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05.11.2018 - 09:15
Tolle Verarbeitung

Motorola One: Schicke Mittelklasse im Test

Abstriche bei der Kameraleistung

Inhaltsverzeichnis:

  1. Oh, du schöne Mittelklasse
  2. Kamera und Testbilder

Auf der diesjährigen IFA in Berlin hatten wir bereits die Gelegenheit, das Motorola One in einem Hands-On zu begutachten. Als es dann in der Redaktion landete, holten wir das Mittelklasse-Smartphone per Unboxing aus seiner Schachtel. Anschließend schickten wir es in unser Testlabor, um dem Gerät Prüfwerte zu entlocken. Insgesamt liefert das Motorola One einen guten Gesamteindruck ab. Das Gerät kann mit hoher Display-Helligkeit und guter Akkulaufzeit punkten. Die Kameraleistung ist allerdings nicht zufriedenstellend. Mehr Informationen lesen Sie im Testbericht, und alle technischen Details finden Sie im ausführlichen Datenbank. Design, Verarbeitung und Display

Die Lautstärketasten und der Home-Button fühlen sich sehr gut verarbeitet an.

Die Lautstärketasten und der Home-Button fühlen sich sehr gut verarbeitet an.
Foto: teltarif.de

Für ein Gerät mit den Abmessungen 150 mm x 72 mm x 8 mm und 5,9 Zoll-Display und einem Gewicht von 162 Gramm liegt es gut in der Hand. Allerdings ist es sehr rutschig. Dazu trägt auch die Glasrückseite bei, die in kurzer Zeit mit Fingerabdrücken übersät ist. Wir empfehlen eine Schutzhülle, auch wenn es das schöne Design und die tadellose Verarbeitung in den Hintergrund drängt. Motorola liefert ein biegsames, transparentes Case mit. Das ist zwar keine Premiumware, für die ersten Schritte mit dem Handy reicht es aber aus. Positiv ist, dass sich das Case an das Smartphone-Gehäuse gut anschmiegt, sodass das Motorola One nicht gleich viel klobiger wirkt. Display und Performance

Aus verschiedenen Blickwinkeln hält sich das Display des Motorola One stabil.

Aus verschiedenen Blickwinkeln hält sich das Display des Motorola One stabil.
Foto: teltarif.de

Das Display verkleinert sich optisch nochmal, wenn über dem ohnehin schon breiten unteren Display-Rand der digitale Home-Button, die Zurücktaste und die Taste, um alle geöffneten Apps anzuzeigen, eingeblendet werden. Ein Vorteil ist aber, dass die Notch bei Spielen oder Streaming-Diensten ausgeblendet wird. Bei der Display-Helligkeit schaffte es das Motorola One in unserem Testverfahren auf einen Wert von 419 cd/m². Das ist sehr gut. Zum Vergleich: Das OnePlus 6T schaffte es in unserem Test auf 443 cd/m², das Samsung Galaxy S9 auf 590 cd/m².

Das IPS-Panel löst allerdings "nur" in 1520 x 720 Pixel mit einer Pixeldichte von 285 ppi auf. Für ein Display der Größe und in einem Mittelklasse-Gerät ist das recht wenig, Full HD wären hier wünschenswert gewesen.

Der Snapdragon 625 von Qualcomm ist nicht mehr ganz taufrisch, gehört aber immer noch zu den oft verbauten Prozessoren bei Mittelklasse-Smartphones. Das Motorola One verfügt über 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB internem Speicher, der sich per microSD-Karte um bis zu 256 GB erweitern lässt.

Um die Performance in der Praxis zu überprüfen, testeten wir mit PUBG Mobile und Asphalt 8 zwei grafisch aufwendige Spiele. Bei PUBG Mobile war die Grafikeinstellungen standardmäßig auf "niedrig" eingestellt. Das Spiel sah aber gut aus und bis auf vereinzelte Ruckler lief es flüssig und war sehr gut spielbar. Das Arcade-Rennspiel Asphalt 8 lief auf "hoher Grafikleistung" sehr gut und flüssig.

Werden größere Datenmengen, wie beispielsweise ein Spiel heruntergeladen, ist spürbar, dass das Motorola One keine WLAN-ac-Unterstützung mit an Bord hat. Surfen und Apps öffnen klappte im Test flott und ohne Probleme.

Auf der Oberseite gibt es einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.

Auf der Oberseite gibt es einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.
Foto: teltarif.de

Die Akkukapazität des Motorola One liegt bei 3000 mAh. In unserem Test hielt der Stromspeicher 9 Stunden und 12 Minuten durch. Das ist eine sehr gute Leistung, mit der andere Smartphone-Kollegen abgehängt werden.

Kamera und Testbilder

Die Hauptkamera besteht aus einem Dual-Setup mit einem 13- und einem 2-Megapixel-Sensor und einer f/2.0-Blende beziehungsweise einer f/2.4-Blende sowie einem LED-Blitz. Die Frontkamera hat einen 8-Megapixel-Sensor mit einer f/2.2-Blende. Etwas zu wünschen übrig lassen die Ergebnisse der Hauptkamera bei guten Lichtverhältnissen. Die Darstellung der weißen Bereiche ist stark von einem Gelbstich belastet und die Farbquadrate wirken zu grell und unnatürlich. Beim Heranzoomen sieht es so aus, als sei der Hintergrund aufgeraut, die Kanten der Quadrate sind ausgefranst. Die Struktur der Hintergrundtapete ist dagegen in Ordnung, beim Heranzoomen wird die Darstellung allerdings unscharf.

