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26.02.2014 - 15:48
Technikmesse

Smartphone auf Kundenwunsch: Hersteller passen sich ihren Kunden an

Die Smartphone-Hersteller passen sich den individuellen Kundenbedürfnissen an

Der MWC in Barcelona 2014

Der MWC in Barcelona 2014
Bild: teltarif.de

Smart ist Aus­legungs­sache. Smart ist im Zweifel, was die Bedürfnisse des Nutzers am besten erfüllt. Auf der Mobil­funk­messe Mobile World Congress in Barcelona finden sich deshalb neben den Smartphones für die Massen auch Handys für fast jede Zielgruppe und besondere An­wendungs­zwecke, darunter etwa das Blackphone, über welches wir gestern berichtet haben, oder das YotaPhone. Für Vorsichtige und Freunde von Privatsphäre

Blackphone hat Ernst gemacht mit seinen Plänen für ein abhörsicheres Smartphone, das Gespräche sowie Nachrichten verschlüsselt und einen geschützten VPN-Internetzugang bietet. Das 4,7-Zoll-Smartphone mit Quadcore-Prozessor und LTE basiert auf dem Android-Abkömmling PrivatOS und ist mit speziellen Sicherheits-Apps bestückt.

Es soll den Nutzer auch vor Tracking und der ungewollten Kommerzialisierung seiner Nutzerdaten schützen, erklärt Blackphone-Mitgründer Phil Zimmerman, der die E-Mail-Verschlüsselung PGP erfunden hat. "Wir sind kein Provider, der ein Sicher­heits­feature anbietet, sondern eine Sicher­heits­firma, die ein Telefon baut." Beim Blackphone lassen sich auch App-Rechte individuell verteilen. Es kann für 629 US-Dollar (rund 460 Euro) weltweit vorbestellt werden und soll ab Juni ausgeliefert werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer News zum Blackphone. Für Individualisten YotaPhone zeigt in Barcelona eine zweite Version seines Smartphones mit zusätzlichem schwarz-weißen Display aus stromsparendem elektronischen Papier auf der Rückseite. "Glatter, smarter und größer", betitelt Alexey Zabrodin von YotaPhone die Änderungen. Das 4,3 Zoll große HD-Farbdisplay wächst zu einem 5-Zoll-Full-HD-Display heran, von dem weiterhin beliebige Inhalte auf das 4,7 Zoll große E-Paper-Display geschickt werden können. Die Form wandelt sich von einem leicht unförmigen Keil zu einem abgerundeten Gerät aus einem Guss, das 8,9 Millimeter dünn ist und 140 Gramm wiegt.

Auf dem E-Paper-Display kann sich der Nutzer weiterhin Texte, Termine, E-Tickets, Erinnerungen, Landkarten, Karten oder Nachrichten anzeigen lassen. Alles bleibt dort stehen, ohne Strom zu verbrauchen, bis ein neuer Inhalt ankommt oder aufgerufen wird. Android-Entwickler können Apps für den Dual-Display-Betrieb optimieren, etwa zu Lernzwecken. "Ich nutze es seit einem Jahr und es hilft mir beim Sprachenlernen", sagt Zabrodin. Das neue YotaPhone soll Ende des Jahres zu haben sein und sich in der Ausstattung auf Oberklasse-Niveau bewegen. Einen Preis gibt es noch nicht, das aktuelle YotaPhone kostet 499 Euro.

Für Experimentierfreudige Der MWC ist auch ein Dorado für Freunde alternativer Betriebssysteme. Mit dem 3,2-Zoll-Einstiegsmodell Fire C, dem 4,5 Zoll großen Fire E mit Dualcore-CPU und dem gleich großen Quadcore-Spitzenmodell Fire S, das sogar LTE und NFC mitbringt, stellt Alcatel One Touch gleich drei neue Smartphones mit Firefox OS vor.

