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15.12.2018 - 18:01
Praxistest

Zappen per Sprachsteuerung: Waipu TV mit Alexa im Test

Beliebter Streaming-Dienst hört jetzt auf Zuruf

Zum Weihnachtsgeschäft dürfte Amazon sicherlich noch den einen oder anderen Fire-TV-Stick verkaufen. Eine interessante Funktion, die sowohl der neue wie auch vorherige Generationen des kompakten Streaming-Dongles mitbringen, ist die Sprachsteuerung mit Alexa. Um sie zu nutzen, kann man natürlich die Mikrofon-Taste auf der beiliegenden Fernbedienung betätigen und Amazons Assistentin bitten, eine bestimmte Serie oder Film auf Prime Video abzuspielen.

Der eigentliche Clou ist aber, die Fernbedienung ganz wegzulassen und den TV über einen gekoppelten Echo-Lautsprecher vollständig per Sprache zu bedienen. Die Idee ist prinzipiell gut, leider haperte es bislang an der Unterstützung von Streaming-Anbietern. Vor allem bei Zattoo, Magine und Waipu TV warten viele Kunden sehnsüchtig darauf, ihre Fernbedienung in der Schublade verschwinden zu lassen. Einrichtung von Waipu TV

waipu.tv kann jetzt mit Alexa gesteuert werden

waipu.tv kann jetzt mit Alexa gesteuert werden
Bild: waipu.tv

Um Waipu TV auf Amazon-Geräten zu nutzen, ist zunächst ein Abo für den Streaming-Dienst erforderlich. Das kostenlose TV-Paket lässt sich nicht direkt per App auf dem Stick bzw. der Fire-TV-Box nutzen. Dies ist lediglich über den Google Chromecast möglich. Hat der Kunde die Waipu-App auf dem Stick bzw. der Box installiert und sich eingeloggt, muss - sofern noch nicht bereits geschehen - eine Verbindung mit dem gewünschten Alexa-Lautsprecher hergestellt werden. Dies geschieht zum Beispiel in der Alexa-App für Android unter dem Menüpunkt Einstellungen, TV und Video.

Damit die Kommunikation zwischen Echo-Lautsprecher und der Waipu-App auf dem Fire TV reibungslos funktioniert, fehlt nun lediglich noch der Skill "Waipu TV Player", welcher kostenlos aus dem Alexa Skill-Store heruntergeladen werden kann. Im Anschluss wird dieser noch mit dem eigenen Waipu-Account verknüpft. Dies geschieht abschließend per Eingabe des Waipu-Benutzernamens und Passworts. Steuerung per Sprache Im Prinzip ist damit auch schon alles Notwendige erledigt, damit das TV-Vergnügen ohne Fernbedienung starten kann. Damit man jedoch während des Fernsehens nicht ständig auf das Smartphone schauen muss, um die korrekten Befehle für die Sprachsteuerung nachzuschlagen, sollte man sich die kurzen Anweisungen möglichst einprägen. Möchte man beispielsweise den Sender ZDF einschalten, lautet der zugehörige Befehl: "Alexa, öffne Waipu Player und schalte auf ZDF". Auch an die Möglichkeit, durch Sender zu zappen, haben die Entwickler gedacht. Der Befehl hierzu ist: "Alexa, sag Waipu Player weiter zappen". Nicht zuletzt ist es möglich, Details zur laufenden Sendung abzufragen: "Alexa, frage Waipu Player nach mehr Details zur aktuellen Sendung". Noch ausbaufähig Die Idee, Sender per Alexa umzuschalten, hat uns gut gefallen. Im Prinzip funktionierte dies auch auf dem Testgerät, allerdings wirkt die Sprachsteuerung mit den zuvor genannten langen Befehlen recht sperrig und in der Praxis wenig komfortabel. Damit die Fernbedienung letztendlich vollständig vom Wohnzimmertisch verschwinden kann, muss die Sprachsteuerung insgesamt aber noch viel tiefer in den Fernseher integriert werden. Mancher Hersteller, wie beispielsweise Hisense, bietet für neuere Geräte-Generationen bereits die Alexa-Unterstützung an. Dies ist wichtig, um den TV selbst an- und auszuschalten, den Eingang zu wählen oder die Lautstärke zu regeln. Eine noch elegantere Lösung wäre außerdem, wenn Hersteller Alexa direkt in ihre TV-Geräte integrieren. Damit könnten sich Zuschauer dann womöglich gleich auch die Anschaffung des Fire TV Sticks und einen Echo-Lautsprecher sparen.

Amazon hat in diesem Jahr mit dem Echo Show 2. Generation und Echo Dot 3. Generation sein Portfolio für den Sprachassistenten Alexa erneuert. Aber wo liegen die Unterschiede und lohnt sich der Umstieg?

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Björn König

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