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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 20.10.17
Software

Spezielle Software-Features für die GPS-Navigation

TMC sorgt für dynamische Routenführung, POI zeigen interessante Orte

Navigation: Software und Karten

Navigation: Software und Karten
Bild: teltarif.de

Die GPS-gestützte Navigation hat sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Dies betrifft nicht nur die Hardware, bei der sich zum Beispiel mit den handlichen Navis eine neue Geräteklasse bildete, die den GPS-Navis einen Massenmarkt eröffnete. In vielen Handys oder Smartphones ist heutzutage bereits eine Navi-Software integriert oder kann ganz einfach nachträglich installiert werden - und das für sehr viele mobile Betriebssysteme. Doch auch in puncto Features der Navi-Software kommen die Hersteller auf immer neue Ideen, die dann zügig in den nächsten Releases implementiert werden. POIs: Interessante Orte finden

Navigation: Software und Karten

TomTom-Navi zeigt Points of Interest (POI) entlang der Fahrtroute
TomTom

Den Anfang machten die POI (Points of Interest), bei manchem Hersteller auch OVI (Orte von Interesse) genannt. Zunächst beschränkte sich die POI-Auswahl auf wenige Kriterien wie Bahnhöfe, Flughäfen, Grenz­übergänge, Krankenhäuser, Parkgaragen oder Hotels, die dann in der Kartendarstellung eingezeichnet werden konnten. Mittlerweile liefert die Software der mobilen Navis (PND) sowie der Festeinbauten POI-Listen, die sich über mehrere Display-Seiten erstrecken: Tankstellen, Sportstätten, Apotheken, Festhallen, Bankomaten, Autohäuser, Botschaften, Golfplätze, Einkaufszentren, Hochschulen - eigentlich gibt es kaum noch eine Kategorie, die nicht aufgelistet wird. Flexible Routenführung mit TMC Die Einbindung aktueller Verkehrsinformationen in die Routenplanung gehört unbedingt zu einer Navigationssoftware dazu. Während die ersten Navigationsgeräte lediglich die Auswahl zwischen der kürzesten und der schnellsten Strecke anboten, kam mit dem TMC-Empfänger die dynamische Routenführung hinzu. Mittels der Daten, die über den "Traffic Message Channel" hereinkommen, werden Verkehrsbehinderungen auf der Strecke erkannt, und auf Wunsch errechnet die Software eine Alternativroute.

Mittlerweile sind die TMC-Systeme in der Lage, nicht nur die Länge des Staus, sondern auch die erwartbare Verzögerung zu erkennen und somit von Fall zu Fall zu entscheiden, ob sich eine Ausweichroute rentiert.

Ein weiterer Dienst mit derselben Funktion ist HERE Traffic (früher: NAVTEQ Traffic bzw. TMCpro), der technisch anders als TMC umgesetzt wird. Der Dienst ist kostenpflichtig, allerdings fallen in der Regel für den Endkunden keine erkennbaren, zusätzlichen Entgelte an, da diese mit dem Kaufpreis des Navis bereits abgegolten sind. Die notwendigen Daten für eine schnellere und genauere Echzeit-Verkehrsanalyse werden unter anderem von Datensensoren an Autobahnbrücken, in die Fahrbahn integrierte Sensorschleifen sowie aus Bewegungsdaten von ausgewählten Fahrzeugen mit GPS ("Floating Car Data") gewonnen. Die Verkehrsmeldungen werden über die privaten Radiosender ausgestrahlt. Gegen eine monatliche Gebühr steht eine noch genauere Variante zur Verfügung, bei der aktuelle Handy-Daten ausgewertet werden. Kartendaten für spezielle Anlässe und Zielgruppen Gang und gäbe sind mittlerweile auch auf Special-Interest-Gruppen zugeschnittene Kartendaten, beispielsweise für Wanderer und Motorradfahrer. Auch sportliche Großereignisse, zum Beispiel ein Fußballspiel, finden Berücksichtigung. Hier wird das Kartenmaterial so aufbereitet, dass sich Navi-Nutzer am Ort des Geschehens leichter zurechtfinden. Über bloße Routenplanung ist die Kartensoftware moderner Navigationsgeräte schon heute weit hinaus und wird künftig mit Sicherheit immer umfassendere Services bieten.

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Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und Co.