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21.11.2014 - 11:49
Kurzmeldung

Bundesnetzagentur warnt vor unberechtigter Inkasso-Abzocke

Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote gelten weiterhin

Im Zeitalter von Messaging-Apps funktionieren Betrugsversuche per SMS-Abos offenbar immer noch. Im Laufe des Jahres hatte die Bundesnetzagentur immer wieder hunderte Nummern abgeschaltet, die durch Missbrauch aufgefallen sind. Verbunden mit der Abschaltung ist in der Regel ein Verbot der Rechnungslegung und Inkassierung, entsprechende Rechnungsbeträge dürfen also nicht kassiert werden.

Heute warnt die BNetzA nun vor der Inkassofirma Europa Inkasso GmbH mit Sitz in Berlin, die ausstehende Rechnungen der Firma Telecom Billing Ltd. und auch der International Billing Services Ltd. eintreiben möchte. Die Rechnungen beziehen sich auf angebliche Mitgliedschaften in einem "Premium SMS Club" oder in einem telefonischen Chat-Portal. Die Bundesnetzagentur empfiehlt betroffenen Verbrauchern, derartige Mahnschreiben zu ignorieren.

Die beiden Firmen hatten unverlangt Werbe-SMS versandt. Hat der Empfänger zurückgerufen oder per SMS geantwortet, wurden Kosten in Höhe von 90 Euro bzw. 49,95 Euro berechnet. In den Schreiben der Europa Inkasso GmbH wurden sogar Besuche durch "Außendienst-Mitarbeiter" und die Einleitung einer Zwangsvollstreckung angedroht. Die Firma Europa Inkasso GmbH ist laut Angaben der BNetzA in Deutschland weder als Gesellschaft im Handelsregister eingetragen noch als Inkassounternehmen registriert.


19.09.2014 - 11:54
Betrug

BNetzA kämpft gegen SMS-Abzocke und schaltet hunderte Nummern ab

Rechnungen der bulgarischen Firma dürfen nicht eingetrieben werden

Dass im Zeitalter von Smartphone-Messengern SMS-Spam immer noch ankommt und Handy-Nutzer darauf hereinfallen, ist erstaunlich. Immerhin sah sich die Bundesnetzagentur in einem aktuellen Fall zum Eingreifen gezwungen. Die Staatsbehörde teilt mit, dass sie die Abschaltung von weiteren 60 Rufnummern angeordnet hat, die für SMS-Fallen genutzt wurden.

Der Übeltäter war die Firma Telecom Billing Ltd. mit Sitz in Sofia/Bulgarien. "Verbraucher sollen auf unverlangte SMS von unbekannten Absendern nicht reagieren. Dies gilt in erster Linie für SMS mit vermeintlich persönlichen Inhalten oder Kontaktwünschen", äußerte BNetzA-Präsident Jochen Homann in der heutigen Mitteilung. "Der missbräuchliche Charakter dieser SMS wird in der Regel erst im Nachhinein deutlich. Unseriöse Anbieter verleiten Verbraucher gerade durch die Angabe von scheinbar unbedenklichen Kontaktrufnummern, wie herkömmlichen Mobilfunk- oder Ortsnetzrufnummern, zu unbedachten und voreiligen Anrufen oder SMS." So funktionierte die dreiste Masche

BNetzA kämpft gegen SMS-Abzocke und schaltet hunderte Nummern ab

BNetzA kämpft gegen SMS-Abzocke und schaltet hunderte Nummern ab
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Seit April dieses Jahres versendeten die Abzocker an zahlreiche Verbraucher per unverlangter SMS angebliche private Kontaktwünsche. Die SMS hatten den Zweck, den Empfänger zum Rückruf auf darin genannte Handy- oder Ortsnetzrufnummern zu animieren. Doch ein persönlicher Kontakt kam nie zustande. Den Verbrauchern wurden bei einem Anruf auf der beworbenen Rufnummern stattdessen die kostenpflichtigen Chat-Dienste "Flirt und Party Flatrate" oder "Flirt & Erotik Chat" untergeschoben. Anschließend erhielten die betroffenen Verbraucher eine Rechnung des Anbieters Telecom Billing Ltd. mit Absenderadressen in Sofia, Hamburg oder Düsseldorf. Bezahlte der vermeintliche Kunde nicht, wurden offene Forderungen im weiteren Verlauf durch verschiedene Inkassounternehmen eingefordert.

Verbraucher, die auf derartige Mitteilungen reagierten und die in der SMS genannte Nummer anwählten, erhielten saftige Rechnungen in Höhe von 90 Euro. Darum war die Bundesnetzagentur eingeschritten, seit Ende April sei die Abschaltung von insgesamt 522 Rufnummern verfügt worden.

Mit der Abschaltung der Nummern alleine ist es allerdings nicht getan, vor allem nicht für die Nutzer, die bereits auf die Masche hereingefallen sind. Zum Schutz vor unberechtigten Forderungen hat die Bundesnetzagentur darum gegenüber der Telecom Billing Ltd. und den Inkassounternehmen, die mit den Abzockern zusammenarbeiten, Verbote der Rechnungslegung und Inkassierung erlassen.

Handy-Nutzer, die eine Rechnung der Telecom Billing Ltd. oder eines beauftragten Inkassounternehmens erhalten haben, sollten sich nach Mitteilung der Behörde auf das Verbot berufen. Die durch die Anwahl der Rufnummern entstandenen Forderungen dürfen weder in Rechnung gestellt noch eingefordert werden. Die Bundesnetzagentur rät: Wenn der Verbraucher eine derartige Rechnung bereits bezahlt hat, sollte er - gegebenenfalls unterstützt durch die örtliche Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt - das Geld zurückfordern.

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