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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 19.10.17
Navis

Mobile Navigation: Mit dem Navi sicher ans Ziel kommen

Sicherer Einbau und schnelle Nutzung des Navis

Navigationsgeräte (oder kurz Navis) sind mittlerweile allgegenwärtig. Viele Autofahrer lassen sich heutzutage - besonders auf langen Fahrten - von einem Navigationsgerät den Weg weisen. Neben den fest eingebauten Navigationsgeräten gibt es auch tragbare Navis (Portable Navigation Devices, PNDs). Solche Geräte können dann auch in einem Mietwagen oder beim Umzug im Transporter verwendet werden. Prominente Hersteller sind TomTom oder Garmin. Die Marke Navigon wurde 2011 von Garmin übernommen, es werden aber heute keine Geräte mehr verkauft, sondern nur noch aktuelle Navigationssoftware. Auch die Hersteller Becker und Medion führen eine ganze Reihe unterschiedlicher Navis.

Der technische Fortschritt der letzten Jahre hat die mobilen Navis zu Alleskönnern weiterentwickelt. Auch Smartphones haben mittlerweile Navigationsfunktionen. Der Markt für Navigationsgeräte wird daher zunehmend unübersichtlich. Wann lohnt sich ein Neukauf? Und wann lohnt es sich, auf eine andere Geräteklasse zu setzen? teltarif.de erklärt, welche Navis es gibt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Tragbare Navigationsgeräte gibt es schon für unter 100 Euro. Dafür sind dann meist gute Einsteigergeräte erhältlich. Mittelklasse-Geräte kosten zwischen 150 und 250 Euro - je nach Ausstattung und Umfang des Kartenmaterials. In der Luxusklasse der Navis kann der Preis auf 400 bis 600 Euro steigen. Das sind dann oft Navis für spezielle Anwendungen wie im Wohnmobil, auf dem Motorrad oder für die Outdoor-Nutzung. Im Trend: Große Bildschirme, leichte Bedienung Navis sind seit jeher mit Touchscreens aus­gestat­tet, früher wurden aber resistive Touchscreens verwendet. Mittlerweile haben - wie bei den Smartphones - auch hier die kapazitiven Touch­screens Einzug gehalten. Diese lassen sich leichter bedienen als die resistiven Varianten. Die letzten Jahre haben im Bereich der Displays weitere Verbesserungen gebracht: Neuere Navis sind sogar multitouchfähig und die Farb­darstellung gelingt nun besser und kontrast­reicher.

Mobile Navigation: Mit dem Navi sicher ans Ziel kommen

Mobile Navigation: Mit dem Navi sicher ans Ziel kommen
Bild: teltarif.de

Um der zunehmenden kostenlosen Konkur­renz, zum Beispiel durch Google Maps oder Here WeGo (ehemals Here Maps) zu begegnen, setzen die Hersteller darauf, die Bedienung der Geräte zu vereinfachen. Nicht nur der Touch­screen, sondern die gesamte Benutzer­oberfläche wird verbessert, damit Nutzer schnell ein Ziel eingeben oder Zusatz­informationen abrufen können. Bei neueren Modellen bauen die Hersteller zudem Zusatzfunktionen für Smart­phone-Nutzer ein, beispielsweise für die Strecken­planung oder zur Verwaltung persön­licher Ziele, oder sie statten die Geräte selbst mit Funkmodulen aus. Höherpreisige Navis bringen spezielle Extras mit, wie eine integrierte Videokamera, Spurhalteassistent und Abstandswarner. Einbau: Sicherheit und Stromversorgung berücksichtigen Im Gegensatz zum fest eingebauten Navigationsgerät muss für das portable Navi ein Platz im Auto gefunden werden. Ganz klassisch ist die Saugnapf-Lösung, mit der das Navi an die Frontscheibe geklebt wird. Dafür sollte eine günstige Position gefunden werden, damit die Sicht auf die Straße nicht unnötig versperrt wird. Faustregel: Je weiter unten an der Frontscheibe, umso besser. Mittlerweile gibt es auch Universal­halterungen mit Saugnapf für das Armaturen­brett.

Für ein freies Sichtfeld dürfte die Montage an den Lüftungsschlitzen die beste Variante sein. Außerdem gibt es so keine Saugnapf-Spuren an der Scheibe und das Navi kann auch nicht herunterfallen. Nachteil: Die nötigen Lüftungsschlitzklammern sind nicht mit jedem Auto kompatibel. Zudem können Fahrer nun zwar ungehindert auf die Straße sehen, müssen dafür aber den Blick weiter von der Straße nehmen, wenn sie Informationen vom Navi benötigen. Bei dieser Installations­art sollten daher Blicke auf das Navi kurz gehalten werden. Viele Navis bieten auch eine Sprach­ausgabe für Fahranweisungen, Verkehrshinweise etc. mit verschiedenen Text-to-Speech-Stimmen in teilweise sehr unterschiedlicher Qualität und Zuverlässigkeit. Einige Modelle können auch per Sprachsteuerung bedient und die händische Eingabe während der Fahrt gleich ganz deaktiviert werden.

