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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 17.07.19

Öffentlich-rechtlicher Beitragsservice: GEZ im neuen Gewand

Rundfunkbeitrag statt Rundfunkgebühr: Abgabe nun pro Haushalt

Seit dem 1. Januar 2013 wird der neue Rundfunkbeitrag zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erhoben. Im Gegensatz zur alten Rundfunk­gebühr (umgangs­sprachlich auch "GEZ-Gebühr" genannt) gilt die Abgabenpflicht für Privatleute nun nicht mehr pro Empfangsgerät, sondern pro Haushalt. Die Wohnungs­pauschale, die seit 1. April 2015 17,50 Euro pro Monat beträgt (vorher: 17,98 Euro pro Monat), müssen alle Haushalte in Deutschland mit wenigen Ausnahmen zahlen, unabhängig davon, ob überhaupt Geräte wie TV und Radio für den Rundfunk-Empfang vorhanden sind.

Wer ein geringes Einkommen hat und Sozial­leistungen bezieht, kann sich von der Zahlung des Rundfunk­beitrags befreien lassen. Viele Seh- und Hörgeschädigte, die zuvor von der Zahlung der Rundfunk­gebühr befreit waren, müssen nun jedoch einen ermäßigten monatlichen Rundfunk­beitrag zahlen. Für Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen gelten hingegen komplexere Berechnungs­regeln je nach Anzahl von Betriebs­stätten, Mitarbeitern und Fahrzeugen. Beitragsservice statt Gebühreneinzugszentrale (GEZ)

Slogan des ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservice

Neuer Name, neuer Slogan, alte Kritik.
Bild: ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservice

Zudem wurde die zuvor für den Einzug der Rundfunk­gebühr zuständige Gebühren­einzugs­zentrale (GEZ) vom neuen ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice abgelöst. Die zuvor gefürchteten Hausbesuche von selbständigen Ermittlern, die im Auftrag der GEZ tätig waren, sind zwar nun abgeschafft. Allerdings führt auch der Beitrags­service Adress­abgleiche mit den Einwohner­meldeämtern durch. Der Rundfunkbeitrag wird rückwirkend seit dem 1. Januar 2013 erhoben.

Wie schon zuvor die Rundfunkgebühren und die GEZ sorgt auch der Rundfunk­beitrag für viel Unmut. Dieser erwächst sowohl durch die Höhe der Beiträge als auch durch die Art und Weise der Erhebung. Nicht nur Wirtschafts­unternehmen, sondern auch Städte, Kommunen und viele öffentliche Institutionen haben daher ihre Unzufriedenheit über den neuen Rundfunk­beitrag geäußert. Meldungen zu Rundfunkbeitrag

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