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07.12.2017 - 11:35
4G

Vodafone plant LTE-Netz im Weltall

Basisstation auf dem Mond vorgesehen

Bereits im Frühjahr gab es erste Informationen zur Plänen für ein LTE-Funknetz auf dem Mond. Jetzt hat Vodafone, der Mobilfunk-Netzbetreiber, der an dem Projekt beteiligt ist, weitere Details zur Mondmission mit 4G-Mobilfunk verraten. Demnach will Start-up PTScientists in Zusammenarbeit mit Vodafone und dem Automobilkonzern Audi eine unbemannte Expedition zum Mond durchführen.

Ziel der für das kommende Jahr geplanten Unternehmung ist es, die erste private Raumfahrt möglich zu machen. Dazu soll der Erdtrabant weiter erforscht werden. Zu diesem Zweck soll auch die LTE-Funkzelle auf dem Mond errichtet werden, über die Daten zur Erde gefunkt werden können. Unter anderem ist es vorgesehen, über den 4G-Mobilfunk hochauflösende Bilder der Landestelle von Apollo 17 und des Mondfahrzeuges zu übertragen. Zukunftsvision: Erstes Dorf auf dem Mond

LTE bald auch auf dem Mond

LTE bald auch auf dem Mond
Foto: Vodafone

Apollo 17 machte sich am 7. Dezember 1972 - heute vor 45 Jahren - auf den Weg zum Mond, um den Erdtrabanten zu erforschen. Dabei handelte es sich um den bislang letzten Flug von der Erde zum Mond. Die nun geplante erste Mondlandung Deutschlands soll die Grundlage für weitere Missionen legen. Dabei formuliert Vodafone als Zukunftsvision sogar ein mögliches erstes Dorf auf dem Erdtrabanten, das quasi als entferntester Außenposten der Menschheit dienen könnte.

Die Mission soll unter anderem auch klären, ob sich die Materialien des Mondfahrzeugs von nach 45 Jahren verändert haben und ob möglicherweise sogar Staub auf dem Fahrzeug liegt. Dafür soll das Landemodul ALINA eine Funkverbindung zur Erde herstellen und so zur ersten LTE-Basisstation auf dem Mond werden. Zwei Audi Lunar Quattro Rover erforschen den Erdtrabanten, während sie über ALINA stets miteinander und mit der Erde verbunden sind. LTE verbraucht nur ein Bruchteil der Energieressourcen Vodafone stellt LTE auch als Lösung für ein Problem früherer Expeditionen ins Weltall dar. Die Videokommunikation und Steuerung voriger Missionen hätten immer einen Großteil der verfügbaren Energie verschlungen. Das habe oft zu technischen Kompromissen und langen Pausen geführt, in denen Mondfahrzeuge und Raumschiff wieder "aufgeladen" werden mussten. Die nun verwendete 4G-Technik verbrauche hingegen nur einen Bruchteil der Gesamtenergie.

"Mit Vodafone haben wir einen hervorragenden Technikpartner für die Reise ins All gefunden. Und mit LTE eine Technologie mit Weltraum-Potenzial. Denn die Steuerung des Raumschiffs und die sichere Landung sind nur die eine Seite der Medaille. Ein energieeffizientes Netz, mit dem wir unsere Geräte und Operationen und damit die ganze Mission dort oben steuern können, macht wahre Forschung erst möglich. Und genau das bietet LTE", so Robert Böhme, CEO der PTScientists.

In einer weiteren Meldung lesen Sie unter anderem, für wann bereits eine weitere Mond-Mission geplant ist.

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