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20.11.2019 - 12:44
4G

Telekom erhöht ab sofort Leistung an 500 LTE-Standorten

760 000 Haushalte in Grenznähe profitieren

Die Deut­sche Telekom hat ange­kündigt, "Deutsch­lands größtes Funk­loch" zu schließen. Gemeint ist damit die Netz­abde­ckung - vor allem mit dem LTE-Stan­dard - in Grenz­nähe. In der Vergan­genheit wurden Basis­stationen an den deut­schen Außen­grenzen oft nur mit vermin­derter Leis­tung betrieben. Zum Teil mussten bereits in Betrieb genom­mene Sende­anlagen sogar wieder abge­schaltet werden.

Bereits Ende September hatte das Bundes­minis­terium für Verkehr und digi­tale Infra­struktur den Weg dafür frei­gemacht, dass die Netz­betreiber auch Kunden in Grenz­nähe besser mit Mobil­funk versorgen können. Die Telekom erläu­tert, was sich regu­lato­risch geän­dert hat: "Bisher durften die Mobil­funk-Anbieter entlang der Grenzen zu unseren Nach­barn das Poten­zial ihrer LTE-Antennen nicht voll ausschöpfen. So sah es eine Vorschrift der Bundes­netz­agentur vor, durch die vermieden werden sollte, dass deut­sche Mobil­funk­netze auslän­dische Funk­dienste stören. Bei Über­schrei­tungen haftete bisher die Bundes­netz­agentur. Diese Haftung ist nun auf die Netz­betreiber über­gegangen." 500 weitere LTE-Stand­orte funken jetzt mit voller Leis­tung

Telekom verbessert LTE-Empfang an der Grenze

Telekom verbessert LTE-Empfang an der Grenze
Foto: Telekom

Nachdem Voda­fone schon Ende Oktober erste Maßnahmen für einen besseren Handy­empfang in Grenz­nähe getroffen hat, folgt nun die Telekom. Ab sofort werden in einem ersten Schritt an rund 500 Mobil­funk-Stand­orten entlang der deut­schen Außen­grenzen die bishe­rigen Leis­tungs­beschrän­kungen aufge­hoben. Die Basis­stationen arbeiten laut Telekom nun mit den glei­chen Leis­tungs­para­metern wie an allen anderen Stand­orten. Dadurch soll sich für viele Kunden der Mobil­funk-Empfang verbes­sern und die Surf-Geschwin­digkeit erhöhen.

"Wir werden die neue Rege­lung mit Augenmaß, aber offensiv nutzen", sagt Walter Golde­nits Geschäfts­führer Tech­nologie Telekom Deutsch­land. " Von dieser Maßnahme profi­tieren mehr als 760 000 Haus­halte. In den vergan­genen Jahren war es in etwa so, als würde man mit ange­zogener Hand­bremse fahren. Das ist nun endlich vorbei. Dies ist jedoch nur der erste Schritt. Wir werden in den nächsten Monaten die LTE-Versor­gung entlang der Grenzen noch weiter verbes­sern." Diese Verbes­serungen ergeben sich in den einzelnen Bundes­ländern In Schleswig-Holstein soll sich für rund 160 000 Haus­halte eine bessere Netz­abde­ckung ergeben. Aber auch in Baden-Würt­temberg (90 000 Haus­halte), Bayern (50 000 Haus­halte), Bran­denburg (39 000 Haus­halte), Meck­lenburg-Vorpom­mern (82 000 Haus­halte), Nieder­sachsen (88 000 Haus­halte), Nord­rhein-West­falen (92 000 Haus­halte), Rhein­land-Pfalz (61 000 Haus­halte), dem Saar­land (33 000  Haus­halte) und in Sachsen (69 000 Haus­halte) ergeben sich deut­liche Verbes­serungen beim LTE-Empfang.

Wie die Telekom weiter erläu­terte, gibt es in Grenz­nähe auch noch etwa 260 Stand­orte, an denen der LTE-Stan­dard noch gar nicht verfügbar ist. Im Laufe der kommenden Monate will der Netz­betreiber diese Basis­stationen mit 4G aufrüsten, um weitere Versor­gungs­lücken zu schließen. Damit will das Unter­nehmen weitere 285 000 Haus­halte mit dem LTE-Netz errei­chen. In einer weiteren Meldung lesen Sie, wie die Telekom beim jüngsten Netz­test abge­schnitten hat.

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