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11.10.2017 - 08:46
Rufton

Eigene Klingeltöne für das Smart­phone: So geht's

Mehr als nur Ring-Ring

Ein voller Zug, ein Telefon klingelt. 15 Passagiere greifen in die Jackentasche, aber nur einer wird angerufen. Waren Klingeltöne früher noch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und wurden im Fernsehen in Dauerschleife beworben, klingelt heute gefühlt jedes zweite Telefon gleich. Dabei kann man modernen Smartphones ziemlich einfach eine persönliche Klingel-Note verpassen. Aber worauf kommt es dabei an?

Ein guter Klingelton sollte individuell sein und einen Wiedererkennungswert haben, dabei aber nicht penetrant sein, sagt Marcel Kloppenburg von der Universität der Künste Berlin. Das Problem: Diese Kombination ist ganz schön schwierig.

Wer schon länger ein Mobiltelefon hat, erinnert sich vielleicht noch an die Zeit der Spar-Abos und Klingeltöne mit Namen wie "Crazy Frog" oder klugen Sprüchen von Politiker-Imitatoren. Auch heute gibt es noch Klingelton-Abos. Besitzer moderner Smartphones haben zum Glück ganz andere Möglichkeiten, ihr Telefon individuell klingeln zu lassen - falls ihnen die vorinstallierten Töne der Hersteller nicht zusagen. So kommt der eigene Klingelton auf das Handy

Klingeltöne selbst erstellen

Klingeltöne selbst erstellen
Foto: teltarif.de

Android macht es seinen Nutzern leicht: Das Telefon wird mit einem Computer verbunden und die gewünschten Ton-Dateien zum Beispiel in den Ordner "Music" verschoben, oder man lädt die Musikdateien direkt auf das Telefon. Die Töne sollten dazu am besten als MP3-Datei in der Mediathek liegen. Prinzipiell werden aber fast alle Audio-Dateiformate akzeptiert, und es spielt auch keine Rolle, wie lang das Lied oder der Ton ist. Bei Apples iOS, das bei iPhone, iPad und iPod touch zum Einsatz kommt, ist es etwas komplizierter: Der gewünschte Ton muss im M4R-Format vorliegen und darf maximal 40 Sekunden lang sein, wobei es sich de facto um eine Datei mit AAC-Codierung, aber spezieller, nur von Apple verwendeter Endung handelt. Die gewünschte Musik lässt sich mit kostenlosen Programmen wie Audacity zurechtschneiden und mit dem ebenfalls gratis nutzbaren Online Audio Converter in M4R-Format wandeln. Nun muss der fertige Klingelton nur noch in den iTunes-Bereich "Töne" verschoben werden und taucht nach einer Synchronisierung von Telefon und Computer in den Einstellungen des iPhones auf. Vorsicht vor Gratis-Klingeltönen aus dem Netz Wer nicht am Computer basteln will, aber auch unter den bestehenden Tönen nicht fündig wird, stößt im Netz schnell auf Webseiten mit kostenlosen Klingeltönen. Dabei besteht aber die Gefahr, sich schädliche Software einzufangen. "Im Internet hat keiner was zu verschenken", warnt Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Interessenten empfiehlt Buttler, lieber ein bisschen Geld zu investieren. Besonders für iPhone-Nutzer ist das ziemlich einfach. In den Klingelton-Einstellungen des Geräts gibt es am oberen rechten Bildschirmrand einen direkten Zugang zum Klingelton-Store. Für 99 Cent stehen hier viele Töne bereit, die sofort auswählbar sind.

Der Google Play Store für Android-Smartphones und -Tablets hat keinen Klingeltonbereich, dafür kann man dort Musik kaufen und sie als Klingelton auswählen. Mit Apps wie Ringtone Maker (Android) kann der gewünschte Ton gekürzt und ein Einblende- und Ausblendeeffekt eingefügt werden. Für iOS geht es mit der Ringtones-App. Dann klingelt nicht bei jedem Anruf der ganze Song von Anfang an.

Auch die Spar-Abos gibt es heute noch - allerdings ist die ganz schlimme Abzocke mit Klingeltönen mittlerweile abgeflaut, sagt Verbraucherschützer Buttler. Wer Klingeltöne per App oder kostenpflichtiger SMS kauft, müsse aber wachsam sein, ob es sich um einen Einzelkauf handelt, oder ob durch den Kauf ein Abonnement abgeschlossen wird. Eine beim Mobilfunkanbieter eingerichtete Drittanbietersperre schützt vor ungewollten Käufen. Sie lässt sich entweder über das Online-Kundenkonto, die Hotline oder per Kunden-App kostenfrei einrichten.

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mit Material von dpa

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