Partner stehen 6 GB Arbeits­spei­cher zur Verfü­gung.

In unserem Browser-Bench­mark erreichte das Smart­phone einen Wert von 153 - ein sehr guter Wert. Zum Vergleich: Honors erstes Premium-Smart­phone Honor View 20 erreichte ein Ergebnis von 168 und das Huawei P30 Pro "nur" 166.

Rückseite im Glass-Design

Rückseite im Glass-Design
Bild: teltarif.de

Um den Prozessor auszu­reizen, star­teten wir Asphalt 9: Legends. Dabei handelt es sich um eine grafisch aufwen­dige Appli­ka­tion des Spie­le­ent­wick­lers Gameloft. Optisch konnte das Wiko View 3 Pro die nötige Rechen­leis­tung ausrei­chend erbringen. Die Spiele-Sequenz lief recht flüssig. Gerade bei güns­ti­geren Smart­phones zeigen sich aber in der Ferne deut­liche Verpi­xe­lungen und wenig Detail­reichtum. Beim Wiko traten unscharfe Bereiche nur verein­zelt auf.

Das Spiel Asphalt: 9 Legends auf dem Wiko View 3 Pro

Das Spiel Asphalt: 9 Legends auf dem Wiko View 3 Pro
Bild: teltarif.de

Die interne Spei­cher­ka­pa­zität beläuft sich auf 128 GB. Wem das nicht reicht, der kann den Spei­cher per microSD-Karte um bis zu 256 GB erwei­tern. Akku Die Akku­ka­pa­zität des Fast Char­ging unter­stüt­zenden Moduls fasst üppige 4000 mAh. Wiko testet das Durch­hal­te­ver­mögen über die Appli­ka­tion "Smartvisor". Über regel­mä­ßige Akti­vie­rungen und Akti­vi­täten wie Brow­sing, Social Media und E-Mails schreiben wird auf diese Weise die Smart­phone-Nutzung simu­liert. Laut Herstel­ler­an­gaben macht das Wiko View 3 Pro erst nach zwei Tagen schlapp und erhält von Smartvisor das zerti­fi­zierte Durch­hal­te­ver­mögen.

Die Funktionstasten an der rechten Gehäuseseite

Die Funktionstasten an der rechten Gehäuseseite
Bild: teltarif.de

In unserem eigenen Akku­test ermit­telten wir eine Stand­haf­tig­keit von 10 Stunden und 22 Minuten. Damit schafft es das Wiko View 3 Pro auf den fünften Platz unserer Top 10 der Smart­phones mit der besten Akku­lauf­zeit. Der aktu­elle Test­sieger ist das Moto G7 Power von Moto­rola, was beinahe die 17 Stunden-Marke geknackt hätte. Tele­fonie und Sound Die Laut­stärke bei Tele­fo­naten (auch über den Laut­spre­cher) ist ausrei­chend und unser Test-Gesprächs­partner konnte uns gut verstehen - und anders­herum. Ab und zu erschien jedoch ein leichtes Rauschen im Stimm­klang unseres Gesprächs­part­ners.

Unterseite: USB-Typ-C und Mono-Lautsprecher

Unterseite: USB-Typ-C und Mono-Lautsprecher
Bild: teltarif.de

Im Musik­test zeigt sich der Mono-Grill an der Rahmen-Unter­seite über­ra­schend laut. Dem Sound fehlte aber ein wenig der Bass, wodurch das Erlebnis in höheren Laut­stärke-Regionen etwas grell wurde. Konnek­ti­vität, Entsperr­me­thoden und Soft­ware WLAN-ac-Unter­stüt­zung, Blue­tooth 4.2, NFC für kontakt­lose Bezahl­vor­gänge, USB-C-Anschluss und zu guter Letzt eine klas­si­sche 3,5 mm-Kopf­hö­rer­buchse - die wich­tigsten Elemente sind vorhanden.

Als Entsperr­me­thoden stehen Face Unlock (Gesichts­er­ken­nung) und ein klas­si­scher Finger­ab­druck­sensor auf der Rück­seite zur Verfü­gung. Sowohl Einrich­tung als auch prak­ti­sche Funk­tio­na­lität klappten zügig.

Oben: 3,5 mm-Klinkenanschluss

Oben: 3,5 mm-Klinkenanschluss
Bild: teltarif.de

Ab Werk vorin­stal­liert ist Android 9 Pie. Grund­sätz­lich lief das System gut. Teil­weise gab es im Test aber leichte Perfor­mance-Einbrüche und ab und zu leichte Ruckler. Der Hersteller gibt an, dass das Test­gerät noch nicht die finale Serien-Soft­ware instal­liert hat. Das Update soll am 17. Mai kommen, sodass Käufer mit Bugs (hoffent­lich) keine Probleme haben sollten.

Sicher­heits­patches sollen regel­mäßig auf das Gerät gespielt werden. Der Zeit­raum des Supports soll laut Herstel­ler­an­gaben bei mindes­tens zwei Jahren liegen. Über die Verfüg­bar­keit kommender Android-Firm­ware gibt es noch keine Infor­ma­tionen.

Kamera und Fazit

Das Triple-Kamera-System des Wiko View 3 Pro setzt sich aus einem Tiefen­sensor mit 5 Mega­pixel, einer 12 Mega­pixel-Haupt­ka­mera mit Sony-IMX486-Sensor und einer Super-Weit­winkel-Linse mit 13 Mega­pixel zusammen. Zur Hard­ware gesellen sich auch AI-Fähig­keiten (Künst­liche Intel­li­genz).

