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11.02.2014 - 09:55
Hauptversammlung

E-Plus-Übernahme: Telefónica Deutschland bringt den Stein ins Rollen

Anteilseigner der deutschen Tochter sollen Weichen stellen

Genehmigt die EU-Kommission das Geschäft, wird es den deutschen Mobilfunkmarkt grundlegend verändern. Noch bevor die Brüsseler Wettbewerbshüter die Entscheidung zum Kauf von E-Plus fällen, bringt Telefónica Deutschland (o2) die Übernahme nun auf den Weg. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in München sollen die Anteilseigner der deutschen Tochter des spanischen Telekomriesen Telefónica die Weichen stellen.

Angesichts der satten Dreiviertelmehrheit der Spanier dürften die Abstimmungen reine Formsache sein. Jedoch dürfte über etliche Details des Deals informiert werden. Durch die Fusion würde - gemessen an den Mobilfunkkunden - ein neuer Marktführer vor der Deutschen Telekom und Vodafone entstehen. E-Plus allein hat im vergangenen Jahr die Schwelle von 25 Millionen Kunden geknackt. Dennoch hat der Mobilfunker mit zurückgehenden Zahlen in puncto EBITDA und Umsatz pro Kunde zu kämpfen. EU-Kommission hat Antrag von Kartellamt abgewiesen

Telefónica bringt E-Plus-Übernahme auf den Weg

Telefónica bringt E-Plus-Übernahme auf den Weg
Bild: dpa

Erst Ende des vergangenen Monats hatte die EU-Kommission einen Antrag der Bundeskartellamts abgewiesen. Das Kartellamt wollte die Fusion zwischen E-Plus und o2 eigentlich selbst prüfen. Nun liegt die Entscheidung in den Händen der EU-Kommission. Jetzt muss die oberste Kartellbehörde der EU bis Mitte Mai über den Antrag von Telefónica entscheiden. Telefónica Deutschland will für E-Plus rund 3,7 Milliarden Euro in bar bezahlen. Zudem bekommt die bisherige E-Plus-Mutter KPN Aktien des neuen Unternehmens. In den Augen der EU-Kommission könnte die Übernahme den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt schwächen, deshalb gibt es noch Bedenken.

Ende Januar hatte der o2-Chef René Schuster plötzlich und unerwartet sein Amt niedergelegt. Dabei wurde natürlich entsprechend spekuliert, ob die Fusion von o2 und E-Plus etwas damit zutun haben könnte. In einem ausführlichen Hintergrundbericht haben wir versucht, auf die zahlreichen aufkommenden Fragen zum Rücktritt Schusters Antworten zu finden. Mehr dazu in unserem Editorial - o2-Chef weg.

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Marleen Frontzeck-Hornke mit Material von dpa

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