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11.10.2018 - 00:00
Smart-TV-Software

Von Android TV bis Tizen: Smart-TV-Systeme im Vergleich

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Lösungen

Die Soft­ware-Welt von Smart-TVs ist kunter­bunt, da fällt es schwer, den Über­blick über die verschie­denen Platt­formen und ihre Features zu bewahren. Zwar setzen mehrere Hersteller wie Sony, Philips und Grundig auf Android TV, aber andere Anbieter wie etwa Samsung und LG kochen ihr eigenes Betriebs­system-Süpp­chen. Was bieten Googles Lösung und die Alter­nativen Tizen, WebOS, Firefox OS und Smart Portal? Wir haben in diesem Bericht aufge­schlüs­selt, welches Unter­nehmen auf welchen Smart-TV-Unterbau setzt und was die Unter­schiede zwischen den Platt­formen sind. Android TV – Smart­phone-artiges Enter­tain­ment

Android TV von Google

Android TV von Google
Google / Sharp

Googles Android TV ist zwar weit verbreitet, nimmt aber noch längst nicht einen derar­tigen Stel­lenwert ein, wie es bei der Vari­ante für mobile Endge­räte der Fall ist. Die bekann­testen Verfechter vom menschen­ähnli­chen Roboter für die Matt­scheibe sind Sony, Philips, Sharp und Grundig. Der Such­maschinen-Konzern hat die Benut­zerober­fläche von Android TV auf die Steue­rung via Fern­bedie­nung ange­passt. Zwar funk­tionieren nicht alle vom Smart­phone bekannten Apps, aber die wich­tigsten Vertreter aus den Berei­chen Musik- und Video-Strea­ming sowie soziale Netz­werke. Manche Smart-TVs auf Android-TV-Basis können aller­dings eine etwas lang­same Reak­tion aufweisen. Ein prak­tischer Helfer im Alltag ist auch am Fern­seher der Google Assi­stant. webOS Smart TV – Palm-Über­bleibsel

LG webOS

LG webOS
LG

Von Palm zu HP und von HP zu LG – webOS hat einen holp­rigen Weg hinter sich. Seit 2013 bietet LG schlaue Fern­sehge­räte auf Basis des ehema­ligen Smart­phone-Betriebs­systems an. Die anfangs unbe­queme und verschach­telte Benut­zerober­fläche wich mitt­lerweile einer intui­tiven Steue­rung. Vor allem das schnelle Wech­seln von Tasks weiß zu gefallen. Im LG Store warten zwar bei weitem nicht so viele Apps wie bei Android TV auf den Zuschauer, das Gebo­tene reicht für die meisten Strea­ming- und Infor­mations-Bedürf­nisse aller­dings aus. Auf neueren LG-Fern­sehern wird eine Sprach­erken­nung via Google Assi­stant geboten. Tizen OS for TV – vom Handy und Wearable zum Fern­seher

Tizen von Samsung

Tizen von Samsung
Samsung

Samsung selbst hebt als großen Vorteil für sein haus­eigenes Smart-TV-OS die unkom­plizierte Hand­habung hervor. Das Smart Hub setzt Features wie Apps, TV-Sender, Einstel­lungen und Quellen in eine Fußzeile – wohin­gegen so manche Wett­bewerber, etwa Android TV, die ganze Anzei­gefläche bean­spru­chen. Des Weiteren möchte der Konzern vor allem Gamer an den Fern­sehbild­schirm holen, denn während die Google-Konkur­renz zwar viele Apps habe, würde es an Spielen mangeln. Apropos Apps: nach Android TV erhalten Konsu­menten bei Tizen OS die zweit­größte Auswahl. Firefox OS – heißt jetzt My Home Screen

My Home Screen von Panasonic

My Home Screen von Panasonic
Techradar

Offi­ziell als My Home Screen beworben fußt Pana­sonics Soft­ware auf Mozillas Betriebs­system. Im schlanken Home-Menü finden sich auch Einsteiger schnell zurecht. An der Reak­tion der smarten Funk­tionen gibt es eben­falls nichts auszu­setzen, das App-Angebot ist aller­dings über­schaubar. Beson­ders Freunde von sozialen Netz­werken werden mit My Home Screen nicht glück­lich. Hingegen haben es die belieb­testen Video-Strea­ming-Anbieter mit einer Appli­kation in den über­schau­baren Store geschafft. Schade: die Sprach­steue­rung klappt leider nur mit einem Umweg über das Handy. Toshiba Smart Portal – Schüt­zenhilfe von Opera TV

Smart Portal von Toshiba

Smart Portal von Toshiba
Toshiba

Toshibas Start in die Ära der cleveren Fern­seher war eher durch­wachsen, seit Toshiba Places hat sich aber einiges getan. Die Platt­form Smart Portal gewährt Zugang zu diversen popu­lären Apps, sei es im Strea­ming- oder Social-Bereich. Die rudi­mentäre Anzahl an Anwen­dungen wird durch eine weitere Bezugs­quelle kompen­siert. Opera TV bietet neben Filmen und Serien auch diverse Apps. Die Alexa-Anbin­dung von Toshiba Smart Portal ist eben­falls begrü­ßens­wert. Die über­frach­tete Benut­zerober­fläche könnte hingegen Fein­schliff vertragen. Über­sicht der Smart-TV-Betriebs­systeme

Platt­form-Name Entwickler unter­stüt­zende Hersteller App-Viel­falt
Android-TV Google Sony
Philips
Grundig
Sharp
TCL
Pana­sonic
Hisense
sehr groß
Tizen OS for TV Samsung Samsung durch­schnitt­lich
webOS Smart TV LG LG durch­schnitt­lich
My Home Screen Pana­sonic Pana­sonic gering
Smart Portal Toshiba Toshiba durch­schnitt­lich
Stand: 10. Oktober 2018.
Fazit zu den Smart-TV-Betriebs­systemen Ein perfektes Fernseh-OS gibt es nicht – es gilt eher zu beachten, welche Kompro­misse man am ehesten eingehen kann. So setzt Android TV eine entspre­chend gute Hard­ware-Basis mit ausrei­chend RAM voraus, ansonsten kann es zu Ruckeln bei den Apps und eine träge Reak­tions­zeit kommen. WebOS (LG) und My Smart Home (Pana­sonic) reagieren zügig, aber insbe­sondere letz­teres lässt so manche Anwen­dungen vermissen. Toshibas Smart Portal hat durch Opera TV eine ordent­liche Soft­ware-Palette, die Ober­fläche kann anfangs aller­dings verwirren. Unser Tipp: suchen Sie am besten einen Elek­tronik­händler vor Ort auf und testen Sie die unter­schied­lichen Platt­formen ausgiebig. Schließ­lich ist ein Fern­seher ein lang­jähriger Begleiter, weshalb der Nutzer auf lange Sicht Freude an der Soft­ware haben sollte.

Übri­gens: Die Sicher­heit von smarten TV-Geräten ist bislang ein Thema, was ein wenig zu kurz gekommen ist. Die Frequenz und Qualität von Soft­ware-Updates und Sicher­heits­patches für Smart-TVs sind nicht mit denen von Betriebs­system wie iOS, Android, Windows oder macOS vergleichbar. Einiges können Nutzer aber doch für ihre Sicher­heit tun.

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