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12.10.2017 - 13:04
Ohne Smartphone

Oculus Go: Die VR-Brille, die kein Smartphone braucht

Facebook will VR-Geschäft neue Impulse geben

Oculus Go

Facebook will VR mit der Oculus Go unabhängig von PC und Smartphone machen
Bild: Oculus

Als Oculus 2012 mit der Crowdfunding-Kampagne für die Oculus Rift begann, war dies der Anfang für Virtual Reality im Consumer-Bereich. Seit dem hat sich der Markt stark verändert: 2014 wurde Oculus von Facebook für zwei Milliarden US-Dollar aufgekauft und hat mit der HTC Vive zudem einen technisch sehr starken Konkurrenten bekommen.

Nun will das Unternehmen mit der Oculus Go die nächste Evolutionsstufe zünden und eine VR-Brille auf den Markt bringen, für das es weder einen leistungs­starken PC noch ein Smartphone braucht. Die komplette Technik, von Displays, Linsen bis Speicher und Prozessor, sind in der Brille selbst implementiert.

Die Energie­versorgung erfolgt vermutlich über eingebaute Akkus, was sich negativ auf das Gewicht auswirken dürfte. Genaue Details dazu hat Oculus bisher noch nicht veröffentlicht. Umfangreiche Inhalte zum Start

Damit zum geplanten Start Anfang 2018 für 199 US-Dollar - Euro-Preise gibt es noch nicht - ein möglichst großes Angebot an passenden VR-Inhalten verfügbar ist, will Oculus die Oculus Go kompatibel zur Gear-VR-Plattform von Samsung machen. Immerhin ist die VR-Brille für Samsungs S- und Note-Reihe ein Gemeinschafts­projekt beider Unternehmen, da ist ein gemeinsamer Ansatz bei der Software-Plattform sicherlich nicht verkehrt.

Ob jedoch für die Go entwickelte Inhalte später auch für die Samsung Gear VR verfügbar gemacht werden sollen, ist offen. Technisch unabhängig und scharfes Display Positioniert wird die Oculus Go zwischen dem teuren Premium-Produkt Oculus Rift für den PC und die preiswerte Smartphone-Alternative Gear VR. Für das Tracking der Kopf­bewegungen kommen vier Kameras zum Einsatz, die laut ersten Informationen aber nur die Kopf­bewegung tracken (3DOF, Degrees of Freedom), nicht jedoch die Position in einem zuvor gescannten Raum (6DOF). Das gilt auch für den zugehörigen Controller, welcher zum Liefer­umfang der Oculus Go gehören wird.

Technisch erfolgt die Bildausgabe der VR-Brille über ein Display mit noch unbekannter Größe. Die Auflösung liegt bei 1440 mal 2560 Pixel und basiert auf einem Fast-Switch-LCD, was die Darstellung verbessern soll. OLED-basierende Displays wie beispiels­weise bei Samsung-Smartphones für die Gear VR haben das Problem, dass einzelne Pixel deutlich zu erkennen sind. Der berüchtigte als Fliegen­gitter bezeichnete Effekt fällt dadurch deutlich niedriger aus.

Zusätzlich sollen neue Linsen in der Oculus Go zum Einsatz kommen, die ein Sichtfeld von bis zu 110 Grad ermöglichen. Oculus betont, dass sich die Go sogar für Brillen­träger eignet. Mittels softer Materialien für die Polsterung, soll das VR-Headset zudem sehr bequem auf dem Nasenbein aufliegen. Audio wird über in das Kopfband eingebaute Laut­sprecher ausgegeben - alternativ lassen sich Kopfhörer per 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse an der VR-Brille verwenden.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, warum VR-Brillen vor allem im geschäftlichen Umfeld auf reges Interesse stoßen. Mehr zum Thema Facebook

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