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26.02.2018 - 22:04
Hands-On

Ausprobiert: Sony Xperia XZ2 und XZ2 Compact

HDR-Display, Stereo-Lautsprecher und neues Design

Mit den Modellen Xperia XZ2 und Xperia XZ2 Compact springt Sony nun ebenfalls auf den Trend der 18:9-Displays auf. Auch gibt es eine neue Designsprache bei den beiden Geräten zu bestaunen, die Sony als KANDO bezeichnet. teltarif.de hat beide Geräte einem Hands-On unterzogen.

MWC 2018 Sony

Sony Xperia XZ2 im Hands-On
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Neues Erscheinungsbild Auffallend ist die rundlichere Form und der exzessive Einsatz von Glas, vor allem auf der gewölbten Rückseite. Gerade dadurch liegt es weicher und angenehmer in der Hand, wodurch es sich sehr deutlich von den bisherigen Flaggschiff-Smartphones von Sony unterscheidet. Fingerabdrücke werden geradezu magisch angezogen. Für Stabilität sorgt weiterhin ein Rahmen aus Aluminium mit passend zur Rückseite glänzender Oberfläche. Schade: Sony hat einen gewissen eigenständigen Design-Charakter dadurch verloren und ist jetzt einer unter vielen. Auch das Compact-Modell hat die gewölbte Rückseite, allerdings aus Kunststoff mit einer mattierten Oberfläche. Optisch sieht es dezenter aus. Schade: Nur das Xperia XZ2 unterstützt Wireless Charging, das Xperia XZ2 Compact hingegen nicht.

Neu ist, dass das Display nun dem trendigen 18:9-Seitenverhältnis folgt, womit zeitgleich auch die Ränder ober- und unterhalb schmaler werden. Die Auflösung bleibt trotz des Wachstums auf 5,7 Zoll nahezu bei FullHD, genauer gesagt bei FullHD+ mit 1080 mal 2160 Pixel - das Display des Xperia XZ2 Compact ist mit 5 Zoll deutlich kleiner bei ansonsten identischen Eckdaten. Inhalte sind erfreulich scharf und es können zudem HDR-Inhalte wiedergegeben werden, was zuvor noch dem Xperia XZ Premium vorbehalten blieb. Das Panel selbst kann sehr hell werden bei Bedarf und liefert eine satte Farb­wiedergabe ohne dabei zu kräftig zu wirken. Nicht-HDR-Inhalte werden in Sony-eigenen Apps auf HDR hochgerechnet.

MWC 2018 Sony

Die Rückseite des Xperia XZ2 zieht Fingerabdrücke magisch an
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Flankiert wird das Display von den S Force genannten Stereo­lautsprechern, die verdammt laut werden können. Neu ist im Xperia XZ2, dass mittels Vibrations­module des Gerätes der Sound zusätzlich visualisiert werden kann, womit vornehmlich basslastige Inhalte in Filmen oder Musikvideos verstärkt werden. Drei Stufen für die Intensität lassen sich einstellen – oder das Feature komplett deaktivieren. Das Xperia XZ2 Compact muss auf dieses witzige, aber wenig wichtige Feature verzichten. Streitfrage ist bei beiden Xperia-XZ2-Modellen die gestrichene Klinkenbuchse für Kopfhörer: Die einen befürworten es, andere lehnen es wiederum komplett ab. Alles HDR oder was?

MWC 2018 Sony

Mattiert weiß die Rückseite mehr zu gefallen
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Bei der Kamera handelt es sich nicht um ein neues Modul, es wurde laut Sony 1:1 aus dem Xperia XZ1 übernommen. Das bedeutet: 19 Megapixel Auflösung, eine f/2.0-Blende, Super-SlowMotion-Videoaufnahmen mit bis zu 960 Frames pro Sekunde und ein BIONZ-Bildprozessor. Neu ist die Möglichkeit, Super-SlowMotion-Videos in FullHD-Qualität aufzunehmen und 4K-Videos in HDR. Beides wird erst durch die Power des Snapdragon 845 ermöglicht. In einem ersten schnellen Test vor Ort ist das Ergebnis vielversprechend, was Detailreichtum, Farbwiedergabe und Schärfe anbelangt.

MWC 2018 Sony

Trotz 5 Zoll noch handlich: Das Sony Xperia XZ2 Compact
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Komisch ist die Positionierung des Fingerabdruck­sensors auf der Rückseite. Bei den ersten Versuchen ist dieser zu tief gesetzt, sodass anfangs immer die Kameralinse "betatscht" wird, häufiges Putzen der Linse inbegriffen. Aber: Er ist deutlich zu erfühlen. Hinzu kommt, dass beim Xperia XZ2 die Kamera einschließlich LED-Blitzlicht anders positioniert ist, verglichen zum Xperia XZ2 Compact - vermutlich, um auf den ersten Blick einen gewissen Unterschied zwischen beiden Modellen zu haben. Erfreulich ist auch, dass Sony die zweistufige Kamerataste zum Fokussieren und Auslösen beibehalten hat. Die Druckpunkte sind bei beiden Modellen etwas weich geraten, ausgenommen der Lautstärkewippe.

Speichertechnisch ist das Xperia-XZ2-Duo mit 64 GB internem UFS-Speicher ausgestattet, wovon für den Nutzer knapp 49 GB frei verfügbar sind. Mit 4 GB RAM bleibt das Android-Smartphone erstaunlich konservativ, ist aber trotzdem mehr als performant genug, was nicht zuletzt am Snapdragon 845 liegt. Interessant wird der Prozessor auch dadurch, dass das LTE-Modem LTE Cat18 mit bis zu 1,2 GBit/s im Download unterstützt – was in Deutschland mangels entsprechender Netztechnologie ohnehin nicht ausgereizt werden könnte. WLAN-ac, Bluetooth 5.0, VoLTE und WiFi Calling beherrscht das Smartphone auch, es ist aber vom Netzbetreiber abhängig, ob es tatsächlich freigeschaltet ist.

MWC 2018 Sony

Die Tasten haben einen etwas schwammigen Druckpunkt, dafür ist die Kamerataste geblieben
Foto: teltarif.de / Stefan Kirchner

Bei der Software setzt Sony noch auf Android 8.0 Oreo, belässt die Oberfläche wie schon auf den Vorgänger-Modellen sehr nah am Standard-Look von Google. Neue Software-Tricks kann die Kamera, beziehungsweise der 3D­Creator. Objekte lassen sich nun auch mit der 5 Megapixel Frontkamera aufnehmen, was bei den XZ1-Modellen noch auf die rückseitige Hauptkamera beschränkt geblieben war.

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