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29.09.2018 - 12:57
Verrückt

Spotify erstellt Playlists anhand der eigenen DNA

Kooperation mit Gen-Analyse-Unternehmen Ancestry

Es klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film oder wie ein verfrühter Aprilscherz: Der Musikdienst Spotify hat laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) in Kooperation mit dem Gen-Analyse-Unternehmen Ancestry einen Service vorgestellt, der Playlists anhand von DNA erstellen soll. Basierend auf Proben, die das Gen-Analyse-Unternehmen auswertet, wird eine persönliche Musikliste zusammengestellt, die die Musikvielfalt der eigenen Herkunft darstellen soll. Keinerlei Aussage über persönlichen Musikgeschmack

Spotify erstellt Playlists nach DNA

Spotify erstellt Playlists nach DNA
Bild: Spotify

Anhand der DNA werde aufgeschlüsselt, aus welchen Kulturkreisen der Musikliebhaber stammt. Für das jeweilige Land hat Spotify Musikarchive angelegt. Wer etwa Vorfahren aus Schweden hat, bekommt Musik von Abba oder Roxette geliefert, heißt es. Freilich sagt die Playlist überhaupt nichts über den persönlichen Musikgeschmack aus. Spannend ist nur zu sehen, aus welchen Ländern Vorfahren stammen und welche Musik Spotify diesen zuordnet. Der Spaß kostet 86 Euro Wer seine eigene DNA-Musik hören möchte, könne laut dem FAZ-Bericht eine Speichelprobe an Ancestry senden. Dort analysierten Forscher für 100 Dollar (umgerechnet rund 86 Euro) die Probe und entschlüsseln die ethnische Herkunft. Nach mehreren Wochen erhalte der Kunde eine Aufschlüsselung seiner Herkunft, zum Beispiel 50 Prozent Deutschland, 50 Prozent Frankreich. Diese Daten nutze der Musikdienst Spotify dann, um eine eigene Playlist mit länderspezifischen Songs zu erstellen, quasi die Musik der eigenen Gene.

Wer den Test machen möchte, sollte laut FAZ allerdings auf den Datenschutz der eigenen DNA achten. Viele Ahnenforschungs-Webseiten verkauften die DNA-Daten ihrer Kunden an Dritte weiter, hieß es. Zumeist seien das Pharmaunternehmen. Auf seiner Webseite verspreche Ancestry, "Namen oder andere Übliche Identifikationskennzeichen [...] nicht an Drittparteien" weiterzuleiten und die DNA-Ergebnisse "unter Anwendung der branchenüblichen Sicherheitsmaßnahmen" aufzubewahren. Interessierte sollten also genau hinschauen, rät die FAZ. Sonst könnten die personalisierten DNA-Playlists am Ende auch unerwünschte Personen hören.

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