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23.07.2012 - 13:59
Ratgeber

Smartphone-Mittelklasse: Der VW Golf unter den Handys

Was die Handys können müssen, was man nicht unbedingt braucht

Inhaltsverzeichnis:

  1. Das muss ein Mittelklasse-Smartphone können
  2. Alternative Software und weitere Ausstattung

Smartphones sind seit geraumer Zeit der Dauerbrenner auf dem Handy-Markt, die Mehrzahl der verkauften Geräte zählt mittlerweile zu dieser Klasse. Doch Smartphone ist nicht gleich Smartphone, und nicht Jeder kann oder will sich ein Apple iPhone, Samsung Galaxy S3 oder HTC One X für 500 Euro und mehr kaufen. Das ist aber auch gar nicht unbedingt nötig, denn schließlich gibt es auch Mittelklasse-Smartphones, die deutlich günstiger daher kommen und trotzdem alle wichtigen Funktionen eines modernen Handys erfüllen. Die Auswahl ist jedoch bei der Masse an verfügbaren Modellen nicht ganz einfach. Wir zeigen in diesem Ratgeber, was ein Mittelklasse-Smartphone können und haben sollte, und wovon man besser die Finger lässt.

Die genaue Definition der Smartphone-Mittelklasse muss zunächst anhand des Preises getroffen werden. Im Gegensatz zu sehr günstigen Einsteiger-Modellen, die es bereits für rund 100 Euro gibt, liegen die Preise hier meist bei 150 bis 300 Euro - darüber beginnt dann langsam, aber sicher das High-End-Segment. Angesichts der schnell voranschreitenden technischen Entwicklung landen allerdings auch regelmäßig Top-Smartphones des Vorjahres in dieser Kategorie, wenn sie technisch überholt werden und der Preis sinkt. Hier gilt es, die Augen in Online-Shops, Preissuchmaschinen oder Prospekten nach aktuellen Angeboten offen zu halten, denn nur weil es einen Nachfolger gibt, wird ein Smartphone nicht unbedingt schlecht. Hardware: Prozessor und Speicherplatz

Smartphones der Mittelklasse - das müssen sie können

Smartphones der Mittelklasse - das müssen sie können
Bild: HTC, Nokia, LG, Samsung, Sony - Montage: teltarif.de

Betrachtet man die Hardware eines Smartphones, ist der Prozessor das Herzstück und maßgeblich für die Arbeitsgeschwindigkeit verantwortlich. In der Mittelklasse haben die Prozessoren meist nur einen Rechenkern, hier und da gibt es aber auch Dual-Core-Handys zu günstigen Preisen. Der einzelne Kern ist für die alltäglichen Aufgaben wie Surfen, Mailen oder Social Networks kein Hindernis, allerdings sollte die Taktfrequenz bei mindestens 800 MHz, besser 1 GHz liegen. Darunter wird es vor allem bei Android-Smartphones in der Regel ruckelig, Spiele und manche Apps können Probleme bereiten und der Spaß am Smartphone vergeht. Nicht jeder Hersteller gibt jedoch die Taktfrequenz des Prozessors an, zudem trägt auch die Software ihren Teil zur Geschwindigkeit bei. Neutrale Testberichte können hier helfen, ein Ausprobieren vor Ort, etwa im Handy- oder Elektronik-Laden, sind ebenfalls zu empfehlen.

Beim internen Speicherplatz wird in der Smartphone-Mittelklasse gerne gespart - verständlich, schließlich sind die Preise für Flash-Speicher nach wie vor recht hoch. In den meisten Fällen sind bei Android-Handys hier nur 1 oder maximal 2 GB Speicherplatz vorhanden. Das ist sehr knapp bemessen, aber meist lässt sich mit Hilfe einer Speicherkarte hier recht preiswert Abhilfe schaffen - auf einen solchen Steckplatz sollte beim Kauf dringend geachtet werden. Eine Ausnahme stellen hier Handys mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone dar. Dies erlaubt derzeit noch keinen Speicherkarten-Steckplatz, dafür haben aber selbst ausgewiesene Einsteiger-Modelle wie das Nokia Lumia 610 immerhin 8 GB internen Speicher - das reicht den meisten Nutzern schon mal eine ganze Weile. Software: Das Betriebssystem

HTC One V mit Android 4.0

HTC One V mit Android 4.0
Bild: HTC

Mindestens genauso wichtig wie die Hardware ist allerdings bei einem Smartphone die Software und damit das Betriebssystem. Eins vorneweg: Von unbekannten, proprietären Betriebssystemen sollten Smartphone-Käufer Abstand nehmen, hier sind meist weder Updates noch der Nachschub an Apps gesichert. Aus der Reihe der etablierten Systeme bleibt zwar iOS dem teuren iPhone vorbehalten, die Smartphone-Mittelklasse hat allerdings auch einiges an Auswahl zu bieten. Vor allem mit Android sind zahlreiche günstige Geräte auf dem Markt. Hier sollte der Käufer aber darauf achten, keine Uralt-Version des Google-Betriebssystems zu bekommen, Android 2.3 Gingerbread sollte es heutzutage schon sein, schließlich ist auch dieses System bereits seit Ende 2010 auf dem Markt. Beispielsweise gibt es von HTC mit dem One V sowie dem Desire C zwei günstige - letzteres kostet nur etwa 180 Euro - Smartphones, die sogar bereits mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich ausgestattet sind. Aufgepasst: Gerade bei sehr günstigen Android-Handys von eher unbekannten Herstellern sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Zugang zum Google Play Store gewährleistet ist!

Günstige Modelle sind auch mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone zu haben, und hier ist die Hardware meist gar noch ein wenig besser - hier wird für den Kunden zum Vorteil, dass sich Windows Phones noch immer nicht in riesigen Mengen verkaufen, weshalb die Hersteller die Preise gesenkt haben. So ist beispielsweise das Nokia Lumia 710 mittlerweile für rund 180 Euro erhältlich - und damit kurioser Weise deutlich günstiger als das später vorgestellte, aber schlechter ausgestattete Lumia 610. Auch High-End-Modelle anderer Hersteller wie etwa das HTC Titan liegen mittlerweile unter der 300-Euro-Schwelle. In Sachen Apps und Funktionalität müssen die Nutzer mit Windows Phone kaum noch Abstriche gegenüber iOS und Android machen, zudem läuft das System auf schwachen Plattformen meist deutlich flüssiger. Der dicke Wermutstropfen hier ist allerdings Windows Phone 8, denn für bestehende Geräte wird es nur ein abgespecktes Update geben.

Auf der nächsten Seite widmen wir uns einem alternativen Betriebssystem sowie der weiteren Ausstattung, die ein Mittelklasse-Smartphone haben sollte.

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