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18.12.2010 - 15:19
Handy-Test

Motorola Defy: Das Outdoor-Handy mit Android im Test

Auch Touchscreen-Smartphones können harte Burschen sein

Inhaltsverzeichnis:

  1. Outdoor-Handys wie das Motorola Defy sind ein Nischenprodukt
  2. Gute Sprach- und Empfangsqualität im Test des Motorola Defy

Das waren noch Zeiten, als Siemens als deutsche Handy-Manufaktur erfolgreich war und jedes Jahr ein neues Outdoor-Mobiltelefon auf den Markt brachte. In den vergangenen Jahren ist dieses Genre allerdings aus dem Blickwinkel von Verbrauchern und Herstellern gerückt und Touchscreen-Handys liegen im Trend. Dass aber auch Smartphones harte Burschen sein können, beweisen die Kreativen von Motorola. Der Android-Spezialist hat mit dem Motorola Defy, das sogar sogar kurze Tauchgänge überleben soll, Neues für die Nische Outdoor-Handys geliefert. Wie ein typischer Outdoor-Vertreter sieht das Android-Smartphone allerdings nicht aus. Wir haben das im Online-Handel für rund 250 Euro ohne Vertrag erhältliche Handy von Motorola getestet. Motorola Defy ist weder schwer noch klobig

Motorola Defy: Das Outdoor-Handy mit Android im Test

Motorola Defy
Foto: Motorola

Schwer und klobig - so stellen wir uns klassische Outdoor-Modelle eigentlich vor. Das Motorola Defy entspricht allerdings nicht diesem Klischee. Im Gegenteil: Mit den Maßen von 5,9 mal 10,7 mal 1,34 Zentimetern und einem Gewicht von 114 Gramm gehört es eher zu den kleineren Smartphones. Erst bei genauerem Betrachten offenbaren sich typische Outdoor-Merkmale. So ist der Akkudeckel gummiert, die Front- und Rückseite durch sechs auffällige Schrauben miteinander verbunden und alle Schnittstellen feinsäuberlich durch Abdeckungen versiegelt. Überdies ist das Display durch ein besonderes strapazierfähiges, sogenanntes "Corning Gorilla Glas" geschützt.

Das Resultat ist in der Tat hart im Nehmen. Selbst einen Fall aus dem dritten Stockwerk eines Treppenhauses überlebte es. Allerdings saß nach dieser harten Prüfung der Akku nicht mehr hunderprozentig fest in der Verankerung, so dass er sich beim Schütteln akustisch bemerkbar macht. Die IP67-Zertifierung sagt zudem aus, dass das Motorola Defy gegen Staub gewappnet ist und sogar kurze Tauchgänge überlebt. Den "Test till Destruction" hat teltarif.de zwar nicht gewagt, doch ein kurzes Bad in einem Wasserglas sorgt tatsächlich für keinerlei Probleme.

Der Touchscreen zeichnet sich durch eine 9,4 Zentimeter lange Bildschirmdiagonale und eine Auflösung von 480 mal 854 Pixel aus, was für ein hochauflösendes Seherlebnis sorgt. Obwohl das Display nicht das größte ist, funktionieren Eingaben via digitaler Volltastatur nach einer Eingewöhnungszeit recht fehlerfrei, was an der präzisen taktilen Erfassung von Eingaben liegt. Angesichts der hochwertigen Konkurrenz von Super-AMOLED- (etwa bei Samsung-Superphones) und Retina-Displays (iPhone 4) ist die Qualität des Displays des Motorola Defy aber nicht hervorstechend. Standardkost in der Multimedia-Sektion

Motorola Defy: Das Outdoor-Handy mit Android im Test

Motorola Defy
Foto: teltarif.de

Eigentlich gehört zu einem kernigen Outdoor-Handy eine Taschenlampe, doch gerade hier haben die Entwickler geschlampt, denn das Fotolicht spendet nur im Rahmen der Kamera-Funktion Licht. In der Multimedia-Sektion bietet das Motorola Defy Standardkost: Die mittelprächtige Digitalkamera knipst maximal auf 5-Megapixel-Niveau und archiviert VGA-Videoclips. Zwar ist die Lichtempfindlichkeit gut und die Farbdarstellung recht natürlich, doch der Autofokus scheint reine Glückssache zu sein, denn viele Fotos gerieten im Test unscharf. Ein Mediaplayer mit 3,5-Millimeter-Klinkenstecker und Stereo-Bluetoooth-Übertragung rundet das Unterhaltungsprogramm des Defy ab. Das Speicherangebot fällt mit intern rund 1,2 GB und optional bis zu 32 GB per wechselbarer Speicherkarte im microSD-Format angemessen aus.

Das Motorola Defy funkt in den GSM-Frequenzbereichen um 850, 900, 1 800 und 1 900 MHz sowie im UMTS-Bereich. Datenübertragungen sind per GPRS, EDGE, UMTS und HSPA mit (nur) bis zu 3,6 MBit/s im Downstream und bis zu 2 MBit/s im Upstream möglich. Zudem sind mit dem Motorola Defy schnelle Datenübertragungen per WLAN n möglich. Dank DLNA lässt sich das Smartphone auch in das Heimwerknetz integrieren. Zum mobilen Surfen im Internet steht der Webkit-basierte Android-Browser mit Flash-Lite- und Multitouch-Unterstützung bereit. Allerdings ist der Web-Browser des Motorola Defy nicht der schnellste Seitenlader.

Auf der zweiten Seite unseres Testberichts zum Motorola Defy lesen Sie Näheres über die Telefonfunktion.

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