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07.01.2019 - 16:30
zu teuer

Der Nächste: Auch Spotify dreht Apple den Geldhahn zu

Zu hohe Provisionen - keine Abos mehr über iTunes

Immer mehr große Kunden strei­chen die Bezahl­funktion aus ihren iOS-Apps. Nach Netflix ist nun Spotify der Nächste, der diesen Weg geht. Apple dürfte das ziem­lich weh tun. Markt­beobachter schätzen, dass Netflix und Spotify alleine für fünf Prozent der regel­mä­ßigen Einnahmen bei iTunes gesorgt haben. Bei Netflix sollen das 285 Mio. Dollar pro Jahr gewesen sein.

Ab sofort: Spotify schafft die Bezahlmöglichkeit über iTunes ab

Ab sofort: Spotify schafft die Bezahlmöglichkeit über iTunes ab
Bild: Spotify

Der Grund: Apple schneidet bei den Aboge­bühren kräftig mit. Im ersten Jahr landen 30 Prozent in Cuper­tino, im zweiten immerhin noch 15 Prozent. Zuviel Geld, wie Spotify auf seiner Service-Seite auch frei­mütig einräumt. „Bis vor kurzem konn­test du über das In-App-Zahlungs­system von Apple für Spotify Premium bezahlen. Bei neuen Abon­nenten ist das nun nicht mehr möglich. Der Grund hierfür ist die Zusatz­ge­bühr, die Apple auf den Stan­dard­preis aufschlägt. Daher haben wir beschlossen, diese Zwischen­in­stanz zu umgehen, damit du Spotify güns­tiger genießt.“ heißt es da. Bezahlen wird unkom­for­ta­bler Das mag zwar billiger sein, für die Kunden wird es jetzt aber unbe­quemer. Ganz abge­sehen davon, dass die Dienste nun nicht mehr zentral verwaltet werden können, verbietet Apple nämlich in seinen Richt­linien, dass die Anbieter der Apps auf Zahlungs­me­thoden außer­halb von iTunes hinweisen dürfen, wenn die iTunes-Rech­nungs­stel­lung nicht ange­boten wird. Für Neukunden heißt das: Sie müssen erst einen Abste­cher auf der Spotify-Webseite machen und sich dort regis­trieren. Erst dann kann es mit dem werbe­freien Musik­ge­nuss losgehen.

Netflix blendet bei seiner App nur noch einen Link zum Log-in ein. Weitere Infor­ma­tionen etwa über Preise fehlen, genauso wie ein Link auf das Netflix-Portal. Immerhin: Bestands­kunden dürfen weiterhin über iTunes bezahlen, für sie ändert sich vorerst nichts. Andere Anbieter wie YouTube Music gehen übri­gens einen anderen Weg: Sie stellen ihren Kunden einfach die Provi­sion in Rech­nung.

Apple-Chef Tim Cook dürfte die Entwick­lung mit Besorgnis beob­achten. Das Busi­ness mit den Online-Diensten galt und gilt bei Apple als große Stütze des Unter­neh­mens. Nun bröckelt es aber genauso, wie das mit den iPhones. Über die Hinter­gründe der Apple-Misere hatte teltarif.de bereits berichtet.

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