Von ZTE kommt etwa das Open C, von Huawei das Y530 und von LG das Fireweb. Welche Modelle es in Europa wirklich auf den Markt schaffen, bleibt abzuwarten. Zumindest das Fire C und das Fire E sollen über Provider in Deutschland angeboten werden. Und Geeksphone verkauft bereits das Dual-Boot-Smartphone Revolution mit Firefox OS und Android.

Das finnische Unternehmen Jolla zeigt am Stand sein Smartphone mit Sailfish OS, das bald auch alternativ auf Android-Smartphones laufen soll. Als Neuheit führt Jolla eine Schnitt­stelle namens Other Half für ansteckbare Cover-Rück­seiten ein. Damit lässt sich Zubehör entwickeln, das mit dem Smart­phone kommunizieren kann. An­wendungs­beispiele sind etwa Cover, die beim Bewegen des Handys die Farbe wechseln oder Daten vom Handy anzeigen.

Ubuntu ist ein weiteres alternatives Betriebss­ystem, das es bisher noch nicht auf Handys im Handel geschafft hat. Der dahinter stehende Linux-Distributor Canonical will das jetzt ändern und noch in diesem Jahr gemeinsam mit den Herstellern bq und Meizu ein Ubuntu Phone anbieten. Für Arbeiter und Outdoor-Sportler In vielen Berufen und Sportarten geht es robuster zu. Ein normales Handy und ins­besondere ein empfindliches Smart­phone wäre auf einer Straßen­bau­stelle, im Stahl­werk oder in einer Gärtnerei vermutlich schnell ruiniert. Das neue Robust-Handy Cat B15 (149 Euro) mit Aluminium-Rahmen und verbauten Gummidämpfern soll in diesen Umgebungen heimisch sein. Es ist staub- und wasserdicht bis ein Meter Tiefe (30 Minuten) und soll Stürze aus Höhen bis 1,80 Meter überstehen. "Das ist auch interessant für Wanderer oder andere Outdoor-Sportler, die viel draußen sind oder Ski fahren", sagt David Hayden vom britischen Cat-Hersteller Bullitt. Große Tasten sollen zudem die Bedienung mit Handschuhen erleichtern.

Und selbst das neue Samsung-Flaggschiff Galaxy S5 ist immerhin nach IP67 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. In unserem Hands-on haben wir das neue Spitzen-Smartphone unter die Lupe genommen. Für Puristen und Einsteiger Smartphones mit möglichst einfacher Bedienung sind vor allem für ältere Nutzer interessant. Der österreichische Hersteller Emporia zeigt mehrere neue Handys aus dieser Kategorie, darunter das Euphoria mit Touchdisplay und Tasten sowie das Modell Smart mit 4,5-Zoll-Display für Smartphone-Einsteiger mit angepassten Apps, etwa für E-Mail, Navigation oder Fotos.

"Wir achten darauf, dass das alles einfach und logisch aufgebaut ist", erklärt Christina Landi von Emporia. Falls doch einmal etwas nicht klappt, können sich Verwandte per iOS- oder Android-App ins Smart einklinken. Neu ist auch das Ladekabel Connector mit Micro-USB-Anschluss, dass sich wegen eines daneben platzierten Plastikstifts nur richtig herum ins Handy stecken lässt.

Der Her­steller Binatone bringt im März das Einfach-Smartphone AEG Voxtel M800 (100 Euro). Ähnlich wie bei Emporia arbeitet in dem 3,5-Zoll-Gerät kein gängiges Betriebs­system, sondern eine Eigen­ent­wicklung mit Apps für die wichtigsten An­wendungs­zwecke. Am Stand zu sehen ist auch der Prototyp eines großen Einfach-Phablets, das im September für 170 Euro in den Handel kommen könnte. "Wir glauben zwar, dass das ein Nicht-Markt ist", sagt Toine van Gerwen von Binatone. Einen Versuch sei es aber wert.

Auf unserer Seite für die Mobil­funk­messe Mobile World Congress haben wir die in Barcelona vorgestellten Geräte einzeln noch einmal aufgelistet. Hier können Sie Bilder und teilweise sogar Videos zu den einzelnen Smartphones und Tablets anschauen.

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dpa /

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