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Meldung Tipps & Info Tarifrechner 27.06.17
Kartendienste

Zusatzdienste für Navis - vom Reiseführer zum Staumelder

Zusätzliche Dienste erweitern Navis enorm

Wer das Navi sicher eingebaut und die ersten Navigationsversuche überstanden hat, wird sich gerne mit den weiteren Funktionen eines Navis beschäftigen wollen. Wir geben eine Übersicht über Features, die heutzutage in Navis verfügbar sind. Zu den Multimedia-Funktionen in Navis haben wir einen Extra-Ratgeber für Sie zusammen­gestellt. Kartenmaterial und Kartendienste

Zusatzdienste für Navis - vom Reiseführer zum Staumelder

Zusatzdienste für Navis - vom Reiseführer zum Staumelder
Bild: teltarif.de

Ohne gutes Kartenmaterial kann ein Navi auch keine gute Routenführung liefern. Jahr für Jahr ändert sich die Straßenlandschaft in Deutschland etwas. So werden Autobahnen neu eingeweiht, Ortsumfahrungen kommen hinzu und die Verkehrsführung kann auf den Straßen geändert werden. Daher ist ein einigermaßen aktuelles Kartenmaterial unumgänglich. Dafür sollte nach dem Kauf eines Navis zunächst der Datenstand geprüft werden und eine Aktualisierung der Kartendaten erfolgen - am besten kostenlos.

Bei vielen Herstellern sind Gratis-Updates zumindest einmalig bis 90 Tage nach Erstnutzung für Ihr Navigationsgerät verfügbar, das gilt vor allem für preisgünstige Navis. Für manche Geräte gibt es sogar eine lebenslange kostenlose Update-Garantie. Wer kein Anrecht auf eine kostenlose Aktualisierung hat, kann zu jeder Zeit kostenpflichtig ein Kartenupdate kaufen. Alle Hersteller bieten Wege an, das Navi mit neuen Karten zu versorgen: Häufig werden Karten­aktuali­sierungen auf der Hersteller-Website zur Verfügung gestellt, teilweise gibt es Prepaid-Karten oder Abonnement-Modelle für den Karten-Update-Service. Sie sollten allerdings die unterschiedlichen Konditionen für Kartenupdates im Auge behalten, denn je nach Hersteller variieren die Häufigkeit der Bereitstellung und die Kosten.

Allerdings sollten Sie vor dem Kauf die kostenlosen Update-Garantien genauer unter die Lupe nehmen, denn häufig sind diese auf maximal 30 Jahre Gültigkeit begrenzt. Die Bezeichnung "lebenslang" bezieht sich auch nicht auf die Lebenszeit des Besitzers, sondern auf den Zeitraum, in dem der Hersteller noch Support für das Gerät anbietet. Die Option auf Gratis-Updates setzt bei einigen Herstellern zudem die Registrierung innerhalb einer 30-Tage-Frist nach Inbetriebnahme des Geräts voraus. Teilweise ist die Update-Garantie an eine Person und ein Gerät gebunden und somit nicht übertragbar und es gibt häufig weitere technische Voraussetzungen und Beschränkungen. Das Kartenmaterial wird vom Hersteller oder Drittanbieter beispielsweise nur in bestimmten Dateiformaten zur Verfügung gestellt, ältere Modelle mit veralteter Software können dann gegebenenfalls nicht mehr mit Updates versorgt werden. Prüfen Sie daher schon vor dem Kauf die genauen Vertragsbedingungen und Herstellerangaben. Länderkarten für Urlaubsreisen und weitere Features Käufer sollten darauf achten, für welche Länder aktuelle Karten mitgeliefert werden. Zuweilen sind Geräte mit nur wenigen Karten etwas preisgünstiger. Wer aber das Navi im Urlaub nutzen möchte, benötigt selbstverständlich die entsprechenden Länderkarten. Fehlende Karten lassen sich aber immer nachkaufen. Für Besitzer älterer Navis könnte sich gegebenenfalls auch ein kompletter Neukauf lohnen, denn die technische Entwicklung macht auch vor Navis nicht Halt.

Das Kartenmaterial verfügt nicht nur über Informationen zu den Straßen. Die Hersteller integrieren weitere Informationen. So hilft das Navi bei der Parkplatz- bzw. Parkhaus-Suche. Auch Sehenswürdigkeiten sind oft verzeichnet. Wer mit seinem Wohnwagen unterwegs ist, findet bei manchen Herstellern auch Daten zu Camping-Plätzen und Hotels. Unterwegs hilft das Navi dabei, Raststätten und Tankstellen zu finden.