Auf der Rückseite befinden sich Dual-Kamera, Blitz-Modul und Fingerabdrucksensor.

Auf der Rückseite befinden sich Dual-Kamera, Blitz-Modul und Fingerabdrucksensor.
Foto: teltarif.de

Die Blüte der Test-Rose erscheint nicht mehr rot, sondern zeigt Anzeichen eines pinken Stichs. Die Darstellung der Blütenstengel ist auch eher als Einheitsbrei zu bewerten als differenzierte Einzelobjekte. Die grünen Blätter und der Stengel sind dagegen farblich akzeptabel, insgesamt ist das Motiv aber zu unscharf.

Werden die Lichtverhältnisse schlechter, sinkt auch die Bildqualität rapide. Das Ergebnis ist unbrauchbar. Insgesamt ist die Darstellung viel zu dunkel, die einzelnen Farbquadrate sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Die Blüte der Test-Rose ist gänzlich verschwommen. Der Eindruck verschlechtert sich auch beim Heranzoomen.

Die Testbilder der Haupt-Kamera haben wir für Sie im Original angehängt, damit Sie sich selbst ein Bild machen können.

Haupt-Kamera

Unter guten Lichtbedingungen liefert die Selfie-Kamera keine besonders natürlichen Farben ab. Die braunen Haare der Test-Puppe sind zu dunkel, sie sind beinahe schwarz. Die Hautfarbe ist zu blass, die bunten Farben des Halstuchs sind nicht kräftig genug. An der linken Seite ist der Hintergrund stark überblendet. Unter schlechteren Lichtbedingungen ist das Bild viel zu hell. Die Test-Puppe wird regelrecht angestrahlt.

Die Testbilder der Selfie-Kamera haben wir ebenfalls für Sie in unbearbeitetem Zustand angehängt.

Selfie-Kamera

Anmerkung zu den Testbildern: Nachdem wir die Testfotos gemacht hatten, erschien das Ergebnis entsprechend als kleines Symbol auf dem unteren Displaybereich. Beim Klick darauf wurde das Bild vergrößert. Die Darstellung war jedes Mal recht natürlich, was den Eindruck erweckte, dass die Kamera des Motorola One für die Preisklasse gute Ergebnisse liefern würde. Leider blieb es nicht bei der Darstellung. Rund eine Sekunde später drehte sich das Bild selbstständig und die Darstellung änderte sich. Es ist davon auszugehen, dass hier die Software ihre Finger im Spiel hat - im Rahmen unseres Testverfahrens allerdings mit keiner Aufwertung der Ergebnisse. Auf einem Schnappschuss aus dem Fenster bei natürlichem Tageslicht fiel der Unterschied aber nicht so groß aus. Schnittstellen, Sensoren, Sound und Telefonie Zunächst einmal ist es schön, dass das Motorola One über einen USB-Typ-C-Anschluss verfügt. Das ist in der Preisklasse noch nicht Standard, LTE-Support mittlerweile schon. Bluetooth 4.2 und NFC werden ebenfalls unterstützt. Der Fingerabdrucksensor kann keinen Geschwindigkeitsrekord aufstellen, die Einrichtung klappte aber problemlos und im Test war die Entsperrmethode stets zuverlässig. Über die Möglichkeit, per Gesichtserkennung zu entsperren, verfügt das Motorola One nicht.

(Noch) kein Standard für die Mittelklasse: USB-Typ-C-Anschluss.

(Noch) kein Standard für die Mittelklasse: USB-Typ-C-Anschluss.
Foto: teltarif.de

Der SIM-Kartenslot offenbart neben der Möglichkeit, zwei Nano-SIM-Karten einzulegen, auch die Option zusätzlich eine Mikro-SD-Karte einzusetzen. Nutzer müssen sich also nicht zwischen zwei Nano-SIM-Karten oder einer Nano-SIM-Karte und einer MicroSD-Karte entscheiden.

Die Soundqualität ist zum Hören von Radio und Musik im Hintergrund vollkommen in Ordnung. Bei Test-Telefonaten war die Lautstärke über den Lautsprecher auch akzeptabel, genau wie die Gesamtlautstärke. Die Qualität hätte jedoch etwas besser sein können. Die Stimme des Gesprächspartners war etwas unklar. Wurde sie lauter, verzerrte sie sich ein wenig. Fazit Das Motorola One liegt zwar recht rutschig in der Hand, kann aber mit einer sehr guten und tadellosen Verarbeitung Punkte für die Gesamtwertung einfahren. Die Performance für Alltägliches wie Surfen, Messaging und auch mal ein Spielchen ist als positiv zu bewerten. Das Displayränder sind zwar recht breit, genauso wie die Notch, Videos lassen sich trotzdem gut auf dem 5,9 Zoll-Display streamen. Der große Motorola-Schriftzug am unteren Displayrand stört aber schon sehr. Insgesamt ist das Display aber hell genug und Farben werden natürlich dargestellt. Hervorzuheben ist auch der zuverlässige Fingerabdrucksensor auf der Rückseite.

Abstriche müssen Käufer aber bei der Kamera machen. Hier liefert das System keine ansprechenden Ergebnisse. Eine Alternative zu dem Gerät ist das Samsung Galaxy A6+, das ebenfalls für (teilweise weit) unter 300 Euro zu haben ist. Details können Sie in einem Testbericht nachlesen.

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  2. Kamera und Testbilder

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