Je nach Auto kommen aber auch andere Befestigungen in Betracht. Einige Hersteller bieten Kissen an, die auf das Armaturenbrett geklebt werden, um anschließend das Gerät darauf zu stellen. Da der Boden somit rutschsicherer ist und aufgrund des hohen Eigengewichts soll das Navi dort stehen bleiben. Berichten im Internet zufolge funktioniert das tatsächlich. Die Vorteile sind auch hier, dass Saugnapf-Rückstände vermieden werden und die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt wird. Wirklich ratsam ist eine solche Befestigung aber nicht: Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung ist das Gerät womöglich nicht sicher genug befestigt und das Navi könnte sich in ein Geschoss verwandeln und zusätzlichen Schaden verursachen.

Tragbare Navis haben zwar meist einen Akku eingebaut, der auch einige Zeit hält. Für längere Fahrten ist aber dennoch eine externe Stromversorgung Pflicht. Bei der Wahl des Standortes des Navis sollte daher auch einkalkuliert werden, dass wenigstens ein Stromkabel vom Navi zur Bordsteckdose gelegt werden muss. Navigationsfunktionen: Schnelle Navigation zum Ziel Die eigentliche Routenfindung erfolgt heute mit den meisten Navigationsgeräten schnell und präzise. Aktuelles Kartenmaterial voraus­gesetzt, gehören sinnlose Navigations­manöver meist der Vergangenheit an. Ein Problem bleibt aber: Nicht alle Navis finden das nötige GPS-Signal schnell. Manchmal muss bis zu einer Minute gewartet werden, bis die Routenführung beginnt. Das kann gerade in der Stadt eine erhebliche Zeitspanne sein, zumal oft gleich zu Beginn ein oder zwei wichtige Kreuzungen kommen, an denen das Fundament für die richtige Richtung gelegt wird. Da empfiehlt es sich, das Navi schon etwas früher anzuschalten (oder ein schnelleres zu kaufen).

Fahrspurassistent von Garmin auf einem Garmin nüvi 57LMT

Fahrspurassistent von Garmin auf einem Garmin nüvi 57LMT
Bild: Garmin

Komfortfunktionen wie die realistische Anzeige einer Kreuzung oder Autobahn­aus­fahrt gehören heute auch bei preis­günstigen Geräten zum Standard (meist als Fahrspur-Assistent bezeichnet): Das Navi zeigt dann die jeweils richtigen Fahrspuren an. Das hilft zwar bei kurzfristigen Baustellen auch nicht weiter, kann aber gerade in unbekannten Gegenden Gold wert sein. Viele Navis zeigen während der Fahrt außerdem die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an. Dabei handelt es sich jedoch um Daten aus dem Kartenmaterial, das in diesem Zusammenhang nicht immer aktuell ist. Rechtlich bindend ist die Kennzeichnung durch Straßenschilder.

Der Empfang von aktuellen Verkehrsinformationen gelingt mit Hilfe des sogenannten Traffic-Message-Channel (TMC). Diese Daten erlauben dem Navi, eine neue Route auf Basis der aktuellen Verkehrslage zu berechnen, so dass der Fahrer bequem um einen Stau herumgeleitet wird. Daneben gibt es auch die kosten­pflichtige Premium-Variante HERE Traffic (auch bekannt als NAVTEQ Traffic/TMCpro), für die Nutzer zwar oft bezahlen müssen - die dafür aber auch genauere und aktuellere Daten anzeigt. Kosten für Daten­verbin­dun­gen ins Internet fallen dabei meist nicht an. Navis, die eine eigene Antenne zum Empfang von TMC-Daten benötigen, sind heute nicht mehr Stand der Technik - oftmals ist die Antenne in das USB-Stromkabel integriert. Einige Navi-Anbieter setzen beim Live-Verkehrsservice auch auf die Übertragung per DAB+ oder Mobilfunk.

Mehr zu besonderen Navi-Funktionen und Diensten finden Sie in unseren Ratgebern Karten und Zusatzdienste für Navis und Multimedia-Features für Navis sowie in der folgenden Ratgeber-Linkliste. Praktische Infos und Tipps zur mobilen Navigation

Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und Co. Meldungen zu Tragbaren Navis (PND)
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