Die Hersteller von Navis bieten neben den reinen Kartendaten auch zusätzliche Inhalte für ihre Geräte. Mittlerweile werden Zusatzdienste häufig über herstellereigene Plattformen zur Verfügung gestellt, die neben einem PC mit installierter Anbieter­software, auch ein Benutzerkonto voraussetzen. Per USB-Kabel, manchmal auch per PC- oder Smartphone-App, kann das Navi nach der Datensynchronisierung dann mit weiteren Features ausgestattet werden. Um einige Beispiele zu nennen: Besitzer von Navigon-Geräten können zahlreiche Zusatzfunktionen wie Fahr- und Verkehrs­assistenten, Restaurant-Guides und ähnliche Reisehelfer als Premium-Pakete für 50 bis 70 Euro kaufen. Alle Upgrades, Software- und Karten-Updates sind über das kostenlose Programm Navigon Fresh zu beziehen. Der Hersteller Tomtom bietet stattdessen die Websuche MyDrive an, in der Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten recherchiert werden können - entsprechende POIs (Points of Interest) sind dann über MyDrive Connect vom PC oder Smartphone auf das Navi übertragbar. Neuere Becker-Navis kommen hingegen ohne PC aus, dank integrierter WLAN-Schnittstelle: Verschiedene Live-Dienste wie Verkehrsinformationen und die POI-Datenbank stehen so jederzeit kostenlos zur Verfügung. Einmalige und laufende Kosten eines Navis Wer sich für ein eigenständiges und tragbares Navigationsgerät entscheidet, kann in verschiedenen Klassen zuschlagen. Einsteiger-Geräte bieten oft nur das nötigste und selten langfristige Kartenupdates. Wer später mehrfach Karten-Updates bezahlen muss, sollte diese in den Preis des Gerätes einrechnen. Da kann sich schon ein Mittelklasse-Gerät lohnen, das zusätzlich kostenfreie Updates ermöglicht.

Die Mittelklasse der Navis bietet meist einen größeren Bildschirm und mehr Navigationsfeatures. Bessere Stauumfahrung oder detailliertere Zusatzinformationen sind in dieser Klasse Standard. Preislich liegen diese Geräte zwischen 150 und 200 Euro.

Wer alles will, was ein Navi bieten kann, muss zu einem Gerät der Oberklasse greifen. Diese verfügen über weitere Einsatzmöglichkeiten und beinhalten oftmals auch Premium-Dienste - wie bessere Stauinformationen. Geräte dieser Klasse kosten ab 200 Euro aufwärts. Da diese Geräte oft mit reichhaltigen Multimedia-Funktionen ausgestattet sind, haben wir für diese eine eigene Ratgeberseite zu Navi-Multimedia-Funktionen angelegt. Wie alles anfing: Navis seit 2003 auf dem Markt Die Ära der portablen Navigationsgeräte wurde 2003 eingeläutet. Eine Vorreiterrolle übernahmen damals Garmin und TomTom. Es war eine schwere Geburt. Die PNDs (Personal Navigation Devices) mit den winzigen Bildschirmen waren wenig kontrast­reich, die Kartendarstellung dürftig und die Routeneinstellungen alles andere als zahlreich. Anfangs war das Kartenmaterial auf Flashspeichern im Navi selbst unter­gebracht, erst mit der Weiterentwicklung der SD-Karten begann der Höhenflug der mobilen Pfadfinder.

Ein Durchbruch gelang TomTom 2005 mit der Einführung der GO-Serie. Das Topmodell GO 700 mit seiner typischen, bauchigen Wölbung auf der Rückseite wog stolze 310 Gramm, hatte bereits einen 3,5 Zoll großen Touchscreen und eine zwei Gigabyte große Festplatte an Bord, auf der das Kartenmaterial von Westeuropa hinterlegt war. Zudem stellte er via Bluetooth und Handy Verbindungen zu externen Servern her, über die die TomTom-Plus-Dienste wie Verkehrsinformationen oder Blitzerinfos angefordert werden konnten. Der Preis damals: stolze 549 Euro. Praktische Infos und Tipps zur mobilen Navigation

Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und Co.

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