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14.10.2018 - 12:02
Keine Flatrate

Surfroam: Roaming-SIM für 200 Länder im Test

Einfache Bestellung, Abrechnung pro Megabyte

Inhaltsverzeichnis:

  1. Roaming-SIM Surfroam im Test
  2. Kosten, Surfgeschwindigkeit und Fazit
  3. Alles auf einer Seite lesen

Für Auslandsreisen außerhalb der EU sind Roaming-SIM-Karten und Roaming-Hotspots gegebenenfalls eine Alternative zum Erwerb einer lokalen SIM-Karte. Allerdings erfordern Roaming-SIM-Karten eventuell einen gewissen Zeitaufwand: Die Lieferung aus dem Ausland benötigt oft mehrere Wochen, anschließend muss meist ein Kunden-Account erstellt und/oder eine App installiert werden. Und danach muss der Kunde das Tarifsystem studieren und verstehen, um die korrekte Tarifoption für die entsprechende Reise-Region zu buchen.

Die Roaming-SIM von Surfroam orientiert sich stattdessen am ehemaligen simyo-Slogan "weil einfach einfach einfach ist". Denn sowohl Bestellung, Einrichtung und Nutzung erwiesen sich in unserem Test als erfreulich unkompliziert. Lediglich die Kosten sollte man im Blick behalten, wie wir in unserem Test festgestellt haben.

Surfroam im Test

Surfroam im Test
Bild: Surfroam

Bestellung, Versand, Guthabenaufladung Die Surfroam-SIM selbst kostet nichts. Bei der Bestellung sind 15 Euro zu entrichten, dieser Betrag befindet sich dann als Guthaben auf dem Guthabenkonto. Versandkosten werden weltweit keine berechnet. Als Bezahlverfahren werden Visa, Mastercard, Diners, American Express, Paypal, Bitcoins, Litecoins und andere Verfahren akzeptiert.

Die Surfroam Ltd. hat ihren Sitz in London, geliefert wurde unsere SIM-Karte aus dem Zweitbüro in Riga/Lettland. Zehn Tage nach der Bestellung wurde sie uns per Einschreiben zugestellt, dabei wurde allerdings keinerlei Identifizierungsverfahren für die Prepaidkarte durchgeführt. Der Postangestellte schaute nur kurz auf unseren Personalausweis, um zu kontrollieren, dass wir der auf dem Umschlag angegebene Empfänger sind.

Auf der SIM-Karte befinden sich eine SIM-Nummer, ein PUK-Code und eine (bei Auslieferung deaktivierte) PIN. Direkt auf der Homepage kann das Guthaben einfach dadurch aufgeladen werden, dass man seine SIM-Nummer angibt, einen Aufladebetrag auswählt (möglich sind 15, 25, 50 und 100 Euro), dies in den Warenkorb legt und bezahlt. Dafür sind kein Login und keine Angabe weiterer persönlicher Daten notwendig. Nach dem Kauf ist die Surfroam-SIM für ein Jahr aktiv, dann muss der Kunde wieder neues Guthaben aufladen, um die Karte weiter nutzen zu können.

Der Umschlag mit SIM, Öffnungswerkzeug und Anleitung kommt aus Riga/Lettland

Der Umschlag mit SIM, Öffnungswerkzeug und Anleitung kommt aus Riga/Lettland
Bild. teltarif.de / Alexander Kuch

Inbetriebnahme in wenigen Minuten und Netzwahl Die Inbetriebnahme von Surfroam ist recht einfach. Unsere SIM wurde in allen drei Größen (Mini-, Micro- und Nano-SIM) geliefert, sogar ein Öffnungswerkzeug lag der Sendung bei. Nach dem Einsetzen der SIM muss die mobile Datenverbindung und Datenroaming aktiviert sein. Nun muss der Kunde den APN manuell konfigurieren: Als APN ist "globaldata" einzutragen, unter Android muss auch im Namen-Feld "globaldata" stehen. Alle anderen Felder bleiben leer.

Nach dem Speichern sollte man WLAN ausschalten und kontrollieren, ob sich das Smartphone korrekt mit dem mobilen Datennetz verbindet. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt Surfroam einen Neustart des Telefons. Unserer SIM wurde übrigens eine britische Rufnummer mit der Landesvorwahl +44 zugeordnet.

Nach den Angaben von Surfroam bestehen Roaming-Abkommen mit allen drei deutschen Netzbetreibern. Unsere SIM buchte sich automatisch ins HSPA-Netz von Vodafone ein. Als wir eine manuelle Netzwahl starteten, erhielten wir neun Optionen, und zwar alle drei Netzbetreiber mit jeweils 2G/3G/4G, zur Auswahl. Mit einem Fingertipp konnten wir uns in wenigen Sekunden ins Telekom-Netz einbuchen. Das manuelle Einbuchen ins Telefónica-Netz klappte während des kompletten Tests kein einziges Mal. Und auch in den Netzen von Telekom und Vodafone stand uns lediglich das HSPA-Netz zur Verfügung, selbst wenn wir manuell "Telekom 4G" oder "Vodafone 4G" gewählt hatten. In ein LTE-Netz wählte sich die SIM nie ein.

Auf der folgenden Seite gehen wir nun darauf ein, was das Surfen mit der Surfroam-SIM in diversen Ländern kostet und wie schnell das Surfen in Deutschland durchschnittlich war. Das führt zu einem eindeutigen Fazit.

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