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08.10.2018 - 10:05
Zusammenarbeit

Telefónica kooperiert beim Netz­aus­bau mit der Telekom

Glasfaser-Anbindung für 5000 Standorte

Telefónica Deutschland und die Deutsche Telekom haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um einen schnelleren Ausbau ihrer Mobilfunknetze zu ermöglichen. Die Vereinbarung der beiden Telefongesellschaften sieht vor, langfristig mindestens 5000 Mobilfunkstandorte der Telefónica an die Glasfaser-Infrastruktur der Telekom anzubinden. Umgekehrt kann die Telekom die daraus erzielten Synergien für den eigenen Netzausbau nutzen

Telekom und Telefónica arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen - zuerst beim National Roaming, das es den Kunden aus dem damaligen Viag-Interkom- und heutigen Telefónica-Netzes ermöglicht hatte, das GSM-Netz der Telekom mitzunutzen. So war für die Kunden eine flächendeckende Mobilfunkabdeckung gewährleistet, bevor das Unternehmen sein eigenes Netz in der Fläche ausgebaut hatte.

Vor sieben Jahren haben die beiden Telekommunikationsunternehmen einen sogenannten Mobile-Backhaul-Vertrag abgeschlossen. Der Backhaul in einem Mobilfunknetz bindet die in der Fläche verteilten Basisstationen, also Mobilfunkantennen, an das Netzzentrum an. Die aktuelle Vereinbarung setzt darauf auf und erweitert die Zusammenarbeit deutlich. Markus Haas: "Wichtiger Meilenstein für den Netzausbau"

Telefónica und Telekom arbeiten zusammen

Telefónica und Telekom arbeiten zusammen
Foto: Telefónica

"Mit der Partnerschaft zwischen Telefónica Deutschland und der Deutschen Telekom erzielen wir einen wichtigen Meilenstein für den Netzausbau in Deutschland", sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. "Durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur können wir den Ausbau unseres Mobilfunknetzes beschleunigt vorantreiben und einen signifikanten Anteil an Mobilfunkstandorten fit für den Zukunftsstandard 5G machen. Unsere Kunden profitieren dadurch unmittelbar von einem leistungsfähigeren Mobilfunknetz und einem besseren Netzerlebnis."

"Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit der Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland. Bei unserer Kooperation gewinnen alle, weil Telekom und Telefónica Synergien nutzen. Die Ressourcen, die wir dadurch einsparen, werden wir konsequent in den weiteren Netzausbau und die Entwicklung von 5G investieren", sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner am Rande der Vertragsunterzeichnung. "Die Telekom baut und betreibt das mit Abstand größte Glasfasernetz in Deutschland. Wir freuen uns, dass wir unsere Infrastruktur nun gemeinsam mit Telefónica nutzen werden - denn davon profitiert Deutschland, davon profitieren Millionen Menschen." Die Kooperation zeige außerdem, dass Telekommunikationsanbieter auch ohne regulatorische Eingriffe die Zusammenarbeit suchten, so Wössner. Immer höhere Anforderungen an die Mobilfunknetze Telekom und Telefónica betonen, dass die Anforderungen an alle Mobilfunknetze ständig steigen. Die Kunden würden immer mehr Geräte nutzen und immer größere Datenmengen übertragen. Allerdings seien neben der Übertragungsgeschwindigkeit auch Verfügbarkeit, Netzabdeckung sowie Latenz wichtige Faktoren. Angesichts dieser Herausforderungen sei eine Zusammenarbeit zwischen den Telefongesellschaften sinnvoll.

Die beiden Kooperationspartner sehen sich durch die Erweiterung ihrer Zusammenarbeit auch gut aufgestellt, um die vorhandene Infrastruktur für UMTS und LTE in den kommenden Jahren schrittweise um den neuen 5G-Standard zu erweitern. Die Netze von Telefónica und Telekom bleiben eigenständig und auch an Verträgen und Rufnummern der Kunden ändere sich nichts. Für den Betrieb und die Überwachung des Glasfasernetzes sei wiederum die Telekom zuständig.

In einem Themen-Special haben wir bereits aufgezeigt, wie ein Mobilfunknetz funktioniert.

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