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13.09.2017 - 14:22
Narrowband IoT

Vodafone: IoT-Wasserzähler funken unterirdisch

Aufwand für Ablesen reduziert sich drastisch

Vodafone Narrowband IoT

Vodafone startet einen erstes kommerzielles Pilotprojekt rund um Narrowband IoS
Foto: picture alliance / dpa

Das Internet der Dinge, kurz IoT, wird derzeit vor allem mit einem smarten Zuhause in Verbindung gebracht. Per Smartphone oder Sprache das Licht einschalten, die Heizung regeln, Rolläden runterfahren oder die Heimkinoanlage einschalten sind die klassischen Vorstellungen von IoT. Doch es geht auch anders, wie Vodafone in einem Pilotprojekt zeigen möchte.

Denn basierend auf dem eigenen Narrowband-IoT-Netz hat Vodafone in Kooperation mit Diehl Metering in Nürnberg einen Feld­versuch gestartet, digitale Wasser­zähler in schwer zugänglichen Gebäuden und Orten aus der Ferne abzulesen.

Konkret kommen dabei Wasserzähler mit Ultraschall­technik von Hybrus zum Einsatz. Der Vorteil der Ultraschall-Technik sei, dass sie unabhängig von den physikalischen Eigenschaften der eingesetzten Medien wie elektrische Leit­fähigkeit, Dichte, Temperatur und Viskosität arbeite. Von daher seien genauere Messungen mit geringer Abweichung möglich, zumal der Wartungs­aufwand aufgrund fehlender beweglicher Teile erheblich geringer ausfalle. Für den Einsatz in Kanälen und Schächten ist diese Technik daher besonders geeignet. Weniger Aufwand, niedrigere Kosten

Für Wasserwerke und Netzbetreiber wird das Ablesen des verbrauchten Wassers durch den Einsatz der Narrowband-IoT-Zähler enorm erleichtert. An Stellen wo es schwierig ist, an die Zähler heranzukommen oder im Winter, wenn Schächte mit den Wasser­zählern erst aufwändig enteist werden müssen, kann ein Wasser­zähler als Narrowband-IoT-Gerät ungemein hilfreich sein. Außerdem müssen bei Zähler­technik in Schächten aus Sicherheitsgründen immer zwei Mitarbeiter zusammen­arbeiten. Hinzu kommt, dass bei überfluteten Schächten diese erst abgepumpt werden müssen, was zusätzlich Zeit und Ressourcen verschlingt, von einer Absperrung der Straße ganz zu schweigen.

Für Kunden hat die Technik zudem den Vorteil, dass niemand mehr zu einem festen Termin zum Ablesen der Zähler­stände vor Ort sein muss. Die von Diehl Metering entwickelte Plattform funkt selbst­ständig in regelmäßigen Abständen die aktuellen Daten über den Wasser­verbrauch an den örtlichen Versorgungs­dienstleister.

Das die Wahl ausgerechnet auf Narrowband IoT gefallen ist, kommt nicht von ungefähr. Das zugrunde­liegende Netz von Vodafone kommt zum Teil auch in Bereiche, wo der klassische Mobilfunk nicht oder nur sehr schwer hinkommt, beispiels­weise hinter dicke Beton­wände in Häusern oder in metertief in der Erde verbuddelte Schächte. Ein Projekt aus dem IoT Future Lab Hervorgegangen ist das Pilot­projekt dabei aus dem IoT Future Lab, welches Vodafone erst diesen Februar eröffnete. Ziel des IoT Future Labs ist es, zusammen mit Partnern an intelligenten Lösungen im Bereich Narrowband IoT zu arbeiten, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungs­kette von Narrowband IoT ansiedeln. Technisch setzt es dabei auf das LTE-Netz von Vodafone auf, was in der Zukunft auf den 5G-Standard überführt werden soll.

"Narrowband IoT ist unser Netz speziell für Maschinen. Es ist optimal um Wasser- oder andere Zähler­stände tief in den Kellern oder sogar unter der Erde automatisch auszulesen", so Dr. Eric Kuisch, Geschäfts­führer Technik bei Vodafone. Auch bei dem Technologie­partner Diehl Metering ist man sichtlich begeistert von dem Projekt. "Seit vielen Jahren befasst sich Diehl Metering mit der automatisierten Auslesung von Mess­geräten. Für uns ist es sehr interessant, neueste Kommunikations­technologien wie Narrowband IoT hinsichtlich der Eignung für Metering-Anwendungen live im Feld zu validieren", so Hermann Trottler, Projekt­leiter Feldtests bei Diehl Metering.

Lesen Sie in einer weiteren Meldung, warum 900 MHz für IoT-Anwendungen nicht einfach so von GSM auf LTE umgeschaltet werden können.

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