Das Triple-Kamerasystem

Das Triple-Kamerasystem
Bild: teltarif.de

Die Test­fotos aus unserem Labor zeigten: Die Haupt­ka­mera liefert unter guten Licht­be­din­gungen ein gutes Ergebnis mit natür­li­cher Farb­dar­stel­lung ab. Beson­ders sticht die Blüte der Test­rose hervor, deren Rot reali­täts­ge­treu wieder­ge­geben wird. Auffällig ist die Darstel­lung der gelben Blüten­stängel. Diese zeigen sich beim Heran­zoomen nicht selten als einheits­brei­iger Matsch. Die Kamera des Wiko View 3 Pro schafft es, auch bei näherem Fokus eine weit­ge­hend diffe­ren­zierte Darstel­lung der Elemente zu erzeugen.

Das abge­ge­bene Bild der Farb­qua­drate macht einen guten Eindruck. Etwas unschön ist nur der sicht­bare, schwarze Rahmen um die einzelnen Flächen. Die grob­kör­nige Struktur der Tapete wird beibe­halten, nur an den Seiten­flä­chen dünnt sie sich aufgrund von zu starker Weich­zeich­nung aus.

Bei schlech­teren Licht­be­din­gungen ist die Darstel­lung stark verrauscht. Das betrifft vor allem den Hinter­grund. Details wie die Reiß­zwecke des Farb­qua­drat­mo­dels sind aber dennoch zu erkennen, ebenso lassen sich die einzelnen Farben noch vonein­ander unter­scheiden. Das betrifft aller­dings nur die hellen Elemente. Das braune Farb­qua­drat nähert sich stark an das schwarze an, Details der Test­rose, vor allem in der Stängel-Region, lassen sich bei schlechtem Licht nicht mehr ausma­chen.

Das Wiko-Smartphone ist Dual-SIM-fähig

Das Wiko-Smartphone ist Dual-SIM-fähig
Bild: teltarif.de

Damit Sie sich selbst ein Bild von der Kamera-Leis­tung des Wiko View 3 Pro machen können, haben wir die Bilder im Original für Sie ange­hängt. Zusätz­lich können Sie sich Bild­ma­te­rial ansehen, das wir unter Außen­be­din­gungen bei schönem Wetter an der Spree sowie im fran­zö­si­schen Marseille gemacht haben. Auch hier können sich die Ergeb­nisse grund­sätz­lich sehen lassen. Bei der Aufnahme in der fran­zö­si­schen Hafen­stadt fällt aller­dings die Unna­tür­lich­keit der Wolken-Ansamm­lung am Himmel auf. Die Darstel­lung ist im oberen Bereich des Bildes zu stark verrauscht.

Leider bietet das Einstel­lungs-Menü in der Kamera-App keine Option, Fotos im 16:9-Bild­format aufzu­nehmen. Nutzer können zwischen drei Bild­größen wählen: So sind Aufnahmen im 4:3-Format maximal mit 12 Mega­pixel möglich, im 1:1-Format mit 9 Mega­pixel und im Format 19,5:9 mit maximal 7 Mega­pixel. Für Nutzer, die ihre Aufnahmen beispiels­weise auf einem TV-Gerät konsu­mieren wollen, ist das fehlende 16:9-Format nach­teilig. Mitt­ler­weile sind leider viele Smart­phone-Hersteller dazu über­ge­gangen, 16:9 nicht mehr als manu­elle Auswahl-Option zu unter­stützen. Für uns ist das unver­ständ­lich.

Die 16-Mega­pixel-Front­ka­mera leistet bei guten Licht­ver­hält­nissen eben­falls gute Arbeit. Die Farb­dar­stel­lung ist natür­lich, auch wenn die Gesichts­farbe unserer Test­puppe einen Tacken leben­diger sein könnte. Der Hinter­grund ist gut zu erkennen und erfährt keine unna­tür­liche Weich­zeich­nung.

Bei Dunkel­heit tritt das Objekt stark in den Vorder­grund. Die Gesichts­farbe und die bunten Farben des Hals­tuchs sind aber in einer guten Natür­lich­keit erkennbar. Die Haare am oberen Haupt verschmelzen aber etwas stark mit dem recht dunkel gehal­tenen Hinter­grund. Insge­samt ist das Ergebnis aber ansehn­lich.

Die Test­bilder der Selfie-Kamera haben wir für Sie eben­falls in unbe­ar­bei­tetem Zustand ange­hängt.

Fazit Das Wiko View 3 Pro ist ein solides Smart­phone mit guter Perfor­mance und guter Kamera-Leis­tung bei ausrei­chend guten Licht­ver­hält­nissen. So ist auch das Ergebnis unseres eigenen Brow­ser­tests über­ra­schend. Damit kann es das Wiko View 3 Pro mit dem ein oder anderen deut­lich teureren Smart­phone-Kollegen aufnehmen.

Das Anthracite-Gold-Design des Test­ge­räts sieht schick aus und unter­stützt im Zusam­men­spiel mit dem Glass-Design der Rück­seite die hoch­wer­tige Präsenz. Aller­dings ist gerade die Rück­seite sehr schnell von Finger­ab­drü­cken übersät, was es leicht rutschig macht.

Stel­len­weise ist das Klang­er­lebnis bei Tele­fonie und Musik­ge­nuss nicht ganz zufrie­den­stel­lend. Es fehlt die Bass-Leis­tung und der Sound in den Höhen war im Test etwas zu über­dreht.

Weitere Handytests bei teltarif.de

Inhaltsverzeichnis:

  1. Test: Wiko View 3 Pro
  2. Perfor­mance und Akku
  3. Kamera und Fazit

[Newsübersicht] RSS [Newsversand]