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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 19.09.19
20.04.2019 - 18:05
Getestet

Viele Programme für Steuererklärung rechnen "katastrophal"

Wiso Steuersparbuch gewinnt

Viele neue Steu­er­pro­gramme auf dem Markt schneiden in einer Stich­probe der Zeit­schrift "Finanz­test" bei der Berech­nung und den Hilfe­stel­lungen "kata­stro­phal" ab.

Fünf von 14 getes­teten Soft­ware­pro­dukten für die Steu­er­erklä­rung sind wegen der vielen Rechen­fehler nicht empfeh­lens­wert, urteilen die Tester (Ausgabe 5/19). Dabei spre­chen gerade diese neuen Produkte gezielt junge Menschen und all jene an, die bisher keine Erklä­rung abge­geben haben.

Als Brow­ser­an­wen­dung oder App werben die neuen Ange­bote mit Einfach­heit und halten dieses Verspre­chen den Testern zufolge auch ein. Der Preis dafür sei aber zu hoch: Schließ­lich verlassen sich Nutzer auf steu­er­liche Rich­tig­keit und wollen ein Maximum an Erstat­tung heraus­holen. Die neuen Ange­bote waren im Test insbe­son­dere für Eltern ein "Total­aus­fall", weil sich damit weder Kinder­frei- noch Entlas­tungs­be­träge richtig bean­tragen ließen. Wiso Steu­er­spar­buch gewinnt

Programme für Steuererklärung im Test

Programme für Steuererklärung im Test
Bild: dpa

Einige Sach­ver­halte löste den Angaben zufolge kein Programm perfekt, etwa den Abzug von Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rungs­bei­trägen für Kinder sowie den Antrag auf den Behin­der­ten­pausch­be­trag, wenn Pfle­ge­grad IV vorliegt. Der Pausch­be­trag ging im Test flöten, weil sich keines der 14 Programme nach einem mögli­chen Pfle­ge­grad erkun­digte. Abge­fragt wurde nur der Schwer­be­hin­der­ten­aus­weis.

Allen, die Pfle­ge­grad IV oder V, aber keinen solchen Ausweis besitzen, raten die Experten zu tricksen, indem sie beim Grad der Behin­de­rung eine "0" eingeben und das Feld "hilflos oder blind" ankreuzen. Ansonsten könne der Steu­er­be­scheid meist noch vier Jahre rück­wir­kend geän­dert werden, wenn man den Pausch­be­trag mit dem Kran­ken­kas­sen­brief über den Pfle­ge­grad bean­tragt.

Die besten Programme im Test waren "Wiso Steu­er­spar­buch 2019" (rund 35 Euro für Windows und 40 Euro für Mac) und dessen Internet-Vari­ante "Wiso Steu­erweb" (35 Euro). Sie errei­chen jeweils insge­samt ein "Gut" (Note 1,6). Kaum schlechter schnitt mit der Note 1,8 das rund 15 Euro teure Windows-Programm "Tax 2019" ab. Alle drei Ange­bote kommen von Buhl Data Service.

Mit etwas Abstand folgen insge­samt "befrie­di­gende" Ange­bote: Die "Steu­er­spa­r­er­klä­rung 2019" der Akade­mi­schen Arbeits­ge­mein­schaft (Note 2,6) für rund 30 Euro (Windows und Mac) sowie "Quick­steuer 2019" von Haufe-Lexware (Note 2,8) für 15 Euro (Windows).

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dpa /

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