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17.02.2019 - 14:22
Ausbau

Telekom: Das ist die modernste Vermittlungsstelle

Vorbereitung für massive Datenmengen über 5G

Private Kunden und Firmen erwarten eine immer höhere Internet-Band­breite - und nicht nur deswegen wird in Zukunft der Daten­ver­kehr in den Netzen rasant steigen. Wenn noch in diesem Jahr die ersten offi­zi­ellen 5G-Stationen ans Netz gehen, müssen diese an ein leistungs­fähiges Glas­faser­netz ange­bunden sein. Denn typi­sche 5G-Anwen­dungen wie Signale beim auto­nomen Fahren müssen mit so einer nied­rigen Latenz von unter einer Milli­se­kunde über­tragen werden, dass kein Unfall passiert.

In einem Blogein­trag berichtet die Telekom darüber, wie sie die Glas­fa­ser­netze jetzt schon für den in den kommenden Jahren zu erwar­tenden Ansturm der Daten­menge fit macht. Dafür werden schon jetzt Kapa­zi­täten gebaut, die viel­leicht erst in einigen Jahren benö­tigt werden. Telekom arbeitet mit Corning zusammen

Das neue System von Corning bei der Telekom in Frankfurt

Das neue System von Corning bei der Telekom in Frankfurt
Bild: Telekom

Bei der Aufrüs­tung von Ver­mittlungs­stellen arbeitet die Telekom mit dem US-ameri­kanischen Unter­nehmen Corning zusammen, das in der Öffent­lich­keit eigent­lich eher für das Gorilla-Display­glas bei Smart­phones bekannt ist. Corning gehört aber auch zu den führenden Entwick­lern von Glas­faser-Technik.

Ein Telekom-Mitar­beiter spricht in einem Videobe­richt davon, dass in Zukunft auch bei der Telekom das "Edge Compu­ting" wich­tiger wird: Das heißt. Die Entfer­nung vom "Endgerät" des Anwen­ders bis zur Vermitt­lungs­stelle muss kürzer werden, um Störungen einzu­dämmen und Daten­ver­luste auf dem Trans­portweg zu verrin­gern. Die Telekom baut zusätz­lich zu den großen zentralen Rechen­zen­tren vermehrt klei­nere dezen­trale Rechen­zen­tren in der Fläche, wo Daten­ströme - beispiels­weise aus den LTE- und 5G-Netzen - früh­zeitig in leis­tungs­fä­hige Glas­fa­ser­netze umge­leitet werden.

In einem gemein­samen Pilot­pro­jekt mit Corning werden in Deutsch­lands modernster Telekom-Vermitt­lungs­stelle in Frank­furt-Ginn­heim bereits jetzt Baugruppen einge­setzt, die die bis etwa 2025 zu erwar­tenden Daten­ströme bewäl­tigen können. Denn laut Prognosen soll bis dahin der Daten-Traffic jähr­lich um rund 30 Prozent steigen. Deut­lich mehr Netz-Kapa­zität auf derselben Fläche Die neuen Multi­ver­tei­ler­sys­teme von Corning sind auf Geschwin­dig­keiten von bis zu 400 Gigabit pro Sekunde ausge­legt. Bisher konnte in den Rechen­zen­tren der Telekom pro Kabel nur ein Dienst über­tragen werden. Wurde ein neuer Dienst kreiert, musste jedes Mal aufwendig die Vermitt­lungs­stelle ausge­baut werden. Nun sind es mit dem neuen System vier Dienste pro Kabel.

Bislang konnte die Telekom einen Tech­nik­schrank mit 730 Diensten bestü­cken, in Zukunft sind es über 3000. Das ist mehr Über­tra­gungs­ka­pa­zität auf der glei­chen Fläche. Außerdem kann die Telekom damit Netz­ka­pa­zi­täten für spätere Dienste reser­vieren, die jetzt viel­leicht noch gar nicht erfunden sind.

Die neuen Systeme von Corning sollen sich werk­zeug­frei in Betrieb nehmen lassen, das soll bei der Instal­la­tion bis zu 90 Prozent Zeit sparen. Und auch später sollen Erwei­te­rungen und Aktua­li­sie­rungen deut­lich schneller vonstatten gehen. Modernste Telekom-Vermitt­lungs­stelle in Frank­furt im Video

In einem sepa­raten Artikel haben wir erläu­tert, welche Internet-Geschwin­dig­keit Sie für welchen Dienst benö­tigen.

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