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21.01.2019 - 14:39
Breitbandausbau

Telekom & Co.: Mehr Geschwindigkeit für Millionen

Entweder Vectoring oder Glasfaser bis ins Gebäude

An 2,3 Millionen Anschlüssen kann die Telekom nun bis zu 250 MBit/s anbieten. Insgesamt sind es damit inzwischen 16 Millionen Anschlüsse, die der Bonner TK-Konzern mit Super-Vectoring ausgebaut hat. Zusätzlich hat die Telekom viele VDSL-Gebiete nachgerüstet und damit für weitere 541 000 Anschlüsse Surf-Geschwin­digkeiten von maximal 100 MBit/s ermöglicht. Dabei wird die Telekom nicht müde zu betonen, dass sie sowohl in den Metropolen als auch auf dem Land Breitband aus­baut. Bereits zum Jahreswechsel wurden 300 000 Anschlüsse auf maximal 100 MBit/s im Download und 40 MBit/s im Upload beschleunigt. Der aktuelle Ausbau mit 241 000 Haushalten betrifft Städte wie Halle/Saale und Frankfurt/Oder ebenso wie Georgen­thal, Beetzseeheide oder Zapfendorf.

Ausbau mit Kupfer und Glasfaser

Breitbandausbau Telekom Vectoring

Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Wochen den Breitbandausbau weiter vorangetrieben und für über 500.000 Haushalte die Surf-Geschwindigkeit erhöht
Deutsche Telekom

Die wöchentlichen Ausbaumeldungen der Telekom offenbaren ihren Schwerpunkt auf FTTC, also dem Verlegen von Glasfaser bis zum Verteiler in der Straße. Seit Anfang Januar informiert das Unternehmen auch über den Ausbau des LTE-Mobilfunknetzes. Natürlich verlegt die Telekom auch Glasfaser bis in die Gebäude (FTTH). Das ist aber vornehmlich das Revier der Deutschen Glasfaser, die ihrerseits gerne betont, komplett kupferfreie Netze, also ohne VDSL und Vectoring, zu bauen.

Die Stadt Verl will die Deutsche Glasfaser beispielsweise flächendeckend mit einem solchen kupferfreien Netz versorgen. Die ersten Haushalte werden in den Ortsteilen Kaunitz, Bornholte-Bahnhof und Sürenheide einen Anschluss an das reine Glasfaser­netz erhalten. Wenn auch in den Ortsteilen Verl und Sende in der nun gestartete Nachfragebündelung mehr als 40 Prozent der Haushalte einen Anschluss der Deut­schen Glasfaser bestellen, könnte die Stadt eine Glasfaserabdeckung von 85 Prozent erreichen. Zusätzlich sollen mit etwa vier Millionen Euro Fördermitteln 400 abgelege­ne Haushalte, für die sich der privatwirtschaftliche Ausbau nicht lohnt, ans Netz an­geschlossen werden. Bis zu 10 GBit/s für Unternehmen In Neustadt an der Weinstraße und Haßloch hat die Deutsche Glasfaser bereits mit den Ausbauplanungen und Bauabstimmungen begonnen. Hier erhalten das Gewer­begebiet im Neustadter Ortsteil Speyerdorf sowie das Industriegebiet Süd in Haßloch symmetrische Bandbreiten von 250 MBit/s bis 10 GBit/s. Demnächst könnten auch die Unternehmen im Solar- und Gewerbepark in Lachen-Speyerdorf mit solchen Band­breiten im World Wide Web surfen. „Hier fehlen aktuell noch einige wenige Verträge, um einen eigenwirtschaftlichen Ausbau realisieren zu können“, erklärt Sebastian Klo­pottek, zuständiger Geschäftskundenberater bei der Deutschen Glasfaser.

Deutsche Glasfaser Breitbandausbau Techniker

Die Deutsche Glasfaser positioniert sich mit kupferfreien Glasfasernetzen gegen den Breitbandausbau auf Basis der Vectoring-Technologie
Deutsche Glasfaser/Michael Bader

Das Unternehmen aus dem westfälischen Borken ist aber nicht nur in Nachfragebün­delungen direkt bei den Haushalten aktiv. Es sucht auch den Kontakt zu politischen Entscheidern. So ist die Deutsche Glasfaser dem Giga-Pakt für Niedersachsen beige­treten. Dabei handelt es sich um eine Partnerschaft von Kommunen, Verbänden und Tele­kommuni­kations­an­bietern, initiiert vom nieder­sächsischen Ministerium für Wirt­schaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Ziel des Pakts: Die Versorgung aller Men­schen in Niedersachsen mit Gigabit-fähigen Glasfaseranschlüssen bis 2025. Dazu treffen sich die Partner einmal im Quartal zu Gesprächen, um zum Beispiel Förder­re­geln oder Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Bleibt zu hoffen, dass der Giga-Pakt für weitere Millionen Haushalte Highspeed-Internet bringt.

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Marc Hankmann

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